Giftiges Lachsfleisch* von den Färöer-Inseln bei Lidl?

Lidl Lachs - WDSF-Foto



Lidl Lachs Herkunft: Färöer Aquakultur Haraldsund - WDSF-Foto(WDSF - 2015) Ein Fischer von den Färöer-Inseln  hat uns in einem persönlichen Gespräch berichtet, dass die mit Umweltgiften kontaminierten Innereien von getöteten Grundwalen nur etwa 200 Meter vor den Küsten in Fjordbereichen in rund 40 Meter Tiefe auch in unmittelbarer Nähe von Aquakulturen mit Lachsbeständen entsorgt würden. Es dauere ungefähr ein bis zwei Jahre bis sich alle Innereien zersetzen und Fleischrückstände der abgeschlachteten Grindwale im Wasser von den Knochen gelöst hätten. Die Zuchtlachse können durch die Nahrungsaufnahme der verseuchten Rückstände ebenfalls mit Giften belastet werden. Die Netzbereiche der Lachskulturen haben jeweils eine Tiefe von 25 bis 30 Metern. In einem einzigen Aquakultur-Rundbecken werden meist mehr als  70.000 Lachse gehalten. In einem LIDL-Werbefilm wird eine Lachszucht im Walfangort Hvannasund beschrieben (http://www.youtube.com/watch?v=Mv3viyHFLbk). Ausdrücklich wird dort erläutert, dass das Wasser im Fjordbereich der Aquakulturen in ständiger Bewegung ist. Die Lachse würden dort 16 bis 18 Monate bis zur Schlachtung gehalten.

Da, wie uns die Lebensmittelkette Lidl auf ihrer Facebook-Seite geantwortet hat, externe Links auf der Lidl-Facebook-Seite nicht erlaubt sind, hier ein Auszug aus einem Hinweis einer wissenschaftlichen Studie der US Indiana Universität, der im Internet verfügbar ist und aus dem sich ergibt, dass der Lachs von den Färöer-Inseln aus Aquakulturen, den Lidl auch in Deutschland vertreibt, aufgrund von Kontaminationen äußerst gesundheitsbedenklich ist. Der einzige Grund, dass das Lachsfleisch in der EU verkauft werden darf, sind die erst kürzlich nach oben angepassten Grenzwerte der EU. Das ändert nichts an der Tatsache, dass das Lachsfleisch bei Lidl von den Färöer-Inseln giftig ist:

"The researchers also found that toxin levels in European farm-raised salmon were significantly higher than in North American or South American farm-raised salmon. Levels of PCBs, dioxins, toxaphene and dieldrin were highest in farmed salmon from Scotland and the Faroe Islands (Denmark) and lowest in farmed salmon from Chile and Washington state, though Hites pointed out that even these comparatively uncontaminated South American salmon had high levels of other toxins."

Der anhaltende Lild-Verkauf von Lachsfleisch aus Aquakulturen von den Färöer-Inseln wird damit zum gesundheitgefährdenden Lidl-Drama! In weiteren (englischsprachigen) Veröffentlichungen wird hingewiesen, dass der Lachsfleischverzehr aus Importen mit kontaminiertem Lachs (also auch Färöer) sich auf drei mal im Jahr (!) beschränken sollte.

 Der englische Guardian schrieb am 08.01.2014:
"Avoid farmed salmon from Scotland and the Faroe Islands, and buy wild salmon if possible. For fish from these areas, the monthly limit was a mere quarter of a serving, equating to three servings a year. Wild salmon can be consumed at levels as high as eight meals per month, according to the study."

Wir fordern Lidl auf, den Verkauf von kontaminiertem Lachs aus Aquakulturen sofort zu beenden!

Lidl Lachs - WDSF-Foto

Lidl-Propagandafilm zu der künstlichen Lachszucht in Aquakulturen auf den Färöer-Inseln
Lidl-Facebook: https://www.facebook.com/Lidl?fref=ts

E-Mail-Kontakt zu LIDL: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Medienveröffenntlichungen zu giftigem Lachs*

31.05.2015 - Ein giftiger Verdacht - Wie ein Pestizid (Ethoxyquin) in unser Essen kommt (ZDF)

01.05.2015 - Fische aus Zuchtanlagen stark mit Medikamenten belastet (Spiegel online)

06.03.2015 - Mercury Levels Continue to Rise in the North Pacific (one green planet)

31.12.2014 - Geldur alilaksur og antibiotikamótstøðuføri - Zuchtfisch gegen Antibiotika resistent (portal.fo)

29.11.2014 - Lachs, das giftigste Lebensmittel der Welt (nachrichten.at)

18.11.2014 - Smoked Salmon Recalled Over Listeria Fears (Food Poison Journal)

07.11.2014 - Ungesunder Fisch aus Aquakulturen mit Antibiotika verseucht (Zentrum der Gesundheit)

29.10.2014 - Fische - belastet und giftig (ZdG)

05.08.2014 - Lachs in Massentierhaltung (ZDF Frotal21) s.a. Phoenix: Lachsfieber

28.01.2014 - Giftiger Lachs (WDR-TV)

22.01.2014 - Pestizide im Lachs: EU handelt nicht (WDR)

09.01.2014 - Gesundheitsrisiko Zuchtlachs (Stern)

09.01.2014 - Q&A: Salmon (The Guardian)

07.08.2013 - EU erlaubt mehr Gift im Fischfutter (Osnabrücker Zeitung)

12.12.2012 - Konzentration von Giftstoffen in den Grenzwerten (3sat nano)

10.07.2012 - Dietary recommendations regarding pilot whale meat and blubber in the Faroe Islands (PMC)

28.11.2010 - Von Chopsuey zu Parkinson (Welt am Sonntag)

06.08.2008 - Umweltgifte in Walfleisch verdoppeln Parkinson-Risiko (vienna.at)

Vergiftung durch Verzehr von Walfleisch (Frontline World Film)

Risikobewertung von Quecksilber in Fisch (EFSA)

Grenzwerte und Richwerte Quecksilber (Allum)

Common questions about contaminants in seafood (EDF)

Consumer Guide to Mercury in Fish (NRDC)

Methylquecksilber auf dem Teller - Zeugungsfähigkeit etc (DNR-Themenheft)

Faroe Islands exported 25 Mill. pounds of farmed salmon to USA


Salmon from Faroe Islands - Statistik
"The highest concentrations were found in fish from Scotland and the Faroe Islands"
(They examined 700 fish, some bought in London supermarkets and some direct from Scottish farms. The highest concentrations were found in fish from Scotland and the Faroe Islands.)

Farmed salmon more toxic than wild salmon, study finds
(The researchers also found that toxin levels in European farm-raised salmon were significantly higher than in North American or South American farm-raised salmon. Levels of PCBs, dioxins, toxaphene and dieldrin were highest in farmed salmon from Scotland and the Faroe Islands (Denmark) and lowest in farmed salmon from Chile and Washington state, though Hites pointed out that even these comparatively uncontaminated South American salmon had high levels of other toxins.)

08.01.2014 - The Guardian
(Avoid farmed salmon from Scotland and the Faroe Islands, and buy wild salmon if possible. For fish from these areas, the monthly limit was a mere quarter of a serving, equating to three servings a year. Wild salmon can be consumed at levels as high as eight meals per month, according to the study.)


Links zu den wissenschaftlichen Zitaten:
http://newsinfo.iu.edu/news-archive/1225.html
http://www.theguardian.com/environment/2004/jan/09/fishing.theissuesexplained
http://www.dailymail.co.uk/health/article-205547/Salmon-health-alert.htm

Nach WDSF-Protesten stoppt EDEKA den Verkauf von Gelbflossenthunfisch

Aktuell

19.11.2013 - Edeka rettet die Wale nicht (ak-due-ll)

13.11.2013 - Edeka verweigert Hilfe: Bereits 100 tote Wale in diesem Sommer (DWN)


WDSF erreicht Edeka-Verzicht beim Vertrieb von Gelbflossen-Thunfisch

(WDSF - Jan. 2013) Mit Schreiben vom 16.01.2013 bestätigt uns die Edeka-Zentrale in Hamburg durch den Leiter der Unternehmenskommunikation, dass das Unternehmen den Gelbflossen-Thunfisch weiterhin nicht mehr bezieht. "Das Produkt läuft definitiv aus", heißt es in dem Schreiben an das WDSF. "Aufgrund der Haltbarkeit von Konserven und zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung können in einigen Märkten unserer selbstständigen Kaufleute noch Restbestände vorhanden sein. ... Eine Auslobung des Produkts erfolgt aber nicht mehr", so die Konzernzentrale.

Video - Pressekonferenz mit Oscar- u. Bambipreisträger Ric O'Barry: "EDEKA kills Dolphins"

WDSF-Pressemitteilung vom 23. April 2012

Ric O'Barry gegen EDEKA Thunfisch - Photo: Timm Ortmüller Photography/WDSF

EDEKA stoppt Thunfisch-Bezug nach Tierschützer-Protesten

(WDSF - akt. 23.04.2012) Die Tierschutz-Organisationen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und SAVE Wildlife Conservation Fund hatten zusammen mit dem Oscar- und Bambi-Preisträger Richard O’Barry die Lebensmittelkette EDEKA auf einer Pressekonferenz wegen tödlicher Delfinbeifänge beim Thunfischfang scharf angegriffen. EDEKA teilte dem WDSF nun mit, dass sie auf die Vermarktung des kritisierten Produkts zukünftig verzichten will und jetzt nach Alternativen sucht.

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller hatte die EDEKA-Zentrale damit konfrontiert, dass ab Mai 2012 Protestaktionen vor der Hauptzentrale in Hamburg im Beisein des Hollywoodstars Ric O’Barry zusammen mit SAVE stattfinden würden. O’Barry war früher der Flipper-Trainer der gleichnamigen Fernsehserie und konvertierte nach Flippers Tod zum weltbekanntesten Delfinschützer. Nach offiziellen Angaben des internationalen Delfinschutz-Programms AIDCP starben im Jahr 2009 alleine 1.239 Delfine, unzählige Haie, Meeresschildkröte, Jungthunfische und andere Meeresbewohner durch den Thunfisch-Beifang. Das Fangschiff „Marta Lucia“ der Firma Seatech, dem Kooperationspartner von EDEKA seit 2010, stand nach Angaben des Bayerischen Fernsehens im Jahr 2010 auf der schwarzen Liste der Thunfisch-Fänger wegen illegalem Fischfang.

In einem Antwortschreiben an das WDSF teilt EDEKA-Sprecher Rolf Lange nun mit, dass aufgrund der Nachhaltigkeitsvorsorge zukünftig auf den Bezug des gefährdeten Gelbflossen-Thunfischs verzichtet werde, der für die Dosen-Thunfischfilets von EDEKA bisher verwendet wurde. Die Tierschützer kritisieren, dass EDEKA auch zukünftig Delfinbeifänge bei Alternativprodukten der Thunfischsorten in Kauf nehmen würde und die Thunfischdosen bisher mit irreführenden Hinweisen versehen hätte. So heißt es auf dem Dosenprodukt: „Weniger Beifang durch selektive Fangmethoden, umweltfreundlich, bestandserhaltend“.

Ortmüller: „Es ist zwar ein richtiger Schritt in die richtige Richtung, eine der Thunfischsorten aus dem Verkauf zu nehmen. EDEKA nimmt aber auch zukünftig die tödlichen Beifänge in Kauf und verdummt die Käufer, die denken sollen, alles sei in Ordnung. Auch im Hinblick auf eine mögliche Quecksilber-Belastung sollten EDEKA und andere Lebensmittelketten am besten alle Thunfisch-Produkte aus dem Programmen nehmen. Das wäre vorbildlich.“--

Anlagen:

- WDSF-Schreiben vom 11. April 2012 an die EDEKA Zentrale in Hamburg

- Antwortschreiben der EDEKA-Zentrale vom 17. April 2012 an das WDSF
(s. insbesondere letzter Absatz des EDEKA-Schreibens)

English:

EDEKA stops the sale of tuna by animal rights protests

(WDSF - April, 23, 2012) Animal welfare organizations Whale and Dolphin Protection Forum (WDSF) and SAVE Wildlife Conservation Fund together with the Oscar-and Bambi Award winner Richard O'Barry criticized the food chain EDEKA at a press conference because of deadly dolphin by catch when fishing tuna. EDEKA has now announced to the WDSF that they want to give up the marketing of that criticized product of yellow-fin tuna in the future and that they now are looking for alternatives.

WDSF-CEO Juergen Ortmueller had informed the EDEKA headquarter that there would be protests from May 2012 at the headquarters in Hamburg, with the presence of Hollywood star Ric O'Barry. O'Barry was formerly the trainer of Flipper from the Flipper television series and converted to the world's most famous dolphin protectors after the death of one of the Dolphins used in the show. According to official figures of the international dolphin conservation program AIDCP in 2009 alone, 1239 dolphins was killed, countless sharks, sea turtles, young tuna and other marine life by the tuna catch. The fishing vessel "Marta Lucia" by Seatech, an official partner of EDEKA has since 2010, according to the Bavarian television in 2010 been on the black list of vessels for illegal tuna fishing.
In a response letter to the WDSF EDEKA spokesman Rolf Lange notified, that it would now be avoided in the future due to the sustainability provisions on the respect of the endangered yellow-fin tuna, which was used by EDEKA for canned tuna fillets. The animal rights activists criticized EDEKA of misleading customers about the Dolphin by-catch by writing on the product "less by catch by selective fishing methods, environmentally friendly and conservation methods".
Ortmueller: "It is indeed a good step in the right direction, one of the tuna species from the sale increase. But EDEKA will continue to purchase the incidental mortality and stupid the buyers who will think that everything is in order. Also with regard to a possible mercury exposure the best thing would be if EDEKA and other grocery chains would remove all tuna products from the programs. That  would be exemplary. "

Answer of EDEKA, April, 17, 2012 (engl. translation by WDSF)

WDSF-Forderung:

04.04.2012 - Report about demonstration against dolphinarium and EDEKA (Ric O'Barry's Dolphin Project/EII)
30.03.2012 - "Flipper"-Trainer fordert Boykott von Delfin-Show und gegen EDEKA wegen Delfinmord (Welt-online)

WDSF-Ergebnis:

23.04.2012 - EDEKA: Gelbflossenthunfisch aus dem Verkauf genommen (Lebensmittel Praxis)
23.04.2012 - Nach Protesten: EDEKA stoppt Thunfisch-Vermarktung (Hamburger Abendblatt)

Pressekonferenz am 30.03.2012 in Düsseldorf/Duisburg über die Beteiligung von EDEKA am Delfinmord
lks. Richard O'Barry (Earth Island Institute/WDSF) und Jürgen Ortmüller (WDSF)

Video über den tödlichen Delfinbeifang des kolumbianischen Thunfisch-Fangs der Firma Seatech, mit der EDEKA kooperiert:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=nF8_u_abWsA#!

01.03.2013 - Schutz für Delfine: Migros bietet als Erste weltweit Thunfisch an, der wieder mit der Angelrute gefangen wird (Happy Times)

03.06.2012 - Blauflossenthunfisch ist vom Aussterben bedroht (Focus online)

06.12.2011 - Großer Schwund bei Thunfisch- und Makrelenbeständen (Hamburger Abendblatt)

20.05.2012 - Thunfischfang - Jäger des verlorenen Fisches (Spiegel online)