Katastrophales Todes-Delfinarium "Dolphin Bay" am Hotel Atlantis The Palm in Dubai

Buchungsschalter "Dolphin Bay"-Delfinarium WDSF-Foto

 

Spiegel-online 2007: Lebende Luftfracht: Delfintransport nach Dubai verärgert Tierschützer

WDSF-Geschäftsführer im "Dolphin Bay"-Delfinarium Dubai(WDSF - 2013/2017) Das WDSF ermittelte in dem Delfinarium Dolphin Bay bei dem Hotel Atlantis The Palm in Dubai, dass von ursprünglich 28 im Jahr 2007 von den Solomon-Inseln aus einer grausamen Delfintreibjagd importierten Delfinen in das Dolphin Bay-Delfinarium bis heute mindestens 10 der Meeressäuger verstorben sind - darunter mehrere Delfinbaby's. Die ersten 5 Tiere verstarben innerhalb weniger Tage und Wochen nach der Ankunft (s. Bericht unten). Ein Trainer im Dolphin Bay bestätigte dem WDSF im März 2013 vor Ort, dass nur noch 18 Delfine leben würden.

Bei einer Vor-Ort-Inspektion des "Dolphin Bay"-Delfinariums im März 2017 durch das WDSF konnte festgestellt werden, dass mdst. einer der verbliebenen Delfine halbseitig blind ist. Eine Delfintrainerin behauptete, dass es immer noch 28 Delfine dort gäbe. Sie würden sämtlich aus einer Einrichtung auf den Solomon-Inseln stammen, was nachweislich falsch ist.

"Dolphin Bay"-Delfinarium Dubai WDSF-FotoIn Delfin im Dubai-Delfinarium halbseitig blind - WDSF-Fotodem Hauptgebäude werden die Delfine in kleinen abgetrennten Gehegen gehalten. Fortlaufend finden mit einzelnen Delfinen kostenpflichtige Aktionen in den Außenbecken statt, bei denen sich Besucher an die Flossen der Delfine klammern und etliche Meter durchs das Becken gezogen werden. Bei den Fototerminen werden die Delfine von den Besuchern gestreichelt und geküsst, was ein erhebliches Gesundheitsrisiko für Mensch und Tier darstellt, wie auch die "Kronen Zeitung" in Österreich aufgrund wissenschaftlicher Nachweise berichtet.

Laut CITES (Washingtoner Artenschutzabkommen) konnte der Export der Delfine von den Solomon-Inseln nicht verhindert werden, gleichwohl hätte Dubai den Import verbieten können. Sämtliche Anfragen seitens des WDSF an das Management des Delfinariums (Hotel Atlantis The Palm, Mrs. Ashley McBain) über CITIS-Bescheinigungungen für die Tiere und über die Todesumstände blieben unbeantwortet. Gleichwohl hatte Mrs. McBain dem Reiseveranstalter FTI Touristik im April 2013 angeboten, dass das WDSF sich vor Ort einen Überblick über die Haltungsbedingungen machen könnte.

Das WDSF hatte allerdings bereits im März 2013 in dem Delfinarium recherchiert. Fotografieren und Filmen des Delfinariums und der Tiere sind streng verboten. Fotos gibt es nur durch Mitarbeiter des Dolphin Bay-Delfinariums gegen Bezahlung. Der Preis für das Schwimmen mit den Delfinen liegt für 30 Minuten zwischen 185 und 290 Euro pro Person. Ein 10-minütiges Fotoshooting am Beckenrand lässt sich der Delfinariumbetreiber mit 108 Euro bezahlen, wobei bei Kinder unter 12 Jahren ein begleitender Erwachsener jeweils extra bezahlen muss. Das Tauchen mit Delfinen kostet 370 Euro für 30 Minuten.


WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: "Es geht dem Dolphin Bay-Delfinarium nur ums Geld. Die Delfine, die tödlichen Umstände des grausamen Delfintransports und die hohe Todesrate sind dem Betreiber egal. Die fadenscheinige Behauptung des Managements, die Delfine würden unter besten zoologischen Bedingen gehalten, ist mehr als fraglich.

Delfinarium ohne ausreichenden Sonnenschutz lässt Delfine verbrennen

Schwarz gebräunter Delfin im Dolphin BayIn der rund 4,5 Hektar großen Anlage in Dubai, die zum Hotel Atlantis The Palm gehört, verfügen die Delfine kaum über einen Sonnenschutz, so dass unter der sengenden arabischen Sonne Sonnenbrände mit dem hohen Risiko von Hautkrebs vorprogrammiert sind. Normalerweise tauchen die Großen Tümmler, die in Dubai gehalten werden, in freier Wildbahn durchschnittlich bis zu fünf Minuten und erreichen Tauchtiefen von bis zu 600 Meter. Im Dolphin Bay sind aufgrund der überwiegenden Flachwasserbereiche solche Tauchgänge nicht möglich. Die Delfine halten sich überwiegend an der Wasseroberfläche auf, weil sie dort gefüttert werden, damit die Zuschauer die Tiere sehen können.

Selbst im Tiergarten Nürnberg werden die Delfine im Sommer vor Sonnenbrand mit mineralischen Crémes geschützt. Auf der Seite des Delfinariums-Hotels in Dubai und vor Ort heisst es für die Touristen, die mit den Delfinen schwimmen: "Die übermäßige Verwendung von Sonnencreme, beispielsweise, ist nicht gestattet, Sonnenöle sind komplett verboten, da die Verschmutzung des Wassers den Delphinen schaden kann. Die Gäste erhalten Tauch/Schwimmanzüge, um sich gegen die Sonne zu schützen." Dass es mindestens genauso wichtig ist, die Delfine vor den Sonne zu schützen, ist den Betreibern offenbar egal.

Bericht über die todbringenden Umstände des Delfinimports nach Dubai

"Diese bedauernswerten Delphine in Dubai stammen aus einer grausamen Treibjagd von den Solomon Inseln und sind alles Wildfänge. Im Jahr 2003 wurden ca. 200 wilde Delphine, im Auftrag von dem berüchtigten kanadischen Delphinhändler Christopher Porter gefangen. Es war die größte und grausamste Delphin-Gefangennahme aller Zeiten. Nach dem Fang wurden die Delphine in kleine Kanus geschmissen und über 4 Stunden zur Insel Gavutu transportiert. Unzählige Weibchen waren trächtig und abortierten ihre Föten während der Überfahrt. Danach wurden die traumatisierten Tiere in kleine Seefedern (Anm.: Mini-Gehege) geworfen, welche Wassertiefen geringer als 1 ½ m aufwiesen. In diesen primitiven Seefedern erlitt der Großteil der Tiere schwerste Sonnenverbrennungen, viele verhungerten und starben an den katastrophalen Haltungsbedingungen und dem Trauma der Gefangennahme.

Im Juli 2003 verkaufte Porter die ersten 28 Delphine an den Wasserpark Parque Nizuc in Mexiko für das „Schwimmen mit Delphinen“ . Sechs dieser armen Tiere überlebten den 17-stündigen Transport nicht und sie verstarben einige Tage nach der Ankunft in Mexico, weitere Todesfälle folgten. Auf Gavutu verstarben während dieser Zeit weitere neun Delphine in den Seefedern, andere Tiere waren krank und lagen im Sterben. Weitere zwei Tiere wurden von Krokodilen gerissen und getötet. 27 halbverhungerte Tiere wurden einfach ihrem Schicksal überlassen und aus der Seefeder ins offene Meer entlassen, ihre Peiniger kamen mit der Fütterung nicht mehr nach. Im Jahr 2004 ging das Leiden der Delfine weiter.

Im Juli 2007 wurden die nächsten 28 Delphine nach Dubai (Dolphin Bay - Atlantis Hotel The Palm) durch die Organisation "Ocean Embassy" verschleppt, die mit Christopher Porter zusammen arbeitete. Diese Tiere mussten einen 30-stündigen Transport über sich ergehen lassen. Zehn Tiere sind seither verstorben sowie etliche Kälber, deren Mütter schon während des Transportes trächtig waren.

Nach dem Dubai Transport hat Ocean Embassy die Partnerschaft mit Porter beendet, somit konnten sie ihre Geschäfte auf den Solomon Inseln alleine abwickeln. Aber viele dieser Delphine waren Porter’s Delphine, er hat insgesamt 89 Delphine an Delphinarien verkauft. 20 wurden im Jahr 2007 neu gefangen und wurden in die Gavutu Seapens verfrachtet, hinter dieser Gefangennahme steckte Ocean Embassy. Der Vizepräsident von Ocean Embassy ist der Amerikaner Ted Turner. Turner war auch Präsident von IMATA und arbeitete als Kurator für SeaWorld Cleveland, danach gab es für ihn neue Geschäfte mit den Führungskräften von SeaWorld. Auch bei den erst kürzlich transportierten Delphinen zum Resort World Sentosa in Singapur steckte Ocean Embassy dahinter.

Im Jahr 2010 hatte Porter noch 17 Delphine auf Gavutu. 4 starben noch im selben Jahr, sie verhungerten mehr oder weniger, den anderen Delphinen ging es ähnlich. Viele Leute glauben, dass er diese Delphine, warum auch immer, nicht verkaufen konnte. Er startete dazumal die Kampagne FREE the Pod, damit wollte er sich von seinen Greueltaten reinwaschen, jedoch stand keiner hinter ihm und es gab auch kein Geld für dieses Projekt." (Bericht G. Wiesflecker)

Ric O'Barry und Jürgen Ortmüller (WDSF-Foto)Richard O'Barry to the WDSF (April, 14, 2013):

"The public already know about Porter but they not know about the organization Ocean Embassy who actually brought the dolphins to Dubai. Today Ocean Embassy staff are in Singapore working for Resorts World International. Ocean Embassy brought about 20 Solomon Islands dolphin to Resorts World. They also supplied Mexico, China, several other dolphinariums. Ocean Embassy brought the dolphin to Dubai. They need to be exposed as much as Porter was exposed. Ocean Embassy is smarter than Porter. They stay in the shadows, they do not do interviews, they fly below the radar. They know how to green-wash their operation and market themselves as "conservationists". They are the largest dolphin dealers in the world."

 

 

 

YouTube-Film über das "Dolphin Bay"- Delfinarium am Hotel Atlantis The Palm in Dubai
von "Save the Ocean":

 

Grausame Delfintreibjagd auf den Solomon-Inseln - Delfine im "Dolphin Bay" sämtlich von den Solomon-Inseln:

 


WDSF-Bericht über das zweite Delfinarium in Dubai:

"Dubai Dolphinarium" importierte Delfine aus grausamen Delfintreibjagden in Taiji/Japan

Weitere WDSF-Berichte zum "Dolphin Bay"-Delfinarium in Dubai (Hotel Atlantis The Palm):

 

AKTUELL

 

18.01.2017 - Mövenpick stoppt Freizeitangebot in Dubai-Delfinarium nach Tierschützerhinweisen (MND)

(WDSF - 16.01.2017) Das Unternehmen hatte das Dubai-Delfinarium in seinem Angebot. Mövenpick Hotels & Resorts ist eine internationale Hotelgruppe im gehobenen Segment und betreibt weltweit über 82 Hotels und Resorts in 25 Ländern sowie Nilfahrtschiffe. Das WDSF hatte Mövenpick auf die katastrophalen Hintergründe des Delfinariums aufmerksam gemacht. Das Unternehmen reagierte sofort und teilte dem WDSF mit, dass sie das Feedback sehr ernst nehmen und das Angebot gleich vom Netz genommen haben.

Vormaliges Angebot:



Betreff: AW: Ihre Bewerbung des Dolphin Bay - Delfinariums in Dubai
Datum: 16. Januar 2017 13:05:29 MEZ
An: "Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!" <Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!>;

Lieber Herr Ortmüller
 
Vielen Dank für Ihre Email. Wir nehmen Ihr Feedback sehr ernst und haben die Page gleich vom Netz genommen.
 
Beste Grüsse
T.S.
 
PR & Communication Manager Corporate
Mövenpick Hotels & Resorts Management AG | Oberneuhofstrasse 12 | 6340 Baar, Switzerland

Das Mövenpick-Angebot für das Delfinarium in Dubai ist nicht mehr verfügbar:



Netzseite "reiseziele-dubai.de" bezeichnet Delfinshows auch im "Dubai Dolphinarium" als Tierquälerei