Altfassung:

Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren als pdf-Datei

Neufassung (veröffentlicht Mai 2014):

Gutachten über Mindestanforderungen an die Haltung von Säugetieren (BMEL)

Herausgeber: Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Anm.: Auch das WDSF war vom zuständigen Bundesministerium gebeten worden, an einer überarbeitung des Säugetiergutachtens mitzuwirken. Wesentliche wissenschaftliche Beiträge von Tierschutzorganisationen und -verbänden wurden vom BMEL nicht übernommen - Ministerium stellt neues Säugetiergutachten vor - Massive Kritik von Tierschutz-Organisationen

Zoo Duisburg verurteilt - Angaben zur Delfinhaltung müssen herausgegeben werden - WDSF beantragt Berufung wegen zurückgehaltener Veröffentlichungen

WDSF-Foto (Timm Ortmüller Photography)

Die Klägerin (WDSF) klagt vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf gegen den Zoo Duisburg 

(WDSF - akt. Dez. 2014) Der Zoo Duisburg wurde erstinstanzlich am 17.10.2014 verurteilt, dem WDSF vollständige Einsicht zu gewähren in die verfügbaren Unterlagen betreffend die tiermedizinischen Tagesberichte einschließlich der Ergebnisse der Blutuntersuchungen, die Revierberichte mit Vorkommnissen, und die Akten der Futterberichte und zwar in elektronischer Form, hilfsweise, soweit die Informationen nicht in elektronischer Form zur Verfügung gestellt werden können, durch Akteneinsicht vor Ort.

Das Urteil des Verwaltungsgerichts vom 17.10.2014:

Die Beklagte (Anm.: Zoo Duisburg AG) wird verurteilt, der Klägerin (Anm.: WDSF) vollständige Informationen ‑ soweit diese vorliegen –

- für den Zeitraum ab 01.01.2000 bis 31.12.2007 betreffend die tiermedizinischen Tagesberichte einschließlich der Ergebnisse der Blutuntersuchungen, die Revierberichte mit Vorkommnissen und die Akten der Futterberichte betreffend alle heute noch im Delfinarium der Beklagten gehaltenen Delfine,

- ferner für die Zeit ab 01.01.2008 bis gegenwärtig die Ergebnisse der Blutuntersuchungen der heute noch im Delfinarium der Beklagten gehaltenen Delfine zu gewähren.

Erst unmittelbar vor der Hauptverhandlung kam der Zoo Duisburg am 29.09.2014 nach zwei Jahren Verfahrensdauer verfahrenstaktisch teilweise der Klageaufforderung durch das WDSF nach Transparenz nach, indem auf einer gesonderten Homepage des Zoos Daten teilweise veröffentlicht werden. Bereits dabei konnten Verabreichungen von Psychopharmaka, Antibiotika und anderer Medikamente festgestellt werden. Ebenso wird u.a. bei dem Delfin Ivo über Verletzungen, Entzündungen oder Bisswunden auch durch andere Delfine berichtet. In 2011 heisst es: "Hat vermutlich eine 4 cm lange Schraube verschluckt - ist dem Wissenschaftler der Uni St. Andrews beim Einbau der Hydrophone ins Wasser gefallen." (Anm.: Wissenschaftler von der Universität St. Andrews, die im Duisburger Delfinarium geforscht haben, waren auch Prof. Vincent M. Janik und Dr. Stephanie King). Am 16.01.2014: "(Ivo) wurde von Diego beim Fischklauen in den Gaumen gebissen. Etwa 3 cm lange Rissverletzung... ."

Aber auch die anderen Delfine weisen Verletzungen auf. Bei Pepina heißt es über die Jahre: "rechte Seite Flukenansatz Bissverletzung, ... wurde gestern von Ivo rostral in die linke Oberlippe gebissen ..., hat dunkle Flecken ventral der Fluke, an einem Flipper und auf dem Schnabel, Haut löst sich z.T. ..., Flecken auf der Haut bekommen einen weißen Rand."

Delfin Delphi: "...Wunden sind sehr gut verheilt... , ... hat im rostralen linken Oberkieferbereich eine etwa 5x10 cm große Schwellung.... auf der Innenseite zeigt sich, daß 3 Zähne massiv entzündet sind und eitern... .

Sämtliche durch den Zoo Duisburg veröffentlichen Angaben der tiermedizinischen Berichte in den Jahren ab 2008 erschienen lückenhaft und teilweise unlogisch, zumal vereinzelt jahrelang angeblich keine medizinische Behandlung stattgefunden hat. Wir werden diesen Angaben auf den Grund gehen und haben gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Berufung beantragt, weil dem Klageantrag nicht vollständig entsprochen wurde und keine vollständige Einsichtnahme bezüglich der verstorbenen Tiere gewährt wurde. Das Verwaltungsgericht war davon ausgegangen, dass die Angaben entsprechend der Aussage von Zoochef Achim Winkler bei der Gerichtsverhandkung vollständig dargestellt sind.

WDSF-Klage gegen Stadt Duisburg und Zoo Duisburg

November 2012 - (WDSF) - Entsprechend des Protokolls des Verwaltungsgerichts Düsseldorf aus Juli 2012 wegen der WDSF-Klage gegen die Stadt Duisburg bezüglich der Akteneinsicht in die Haltungsunterlagen der Delfine des Delfinariums ist der Zoo Duisburg direkt gesetzlich verpflichtet, die begehrten Auskünfte über die Delfinhaltung zu erteilen. Der Richter der 26. Kammer äußerte während der Verhandlung gegen die Stadt Duisburg (die ihrer Auskunftspflicht nachgekommen war), dass er bei einer erneuten Klage des WDSF direkt gegen die Zoo Duisburg AG im Sinne des WDSF entscheiden werde. Der vorsitzende Richter begründete den Anspruch auf Akteneinsicht im Zoo für das WDSF wie folgt: "Das Gericht weist darauf hin, dass es sich bei den von der Klägerin (Anm.: WDSF) begehrten Informationen um solche handelt, die dem Umweltinformationsgesetz unterfallen und dass nach § 1 Abs. 2 Nr. 2 i.V.m. Abs. 3 UIG NRW der Zoo als juristische Person des Privatrechts, die der Kontrolle der Stadt Duisburg unterliegt, selbst auskunftspflichtig ist."

Das WDSF hat im November 2012 Klage direkt gegen die Zoo Duisburg AG vor dem Verwaltungsgericht Düsseldorf eingelegt, weil sich der Zoo bisher geweigert hat, Einsicht in die Haltungsunterlagen der Delfine zu gewähren, obwohl gerade diese Akteneinsicht nach dem Umweltinformationsgesetz vorgesehen ist.  Der Zoo hat über seine Rechtsanwälte eine Abweisung der Klage beantragt, so dass es nun voraussichtlich Mitte 2013 zur Hauptverhandlung (WDSF ./. Zoo Duisburg AG) kommt.

Delfin im Duisburger Zoo - WDSF-Foto Erste Instanz mit Urteil vom 09.01.2013 vor dem Landgericht Köln (Az.: 28 O 236/12):

Gericht weist Mitarbeiter-Klage des Duisburger Zoos gegen WDSF-Tierschutz-Organisation ab (Pressemeldung). Der Delfin-Dompteuer hatte gegen das abweisende Urteil des Landgericht Köln (Az 28 O 236/12) ohne Erfolg Berufung eingelegt.

Berufungsbeschluss des Oberlandesgericht Köln:

22.04.2013 - Mit Beschluss des Oberlandesgericht Köln (Az.: 15 U 25/13) weist das Gericht darauf hin, dass es beabsichtigt, die Berufung des Klägers Roland Edler (Zoo Duisburg) gegen das Urteil des Landerichts Köln (Edler ./. WDSF) zurückzuweisen:

"Die Berufung des Klägers hat offensichtlich keine Aussicht auf Erfolg. ... Das Landgericht hat die Klage zu Recht abgewiesen. Der Kläger hat gegen die Beklagte (Anm.: Wal- und Delfinschutz-Forum WDSF) keinen Unterlassungsanspruch wegen der Veröffentlichung ihn zeigender Fotos und/oder seine namentliche Erwähnung auf der Homepage der Beklagten." Weiter heißt es in dem OLG-Beschluss, dass eine Veröffentlichung der vier in Rede stehenden Fotos, die den Kläger bei seiner Arbeit als Delfintrainer im Duisburger Zoo zeigen, auf der von der Beklagten betriebenen Internetseite www.wdsf.eu zulässig ist, da die Frage, ob und ggf. unter welchen Bedingungen u.a. Delfine in Zoos gehalten werden sollte, von erheblichem öffentlichen Interesse ist.

Das OLG weiter: "Die Fotos, deren Veröffentlichung der Kläger verbieten lassen will, sind geeignet, einen Beitrag zu dieser Diskussion zu leisten, weil sie Situationen zeigen, die aus Sicht der Beklagten als Beleg für Gefahren dienen, die von einer Delfinhaltung in Zoos für diese Tiere ausgehen, nämlich das Verlernen artgerechten Verhaltens duch mit Futter belohnte "Kunststücke" sowie Infektions- und Gesundheitsgefahren durch Streicheleinheiten und "Fremdkörper im Delfinarium."

Das OLG weist auch darauf hin, dass die Veröffentlichung von Fotos des WDSF aus dem Delfinarium keinen Verstoß gegen die Parkordnung der Duisburger Zoos darstellt, aufgrund der Verfolgung kommerzieller Interesssen keine Fotos ohne Zoo-Genehmigung zu veröffentlichen, weil ein Informationsinteresse der öffentlichkeit gegenüber den Interessen des Klägers überwiegt.

Beschluss des Oberlandesgericht Köln vom 17.05.2013 (15 U 25/13):

"Der Kläger (Anm.: Roland Edler, c/o Zoo Duisburg AG) ist des eingelegten Rechtsmittels der Berufung verlustig und hat die Kosten des Beruffungsverfahrens zu tragen, nachdem er seine Berufung gegen das am 09.01.2013 verkündete Urteil des Landgerichts Köln (28 O 236/12) zurückgenommen hat. ... Der Streitwert des Berufungsverfahrens wird auf 15.000,00 € festgesetzt."

Hier die streitbefangenen Fotos des WDSF:

Delfintrainer Roland Edler - WDSF-Foto 

Nur durch Füttern vollführen Delfine "Kunststücke"
(Delfin-Dompteur Roland Edler - Zoo Duisburg)

WDSF-Foto

Gefährliche Streicheleinheiten wegen
Infektionsgefahr für die Delfine   

WDSF-Foto

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller (lks.) macht Delfintrainer Roland Edler (Zoo Duisburg) auf die Gefahr eines herabschwebenden Zoo-Luftballons in das Delfinbecken aufmerksam - WDSF-Foto                     - WDSF-Foto
Die Delfine können beim Herabsinken des Zoo-eigenen
Luftballons in das Becken durch Aufnahme des nichtverdaulichen
Gummis tödliche innere Verletzungen erleiden.
WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller macht Delfintrainer
Roland Edler auf die Gefahr aufmerksam. Der Zoo-Mitarbeiter
versprach Ortmüller, den Ballon mit einer Hebebühne umgehend
zu entfernen.

WDSF-Foto

Delfintrainer Roland Edler im Gespräch mit dem
WDSF-Chef Jürgen Ortmüller

The United Nations Conference on Sustainable Development, Rio+20, is an intergovernmental process driven by Member states of the United Nations with full involvement of the UN system and Major groups. Several preparatory Member States led meetings are taking place in the run-up to the Conference, in order to discuss the objective and themes of the Conference. The Conference will be convened at the highest possible level, including Heads of State of Governments and other representatives, and will result in a focused political document. The effectiveness of Member States engagement in Rio+20 will depend on the quality of national and regional preparations that will feed into the global process. - See more at: http://www.uncsd2012.org/memberstates.html#sthash.EhiZh4XM.dpuf

The United Nations Conference on Sustainable Development, Rio+20, is an intergovernmental process driven by Member states of the United Nations with full involvement of the UN system and Major groups. Several preparatory Member States led meetings are taking place in the run-up to the Conference, in order to discuss the objective and themes of the Conference.

The Conference will be convened at the highest possible level, including Heads of State of Governments and other representatives, and will result in a focused political document.

The effectiveness of Member States engagement in Rio+20 will depend on the quality of national and regional preparations that will feed into the global process.
In 1982, at the 48th plenary of the General Assembly in 1982, the WCS initiative culminated with the approval of the World Charter for Nature. The Charter stated that "mankind is a part of nature and life depends on the uninterrupted functioning of natural systems".

Die World Charter for Nature (s.a. Lexikon der Nachhaltigkeit - Deutsch) ermächtigt auch jede Einzelperson oder Organisationen (z.B. Sea Shepherd , Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) ) einzuschreiten, falls gegen Inhalte der Charta verstoßen wird.

World Charter for Nature: Ausführungen (Auszug)

21. Staaten und, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, andere Behörden, internationale Organisationen, Individuen, Gruppen und Konzerne verpflichten sich dazu

(a) im Sinne der Bewahrung der Natur kooperativ durch gemeinsame Aktivitäten und andere relevante Aktionen, einschließlich des regelmäßigen Informationsaustauschs und des Erfahrungsaustauschs auf Konferenzen zu handeln

(b) Normen für Produktherstellungsverfahren und andere Herstellungsprozesse aufzusetzen, die sich nachteilig auf die Umwelt auswirken könnten, sowie einheitliche Methoden zur Evaluierung dieser Auswirkungen zu entwickeln

(c) die geltenden internationalen gesetzlichen Bestimmungen zur Bewahrung der Natur und zum Schutze der Umwelt anzuwenden

(d) Sicherzustellen, dass innerhalb ihrer Jurisdiktion oder Kontrolle keine Schäden an den natürlichen Systemen innerhalb ihrer Staaten oder in Gebieten jenseits der Grenzen nationaler Jurisdiktion verübt werden

(e) für den Schutz und die Bewahrung der Natur auch in Gebieten jenseits der eigenen nationalen Zuständigkeit zu sorgen

22. Unter Berücksichtigung der Souveränität der Staaten über ihre eigenen nationalen Ressourcen ist jeder Staat dazu verpflichtet, den gesetzlichen Bestimmungen der vorliegenden Charta durch die jeweils zuständigen Organe und in Zusammenarbeit mit anderen Staaten Rechtsgültigkeit zu verleihen.

23. Jeder Einzelne hat, im Einklang mit der nationalen Gesetzgebung, die Möglichkeit, bei Entscheidungen, die seine Umwelt direkt betreffen, individuell oder gemeinsam mit anderen, mitzubestimmen. Es besteht darüber hinaus ein Anspruch auf Schadenswiedergutmachung, sollte der Umwelt erheblicher Schaden oder anderweitige Beeinträchtigung widerfahren sein.

24. Jedem Einzelnen obliegt die Pflicht, entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen der Charta zu agieren - individuell, im Zusammenschluss mit anderen oder durch Teilnahme an politischen Aktivitäten ist jedermann dazu verpflichtet, sicherzustellen, dass die Ziele und Anforderungen der Charta umgesetzt werden.


* Importverbot für Cetacea (Walartige und Delfine) lt. Anhang A

Verordnung EG 338/97

Artikel 8

Bestimmungen betreffend die Kontrolle des Handels

(1) Kauf, Angebot zum Kauf, Erwerb zu kommerziellen Zwecken, Zurschaustellung und Verwendung zu kommerziellen Zwecken sowie Verkauf, Vorrätighalten, Anbieten oder Befördern zu Verkaufszwecken von Exemplaren der Arten des Anhangs A sind verboten. (2) Die Mitgliedstaaten können den Besitz von Exemplaren, insbesondere von lebenden Tieren von Arten, die in Anhang A aufgeführt sind, verbieten.

(3) Im Einklang mit den sonstigen gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften zur Erhaltung wildlebender Tier- und Pflanzenarten ist eine Ausnahme von den Verboten des Absatzes 1 möglich, sofern die Vollzugsbehörde des Mitgliedstaats, in dem die Exemplare untergebracht sind, von Fall zu Fall eine diesbezügliche Bescheinigung ausstellt, wenn die Exemplare

a) in der Gemeinschaft erworben oder in diese eingeführt wurden, bevor die Vorschriften für die Arten des Anhangs I des Übereinkommens oder des Anhangs C 1 der Verordnung (EWG) Nr. 3626/82 oder des Anhangs A dieser Verordnung für die betreffenden Exemplare Geltung erlangten, oder

b) zu Gegenständen verarbeitet sind, die vor mehr als 50 Jahren erworben wurden, oder

c) gemäß dieser Verordnung in die Gemeinschaft eingeführt wurden und für Zwecke verwendet werden, die dem Überleben der betreffenden Art nicht abträglich sind, oder d) in Gefangenschaft geborene und gezüchtete Exemplare einer Tierart oder künstlich vermehrte Exemplare einer Pflanzenart oder Teile oder Erzeugnisse aus solchen sind oder

e) unter außergewöhnlichen Umständen für den Fortschritt der Wissen- schaft oder grundlegende biomedizinische Zwecke gemäß der Richt- linie 86/609/EWG des Rates vom 24. November 1986 zur Annäherung der Rechts- und Verwaltungsvorschriften der Mitgliedstaaten zum Schutz der für Versuche und andere wissenschaftliche Zwecke verwendeten Tiere(1) verwendet werden, falls ausschließlich diese Art für diesen Zweck geeignet ist und keine in Gefangenschaft geborenen und gezüchtete Exemplare dieser Art zur Verfügung stehen, oder

f) zu Zucht- und Fortpflanzungszwecken verwendet werden, die zur Erhaltung der betreffenden Art beitragen, oder

g) Forschungs- oder Bildungszwecken dienen, die den Schutz oder die Erhaltung der Art zum Ziele haben, oder

h) aus einem Mitgliedstaat stammen und nach den Rechtsvorschriften dieses Mitgliedstaats ihrem natürlichen Lebensraum entnommen wurden. (1) ABl. Nr. L 358 vom 18. 12. 1986, S. 1. 1997R0338 — DE — 29.04.1999 — 004.001 — 13 !B

(4) Die Kommission kann nach dem Verfahren des Artikels 18 allgemeine Ausnahmen von den Verboten des Absatzes 1 auf der Grundlage der Bedingungen des Absatzes 3 sowie allgemeine Ausnahmen für die Arten des Anhangs A gemäß Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe b) Ziffer ii) festlegen. Diese Ausnahmen müssen mit den sonstigen gemeinschaftlichen Rechtsvorschriften zur Erhaltung wildlebender Tier- und Pflanzenarten in Einklang stehen.

(5) Die in Absatz 1 genannten Verbote gelten auch für Exemplare der Arten des Anhangs B, es sei denn, der zuständigen Behörde des betreffenden Mitgliedstaats kann nachgewiesen werden, daß diese Exemplare gemäß den Rechtsvorschriften über die Erhaltung der wildlebenden Tier- und Pflanzen- arten erworben und — falls sie von außerhalb der Gemeinschaft stammen — in diese eingeführt wurden.

(6) Die zuständigen Behörden der Mitgliedstaaten können Exemplare der in den Anhängen B bis D aufgeführten Arten, die nach Maßgabe dieser Verordnung eingezogen wurden, nach freiem Ermessen verkaufen, sofern sie nicht direkt an die natürliche oder juristische Person zurückgegeben werden, bei der sie eingezogen wurden oder die an dem Verstoß beteiligt war. Solche Exemplare können anschließend zu allen Zwecken als rechtmäßig erworben behandelt werden.