"One-Man-Show" Philipp Kroiß "Kämpfer für den guten Ruf von Zoos" oder Kämpfer gegen Tierschützer?

(WDSF - 30.01.2017) Der selbsternannte Zoo-Lobbyist Philipp Kroiß aus Korschenbroich hat das Medium RP-online (NGZ) offenbar mit falschen Informationen versorgt. In einem Artikel vom 26.01.2017 der NGZ wird über den "selbsternannten Experten für Tierschutz" mit falschen Angaben berichtet.

Kroiß ist Musikwissenschaftsstudent und ein eingefleischter Befürworter von Delfinarien wie in Nürnberg und Duisburg und kooperiert mit radikalen Delfinschutz-Kritikern wie Rüdiger Hengl & Konsorten. Kroiß soll Autor der anonymen Anti-Tierschutzseite auf Facebook "dolphinaria.truth" sein; wie auf der Seite "ANTI dolphinaria.truth" berichtet wird.

Kroiß ist auch Chefredakteuer der Online-Zeitung "Zoos Media", die lt. dem Bericht von RP-online Lobbyarbeit für Zoos betreibt und nach eigenen Angaben vom Loro Parque auf Teneriffa gefördert wird.

Im "Magazin für Zoointeressierte - Tiergarten" in der Ausgabe 1/2017 findet man dazu diesen Text: "zoos.media" und "dolphinaria.truth" ... Schaut man hinter die plakativen Namen, so entpuppen sich die meisten als "One-Man-Shows", also Organisationen, die nur von einer Person betrieben werden, sich aber nach außen wie große Vereine geben. ..." Kroiß entpuppt sich demnach mit "zoos.media" als "One-Man-Show".

Kroiß war es auch, der unter einem Autoren-Pseudonym auf Wikipedia die Tierschutzorganisation ProWal entfernt hat und es für das WDSF auch versucht hat, allerdings vergeblich.


Kroiß kein "Experte des Landtags NRW"

Plenarsaal NRW-Landtag (WDSF-Foto)Kroiß war niemals "Experte des Landtags NRW zur Delfinarienfrage", wie RP-online schreibt. Er hatte lediglich unaufgefordert ein Pro-Delfinarien-Konzept dem NRW-Landtag eingereicht, das wie jedes andere eingereichte Schreiben veröffentlicht wurde. In seinem Brief (ohne Absender) an den Landtag bezeichnet sich der Musikstudent bereits im Mai 2014 selbstherrlich als "Journalist", obwohl u.E. bis dahin keine journalistischen Beiträge im Netz in unabhängigen Medien zu finden waren. Inzwischen veröffentlicht Kroiß in eigener Regie in einem offenen Blog der "Huffington Post" Beiträge zugunsten von Zoos und Delfinarien. Es ging im NRW-Landtag um eine öffentliche Anhörung zu dem Antrag der NRW-Piraten "Verbot der Haltung von Delphinen". Zur geladenen Expertenrunde gehörte Kroiß definitiv nicht. Die Aussage von RP-online "Kroiß war Experte des Landtags NRW zur Delfinarienfrage" ist daher falsch und wäre, soweit es sich um seine eigene Aussage handelt, eine nicht korrekte Angabe gegenüber RP-online.

Kroiß kooperiert mit dem Loro Parque auf Teneriffa und befürwortet auch dort die katastrophale Gefangenschaft von Orcas und Delfinen. Der Loro Parque fördert wiederum die "One-Man-Show" von zoos.media mit dem Chefredakteur Philipp Kroiß ausweislich des Impressums von zoos.media (http://zoos.media/impressum/). In RP-online heißt es: "Zurzeit bereitet Kroiß eine Reise für Medienvertreter zum Loro Parque auf Teneriffa vor. Der Schwerpunkt wird auf der Delfin- und im Besonderen auf der Orcahaltung liegen." Ganz offensichtlich fördert der Loro Parque solch eine geplante Reise, um Journalisten anzulocken. Nachdem das WDSF mit den Reiseveranstaltern TUI (Deutschland, Schweiz und Österreich), Schauinsland-Reisen, alltours und Club Aldiana vereinbart hat, dass sie die tierquälerischen Orca- und Delfinshows auch im Loro Parque nicht mehr bewerben, scheint der Park auf journalistische Lobbyarbeit angewiesen zu sein.

Bei der Stadt Wetzlar versuchten die beiden Delfinschutz-Kritiker Philipp Kroiß und Rüdiger Hengl mit einer Eingabe einen WDSF-Infostand mit Flyerverteilung (vergeblich) zu verhindern. Das Ordnungsamt der Stadt schrieb daraufhin an den Oberbürgermeister: "Ich persönlich finde, dass man diesem selbsternannten „Experten für Tierschutz“, Herrn Kroiß, nicht so viel Beachtung schenken sollte." (Der Schriftverkehr liegt dem WDSF nach dem Umweltinformationsgesetz vor).

Ursprünglich hieß es im Eingangstext des Artikels über Philipp Kroiß: "Der Korschenbroicher engagiert sich als Chefredakteur der Online-Zeitung "Zoos Media". Sie betreibt Lobbyarbeit für Zoos." In einem veröffentlichten Leserbrief von zoos.media (Philip Kroiß) zu dem Beitrag im online-Bereich heißt es dann: "Allerdings inkludiert der Artikel die falsche Behauptung, dass zoos.media "Lobbyarbeit für Zoos betreibt". Diese Fehlinformation war nicht Bestandteil des Interviews, sondern ist eine dem nachträglichen Hinzufügung durch eine unbeteiligte Person geschulde, unwahrer Teilsatz. Aus diesen Gründen wäre es sinnvoll, diesen auch zu entfernen."  RP-online entfernte daraufhin diesen Zusatz nur im Eingangstext aber nicht im Artikel selbst. Das Medium beließ gleichwohl den Hinweis "Kroiß war Experte des Landtags NRW zur Delfinarienfrage" bestehen, der ganz offensichtlich auch Teil des Interviews mit ihm war, obwohl das WDSF die Redaktion umgehend nach der Veröffentlichung auf den Fehler aufmerksam gemacht hatte.

Das WDSF hat daher die Falschmeldung in dem Artikel von RP-online dem deutschen Presserat vorgelegt, da das Medium nicht bereit war, den Artikel zu korrigieren.

Weltweit größte WDSF/Fair-Play-Demo zum Schutz der Wale und Delfine in Berlin mit rund 2.000 Teilnehmern
(WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller mit Schauspieler und Walschützer Pierce Brosnan)

 

Boykottaufrufe gegenüber der Färöer-Band Tyr erfolgreich

Kreuzfahrtunternehmen boykottieren nach WDSF-Aufruf die Färöer-Inseln

ProWal und WDSF motivieren EU-Parlamentarier für die Schließung von Delfinarien

 

23.12.2015 - WDSF-Kritik an Delfinarium Duisburg - Sat1-TV-Beitrag

15.12.2015 - WDSF/ProWal: Boykott-Aufruf gegen ASPRO-Delfinarien in Spanien, Belgien und Holland (Facebook-VA)

27.10.2015 - Psychopharmaka bei Delfinen - Aufsichtsbehörden und Staatsanwaltschaft tatenlos (Yahoo)

Magazin Stern - Ausgabe 22.10.2015 "Doping im Zoo" auszugsweise nach der WDSF-Aufdeckung des Psychopharmakaskandals im Tiergarten Nürnberg/Zoo Duisburg:

"Besonders die Delfinhaltung wird von den Aktivisten kritisiert. Jürgen Ortmüller, Geschäftsführer beim Wal- und Delfinschutz-Forum, erstritt vor Gericht die Herausgabe interner Zoounterlagen. Er sagt:" Die Delfine sind für ein Leben in Gefangenschaft nicht geschaffen. Damit sie sich nicht gegenseitig verletzen, werden sie mit Psychopharmaka ruhiggestellt." (s. weiter Bericht 3. Spalte)

 

13.10.2015 - Mario Barth deckt im Nürnberger Tiergarten auf und fordert "Freiheit für Flipper" (Märk. Ztg.)


(zum RTL-TV-Bericht bitte Bild anklicken)

12.08.2015 - Whale and Dolphin Protection: Cruises hat stopped landings at the Faroe-Islands (Baltic Review)

11.08.2015 - TUI will nach WDSF-Intervention Kreuzfahrt -Stopps auf den Färöer -Inseln überprüfen (Osnabrücker Zeitung)

11.08.2015 - Umstrittener Walfang: Kreuzfahrtreedereien meiden Färöer-Inseln nach WDSF-Hinweisen (SPIEGEL ONLINE)

29.07.2015 - Shows in Duisburg: Streit um eins der letzten Delfinarien (WDSF-Gerichtsklage) - N24

26.06.2015 - Delfinzucht in der Kritik (Donaukurier)

25.06.2015 - Tiergarten Nürnberg: "Delfine ruhig gestellt?" - (ARD)

10.06.2015 - Blutiger Walfang auf den Färöer-Inseln - WDSF/ProWal setzen erfolgreich Pinger ein (natur)

28.04.2015 - Kinderhilfswerk steigt nach WDSF-Tierschutzkritik aus Delfintherapie aus (Unternehmen-Heute)

13.02.2015 - Staatsanwaltschaft bestraft norwegischen Walfleischverkäufer nach WDSF-Anzeige (Focus online)

22.01.2015 - ägyptischer Reiseveranstalter stoppt Delfinarienangebot nach WDSF-Tierschützerprotesten (Focus onl.)

 

Duisbuger Zoo-Direktor holt die Polizei wegen WDSF-Flyerverteiler

Seit Okt. 2010 hat die WDSF-Stamm-Crew mit Barbara, Harald, Antonietta und weiteren Helfern an den Wochenenden alleine vor dem Duisburger Zoo mehr als 170.000 WDSF-Flyer verteilt. Der Duisburger Zoo hat seit 2010 über 140.000 Besucher verloren. Ein großer Teil der Besucher konnte durch die Flyer-Verteilung über die katastrophalen Haltungsbedingungen der Delfine aufgeklärt werden und meidet inzwischen einen Delfinarienbesuch. Einen supergroßen Dank dafür und auch an die fleißigen Nürnberger Helfer, die Helfer im Ausland und die Einzelverteiler der Infoblätter über die grausamen Hintergründe in Delfinarien in ihrem Umfeld und an Schulen.

http://www.rp-online.de/nrw/staedte/duisburg/oscarpreistraeger-demonstriert-gegen-delfinhaltung-aid-1.2774464


Liebe Tierschutzfreunde,
das Projekt  „Dolphin Care - Rescue Center Red Sea“ ist eine Initiative, die im November 2014 von den Tierschutzorganisationen ProWal und WDSF ins Leben gerufen wurde. Das Projekt soll im Roten Meer in Ägypten eine von Experten betreute Anlage einrichten, um in Not geratenen und in Gefangenschaft befindlichen Delfinen helfen zu können. Die klimatischen Bedingungen sind dafür im Roten Meer optimal.

Schwerpunkte:

  • RETTUNG: von gestrandeten oder sich in Not befindlichen Delfinen
  • REHABILITATION: Aufnahme und Unterbringung von verletzten freilebenden Delfinen, die nach ihrer Behandlung wieder ins Rote Meer zurückgeführt werden
  • AUSWILDERUNG: Bei Eignung Auswilderung/Wiederansiedlung von ehemaligen Show-Delfinen
  • GNADENPLATZ: für Delfine, die nicht mehr ausgewildert werden können

Als erster Schritt stand im April 2015 ein Informationsbesuch im "Dolphin Reef" in Eilat in Israel an, weil dort Erfahrungswerte mit Delfin-Auswilderungen vorliegen (Bericht und Fotos: http://www.walschutzaktionen.de/2536301/2757011.html).
Inzwischen liegen uns Architekten-Baupläne und Unterlagen für ein solches Projekt durch die freundliche Unterstützung der Schweizer Organisation "firmm" vor.  Im Frühjahr 2017 sind Gespräche mit ägyptischen Entscheidungsträgern auf politischer Ebene vorgesehen.

Das Projekt Dolphins Care - Rescue Center wird fachkundig und fortlaufend von examinierten (Meeres-)Biologen mit dem Schwerpunkt marine Biodiversität und Naturschutz (Masterarbeiten an der Universität Hamburg) begleitet.

Jürgen Ortmüller
Geschäftsführer WDSF


Erfolgreiche Wiederansiedlungs- bzw Auswilderungsprojekte:

Weitere Infos unter ProWal

Nachdem der Zoo Duisburg durch das WDSF erfolgreich auf die Herausgabe von Daten der Delfinhaltung vom Verwaltungsgericht Düsseldorf verurteilt wurde, hat das WDSF gegen das erstinstanzliche Urteil Berufung eingelegt, weil der Zoo weiterhin nicht sämtliche Vorkommnisse im Delfinarium veröffentlicht. Bei dem Verhandlungstermin vor dem Oberverwaltungsgericht Münster im Dezember 2016 bekam das WDSF in beiden Instanzen recht.

 

Verwaltungsgericht Düsseldorf 26. Kammer (WDSF-Foto)Das Wal- und Delfinschutz-Forum wirft dem Zoo Duisburg bei der Haltung der Großen Tümmler Medikamentenmissbrauch und verschwiegene Vorkommnisse vor. Um dies zu beweisen, klagte das WDSF auf Einsicht in die Behandlungsdaten der Tiere. Der Zoo verweigerte das bislang. Im Oktober 2014 hat das Verwaltungsgericht Düsseldorf den Zoo verurteilt, weitere Daten zu veröffentlichen, wobei der Zoo die Vorkommnisse bisher jedoch nicht vollständig veröffentlicht hatte. Das WDSF hatte daher Berufung eingelegt, über die im Dezember 2016 vor dem Oberverwaltungsgericht Münster zugunsten des WDSF entschieden wurde.

Weiterlesen: Oberverwaltungsgericht bestätigt im Dezember 2016: Der Zoo Duisburg muss dem WDSF sämtliche Unterlagen zur Delfinhaltung zugänglich machen und verliert beide Instanzen durch OVG-Beschluss