WDSF gegen Gefangenhaltung von Haien

(WDSF - akt. Jan. 2017) Das WDSF wird als Tierschutzorganisation die Entwicklung des Bauvorhabens "Shark City"-Aquariums in Sinsheim mit dem beabsichtigten Besatz von Haien durch gesetzeskonforme Akteneinsichten nach dem Umweltinformationsgesetz überprüfen und sich intensiv gegen das Projekt einsetzen. Geplant sind durch das WDSF bei Zustandekommen von "Shark City" mit der Bestückung von Haien deutschlandweite Boykottaufrufe gegenüber der Stadt Sinsheim.

Geschützter Schwarzspitzen Riffhai vormals im Biohotel-Stanglwirt (ProWal/WDSF-Privatfotos)

In diesem Zusammenhang hatte das WDSF bei der Stadt Sinsheim am 24.02.2016 einen Antrag auf vollständige Akteneinsicht und am 08.11.2016 einen weiteren Antrag auf Anschlussakteneinsicht gestellt. Am 15.12.2016 wurde vor Ort bei der Stadt eine weitere Akteneinsicht dokumentiert. Sollte die Stadt Sinsheim das Bauvorhaben genehmigen, werden wir alles im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten unternehmen, dass dort keine Haie oder andere geschützte Tierarten in Gefangenschaft gehalten werden. Bei einer wissenschaftlichen Studie wurde festgestellt, dass sich Haie viel sozialer als bisher vermutet verhalten, wie Danielle Haulsee von der University of Delaware jetzt nachweisen konnte (Link). Die Betreiberin des Projekts "Shark City", THE SEVEN SEAS AQUARIUM Betriebs GmbH mit den Geschäftsführern Thomas Walter und Thiemo Walt, preisen auf einer eigenen Homepage ihr Vorhaben an.

 

Planungsunterlagen fehlen - Projekt noch nicht genehmigungsfähig

Am 24.11.2016 schrieb die Stadtverwaltung an die Betreibergesellschaft "The Seven Seas Aquarium", dass für die Baugenehmigung noch die "Anpassung der Unterlagen hinsichtlich der Prozessbeschreibung des geplanten abwasserrelevanten  Betriebes" und eine detaillierte Planung "hinsichtlich der Versickerung der anfallenden Niederschlagswasser" ebenso wie die "wasserrechtliche Genehmigung" fehle. Das Brandschutzkonzept würde sich in Bearbeitung befinden. Weiter heißt es, dass die "Baurechtsbehörde jedoch erst eine Genehmigung erteilen kann (selbst wenn die vorstehenden Punkte geklärt wären), wenn der Bebauungsplan "Neuland" einen Stand entsprechend § 33 BauGB erreicht hat". Dies sei derzeit noch nicht gegeben. In einem Kurzinterview mit Sinsheim TV anlässlich einer Veranstaltung von Bündnis90/Die Grünen gegen das Projekt "Shark City" in der Sinsheimer Gemeindehallte spricht Oberbürgermeister Jörg Albrecht davon, dass derzeit zum Genehmigungsverfahren eine Rechtsprüfung vorzunehmen sei und dass der Gemeinederat die Entscheidung treffen wird, ob das Projekt genehmigungsfähig wird.

Salzwassereinleitung unzulässig

Zuvor hatte die Stadtverwaltung Sinsheim darauf hingewiesen, dass sie für die tier- und artenschutzrechtlichen Aspekte nicht zuständig sei, sondern im Verfahren das Veterinäramt des Rhein-Neckar-Kreises beteiligt sei. Das Wasserrechtsamt des Rhein-Neckar-Kreis in Heidelberg schrieb am 01.06.2016 an die Stadtverwaltung Sindsheim, dass "die eingereichten Antragsunterlagen teils widersprüchlich und unvollständig sind". Dies teilte die Stadtverwaltung am 07.07.2016 der Betreibergesellschaft mit. Demnach sei der Vorschlag des Betreibers, das Salzwassereinleitungsverbot in das öffentliche Kanalsystem dadurch aufzuheben, indem das Salzwasser mit Regen- und Trinkwasser verdünnt werden solle, nicht zulässig ist, weil die Salzfracht unverändert bleibt. Gleichzeitig schlägt das Wasserrechtsamt jedoch eine gedrosselte Einleitung des unverdünnten Salzwassers in den städtischen Kanal vor. Dies erscheint jedoch unlogisch, weil auch dann die Salzfracht unverändert bleibt.

Probleme sieht das Wasserrechtsamt auch bei der Ableitung des Niederschlagswassers, die ebenfalls widersprüchlich dargelegt sei, weil einerseits von einer Versickerung auf dem Grundstück gesprochen würde und andererseits im Entwässerungsplan zwei Ableitungen in den Ilvesbach eingezeichnet sind, der allerdings bereits hydraulisch überlastet ist, so das Wasserechtsamt.

In einer Stellungnahme des Betreibers heißt es, dass für die verschiedenen Aquarien rund 10.000 Kubikmeter (10 Mill.) salzhaltigen Wassers erforderlich sind, wobei die Stadt Sinsheim entsprechend der Abwassernutzung darauf hingewiesen habe, dass eine Einleitung von Salzen untersagt sei. Man solle eine Sondergenehmigung erteilen, heißt es gegenüber der Stadt.

Parkplatzproblem von Polizei und Stadt nicht erkannt?

Das zuständige Polizeipräsidium Mannheim hatte der Stadt Sinsheim am 20.06.2016 mitgeteilt, dass aus dem Übersichtsplan hervorgehen würde, dass die Anlage von insgesamt 210 Parkplätzen geplant sei und schreibt: "Nach grober Berechnung gemäß Stellplatzverordnung dürfte die Zahl der Stellplätze inklusive Busparkplätze ausreichend bemessen sei." Die Stadt Sinsheim hat sich diesen Ausführungen in einem hausinternen Schreiben vom 06.07.2016 "vollumfänglich" angeschlossen. Im eingereichten Brandschutzkonzept des Betreibers mit Stand vom 10.03.2016 heißt es jedoch, dass maximal von einer gleichzeitigen Anzahl von Besuchern des Objekts mit 2.296 Besuchern ausgegangen werden könne. In diesem Zusammenhang erscheint offensichtlich, dass solch eine hohe Anzahl von gleichzeitigen Besuchern kaum mit 210 Parkplätzen auskommen kann, selbst wenn ein Teil der Besucher mit dem Bus anreist. Der Projektbetreiber spricht von 500.000 erwarteten Besuchern im Jahr. Wenn gleichzeitig in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim der Erstliga-Fussballverein TSG Hoffenheim ein Heimspiel mit rund 30.000 Zuschauern austrägt, könnte eine Verkehrschaos vorprogrammiert sein.

- WDSF- und ProWal- Tierschützer protestieren erfolgreich - Hai-Aquarium im Hotel Stanglwirt wurde geschlossen
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Geplantes Hai-Aquarium in Neuwied (Deutschland) wird nach WDSF/ProWal-Protesten nicht realisiert!

 

Demo gegen Hai-Aquarium am 22.04.2017

Link zur Demo-Veranstaltung: https://www.facebook.com/events/367456310295433
Link zur Facebook-Gruppe: https://www.facebook.com/groups/1509964849325875

 

Sinsheim (Rhein-Neckar-Zeitung RNZ) 16.02.2017:

 

WDSF-Anmerkung zum Zeitungsbericht der RNZ vom 16.02.2017:

Hai-Aquarium in Sinsheim ("Shark-City") weiterhin in der Planung

Der Betreiber des Aquariums braucht nur noch den entsprechenden Antrag stellen, dass ein Sondergebiet für die Nutzung ausgewiesen wird. Darüber entscheidet dann auch der Gemeinderat. Entsprechend unserer Akteneinsicht hat die Baurechtsabteilung am 24.11.2016 den Betreiber auf den § 33 BauGB (s. Link) aufmerksam gemacht, dessen Erfüllung zu dem Zeitpunkt noch nicht gegeben war. Das Amt für Stadt- und Flächenentwicklung hatte am 30.11.2016 geschrieben, dass sich das Bebauungsplanverfahren (Neulandstr.) im Verfahrensstand nach der frühzeitigen Offenlage gem. § 3 Abs. 1 BauGB befindet. Demnach würden Anregungen der Öffentlichkeit sowie der Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange einbezogen.

Für tierschutzrechtliche Belange ist dabei die Veterinärbehörde des Rhein-Neckar-Kreis zuständig und nicht die Stadt Sindheim.

Demnach sollten sich möglichst viele Menschen aus der Öffentlichkeit an die Stadt Sinsheim wenden und Bedenken (nicht nur tierschutzrechtlich) bezüglich des Bauvorhabens anmelden (z.B. Parkplatzsituation insbesondere bei Heimspielen der TSG Hoffenheim in der Wirsol Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim, Öffentlichkeitsschaden durch angedrohte Boykottaufrufe (den das WDSF in Kooperation mit Reiseveranstaltern der Stadt angekündigt hat) etc..

E-Mail dafür z.B. an die Baurechtsabteilung, Herr Haffner:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

§ 33 BauGB: https://dejure.org/gesetze/BauGB/33.html

s. insbesondere auch § 3 BauGB: https://dejure.org/gesetze/BauGB/3.html

 

  • 03.02.2017
    Kurzinterview mit Sinsheim TV
    Quelle: latinapress
  • 02.02.2017
    Shark City in Sinsheim - Ein Hai-Aquarium schlägt hohe Wellen
    SWR Fernsehen BW
  • 30.01.2017
    Neuer Anlaufpunkt für Hai-Fans
    Quelle: Moritz
  • 21.01.2017 
    Nicht so bald „Hai-Live“ im Kraichgau
    Quelle: NACHRICHTENPORTAL RHEIN-NECKAR "morgenweb"
  • 13.01.2017
    Gemeinderat könnte Hai-Aquarium verhindern
    Quelle: stimme.de
  • 10.01.2017
    Sinsheimer Haifisch-Großaquarium: Tierschützer legen ein paar Kohlen nach (WDSF-Akteneinsicht Dezember 2016)
    Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung
  • 27.10.2016
    Shark-City: Die Pläne für das Sinsheimer Haifisch-Observatorium
    Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung:

    Von Tim Kegel (Rhein-Neckar-Zeitung) - Sinsheim -  "Für das in der Neulandstraße geplante Haifischaquarium "Shark City" wollen die Betreiber von der Grünstadter "Seaven Seas GmbH" elf Millionen Euro ausgeben, drei davon für den Rohbau, der Rest fließt in die Ausstattung des bei Tierschützern umstrittenen Erlebniscenters. Dies geht aus dem Baugenehmigungsantrag hervor, welcher der Redaktion vorliegt. Die Unterlagen gingen bereits am 29. Juli 2015 im Rathaus ein; dort hieß es bis dato, es handele sich lediglich um "Fragmente eines Bauantrags." Im Februar dieses Jahres wurden Raumpläne und Dreiseitenansichten des Gebäudes nachgereicht. Details zur Haltung der angeblich bis zu 40 verschiedenen Haiarten enthält das 26-seitige Papier jedoch nicht. ...

    Druck gegen das Projekt macht neben der Tierschutzorganisation "Peta" auch das Wal- und Delfinschutzforum (WDSF) mit Sitz in Hagen. Dessen Geschäftsführer Jürgen Ortmüller spricht gegenüber der RNZ von "einer Schutzbehauptung der Stadt, um das Vorhaben durchzuwinken" und sich von der "Verantwortung freizusprechen." Eine Kommune, findet Ortmüller, habe neben tier- und artenschutzrechtlichen Vorgaben öffentliche Interessen "bei einem Bau zu berücksichtigen, der der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen soll." Ortmüller hat für den Fall einer Baugenehmigung angekündigt, mit dem WDSF kooperierende Reiseveranstalter zum Boykott Sinsheims aufzurufen und verlangt Akteneinsicht "vor allem in veterinärmedizinische Unterlagen." Die Betreiber haben die Eröffnung des Aquariums noch für das Jahr 2017 angekündigt."

 

24.02.2016 - Haie sind sozialer als gedacht (scinexx.de)

Ohne Haie stirbt das Meer (SAVE Lifewild Conservation Fund)

 

Das WDSF hatte am 08.11.2016 eine Anschlussakteneinsicht bei der Stadt Sinsheim beantragt und am 15.12.2016 durchgeführt

Von: Jürgen Ortmüller (WDSF)
Betreff: Hai-Observatorium in Sinsheim UIG-Anfrage - Antrag auf Anschlussakteneinsicht gem. Umweltinformationsgesetz
Datum: 8. November 2016 15:10:51 MEZ
An: "Stadt Sinsheim, Baurecht"

Sehr geehrte Damen und Herren,

vielen Dank für die im April 2016 aufgrund unseres Antrags übermittelten Unterlagen. Wir beantragen nunmehr eine Anschlussakteneinsicht sämtlicher vorliegenden Unterlagen und des Schriftverkehrs bezüglich des o.a. Projekts unter Berücksichtigung sämtlicher Stellen der Stadt Sinsheim seit der letzten Akteneinsicht. Insbesondere bitten wir auch um die Übersendung der vorliegenden Unterlagen beim Amt für Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung hinsichtlich der beabsichtigen Bestückung der Becken mit Haiarten. Außerdem bitten wir um Beantwortung der Frage, ob Becken mit Salzwasser versehen werden sollen und verweisen in diesem Zusammenhang nochmals auf den Salzwasserschaden im Tiergarten Nürnberg in der Delfinlagune, bei der aufgrund von Planungsfehlern die Becken nun mit mehreren Millionen Euro saniert werden müssen. Dort steht derzeit zur Debatte, dass das Planungsbüro nur mit 300.000 Euro versichert sein soll, und die Stadt und damit die Bürger die Sanierungskosten aufbringen müssen.

Die Betreibergesellschaft für das Projekt in Sinsheim (THE SEVEN SEAS AQUARIUM Betriebs GmbH) ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Zur vorsorglichen Abwendung von Kosten für die Stadt Sinsheim durch Folgeschäden oder durch eine Insolvenz der Betreibergesellschaft hat sich die Stadt vorsorglich von den Finanzierungszusagen der finanzierenden Institute und der Solvenz der Gesellschaft zu überzeugen.

Wir bitten wie bisher um Übersendung der angeforderten Unterlagen per E-Mail. Ebenso verweisen wir auf unseren angekündigten touristischen Boykottaufruf der Region Sinsheim, falls das Projekt durch die Genehmigung der Stadt Sinsheim realisiert werden sollte, wie die Rhein-Neckar-Zeitung heute berichtet. In gleichgelagerten Fällen von Hai-Aquarien waren unsere Boykott-Aufrufe erfolgreich (s.a. Kreuzfahrtunternehmen Färöer-Boykott und Boykott einer Färöer-Metal-Band).

Mit freundlichen Grüßen
Jürgen Ortmüller
WDSF-Geschäftsführer

Hier: April 2016 - Ergebnis der ersten Akteneinsicht des WDSF zum Projekt "Shark City" in Sinsheim (Lagepläne und Schriftverkehr)

 

Medienmeldungen

SWR Fernsehen: Ein Hai-Aquarium schlägt hohe Wellen

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Antwort der Stadt Sinsheim vom 22.02.2016

Widersprüchliche Aussagen des Oberbürgermeisters und der Stadt Sinsheim

In einem Zeitungsbericht der Rhein-Neckar Zeitung vom 19.02.2016 heißt es in der zitierten Aussage des Oberbürgermeisters von Sinsheim, Jörg Albrecht: "Wir haben immer noch keinen Bauantrag, bestenfalls Fragmente eines solchen." In dem Schreiben vom 22.02.2016 an das WDSF heißt es jedoch durch das "Amt Stadt- und Flächenentwicklung Baurecht" der Stadt Sinsheim: "Am 29.07.2015 wurde ein Bauantrag zur Errichtung eines Aquariums mit Gastronomie bei der Stadt Sindheim eingereicht."

In einer dem WDSF vorliegenden E-Mail von Herrn Haffner (Baurechtsabteilung/Sinsheim) an Herrn Thomas Walter, Geschäftsführer der Betreibergesellschaft The Seven Seas GmbH, vom 24. November 2016 heißt es: „Wie Ihnen bereits mündlich mitgeteilt, kann die Baurechtsbehörde jedoch erst eine Genehmigung erteilen, wenn der Bebauungsplan „Neuland“ einen Stand entsprechend § 33 BauGB erreicht hat. Dies ist derzeit noch nicht gegeben.“

 

11.07.2016 - Open-Air-Kino und Hai-Aquarium - Luxor-Filmpalast eröffnet 2017 in Heidelberg


Hai-Aquarium
Im März 2017 eröffnet der „Luxor-Filmpalast“ in Heidelberg. Vier Kinos führen die Luxor Filmtheaterbetriebe Englert bereits – in Schwetzingen, Walldorf, Bensheim und Nidderau. Doch für das Prestigeobjekt in Heidelberg haben die beiden Geschäftsführer Christa und Jochen Englert vor, ein Aquarium zu Showzwecken mit Haien zu bestücken. Wir haben die Betreiber gebeten, aus Tierschutzgründen davon Abstand zu nehmen, zumal Haie sehr intelligente und soziale Tiere sind, die nicht in ein Aquarium gepfercht gehören.


Wir werden an dieser Stelle über den weiteren Verlauf der Entwicklung berichten und ggf. zur Eröffnung des Kinos im Jahr 2017 eine entsprechende Kampagne gegen die Luxor Filmtheaterbetriebe starten.

Atlantische Störe wurden auf dem Fishing Festival (6. und 7.2.2016 - in Wels/österreich) in kleinste Vorführbecken (180 x 400cm) gepfercht. Neben 10 kleineren Stören befand sich dabei ein Atlantischer Stör mit einer Größe von etwa 150cm, der sich in dem kleinen Plastikbecken kaum bewegen konnte. Das WDSF hat Strafanzeige gestellt und hatte die zuständige Polizeibehörde aufgefordert, die Tiere, soweit keine Wiederansiedlung möglich ist, umgehend einer verhaltensgerechten Unterbringung zuzuführen. Die Polizei leitete die WDSF-Strafanzeige zur weiteren Bearbeitung an die zuständige Staatsanwaltschaft. Bei dem betreffenden Aussteller handelt es sich um "Goldberg Quelle Fischzucht Maier": https://www.facebook.com/Goldbergquelle-Fischmeister-Maier-313574881996132/?rc=p. (Geschäftsführer der Goldbergquelle Fischzucht und Fischhandel GmbH in Schiedlberg: Herrn Kamenskiy Dmitry - Gesellschafter Firma GURT-GmbH), wobei Matthias Maier für den Lebendverkauf verantwortlich ist).
Die Staatsanwaltschaft prüft nun, ob die städtische Behörde (Magistrat der Stadt Wels), welche die Genehmigung erteilt hatte, die Bewilligung in dieser Form überhaupt hätte erteilen dürfen. Ebenso wird überprüft, ob die Messeveranstalter den Bescheid eingehalten haben.

https://www.facebook.com/FishingFestival/photos/pcb.690800327689131/690800174355813/?type=3&theater

Geschützter Schwarzspitzen Riffhai wurde im Promi-Hotel Stanglwirt (Österreich) in Sauna-Aquarium gehalten

18.08.2011 - Wir haben gegen den Stanglwirt (Fam. Hauser) Strafanzeige wegen möglicher Verstöße gegen das österr. Tiertransportgesetz gestellt, weil der zweite Hai unmittelbar nach dem von uns kritisierten Transport an einem Tag mit 30-Grad-Temperaturen aus dem Stanglwirt-Sauna-Aquarium verstorben war. Frau Maria Hauser von der Stanglwirt-Familie hat ihre anfängliche Kommunikation mit uns eingestellt, nachdem wir offenbar unbequeme Fragen gestellt haben.
Es wurde daraufhin vom Stanglwirt eine prof. PR-Agentur (Marcel Brunnthaler) eingeschaltet, die unsere Fragen ebenfalls nicht beantwortete. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft den Fall zu prüfen.

Nach den internationalen WDSF/ProWal-Protesten (auch über Facebook) hat uns der Stanglwirt (Fam. Hauser) verbindlich zugesagt, dass es in dem Hotel-Auarium nie wieder Haie geben wird.

16.07.2011 Hochrhein-Zeitung: - Bestürzung über Tod eines Hais im Aquarium des Stanglwirt 

Geschützter Schwarzspitzen Riffhai im Biohotel-Stanglwirt (ProWal/WDSF-Privatfotos)

15.07.2011 Deutschland/Österreich

Die deutschen Meeresumweltschutz-Organisationen Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und ProWal protestierten im Juni bereits gegenüber dem „Bio-Hotel Stanglwirt“ in Going/Tirol gegen die Haltung eines geschützten Schwarzspitzen Riffhais in einem 28 Kubikmeter-Aquarium der Hotel-Sauna. Die Eigentümerfamilie Hauser des Promi-Hotels reagierte schnell und veranlasste den umgehenden Transfer des Zwei-Meter-Hais in den Aquazoo Schmiding, nachdem verschiedene Aquarien in Deutschland und österreich eine Aufnahme abgelehnt hatten.

Nach einem dreistündigen Transport verstarb der Hai am vergangenen Montag. Bereits vor einem halben Jahr war ein anderer Hai in dem relativ kleinen Aquarium von dem jetzt verstorbenen Tier totgebissen worden.

Bereits in der Transportkiste war der Hai ins Koma gefallen. Helfer bemühten sich in Schmiding 12 Stunden lang vergeblich um das überleben des Tieres. WDSF und ProWal kritisieren die Umstände des Transports und dass sie trotz ihres Angebots in die Abwicklung des Transfers nicht eingebunden wurden.
Sie vermuten nun Transportmängel, die zum Stress-Tod des Hais geführt haben.



Der Meeresbiologe Robert Hofrichter (Geschäftsführer der Organisation „mare-mundi“), hatte auf Wunsch des Stanglwirtsdie Transportvorbereitungen begleitet. In einem Gespräch mit dem WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller teilte Hofrichter gestern mit, dass der Hai bereits vor dem Transport verletzt und blind gewesen sei.
Eine Einschläferung hätte dem Tier Leid erspart, so Hofrichter.

Die Tierschutz-Organisationen WDSF und ProWal hatten die Hotel-Miteigentümer Maria Hauser vorsorglich darauf hingewiesen, dass ein Transfer des etwa 12 Jahre alten Tieres Risiken berge und nicht übereilt realisiert werden solle, da es erforderlich sei, dass sich Experten mit dem Transport befassen müssten. Die beiden Geschäftsführer Jürgen Ortmüller (WDSF) und Andreas Morlok (ProWal) hatten sich in einem Schreiben an Maria Hauser Ende Juni „ganz klar gegen eine Unterbringung des Hais im Aquazoo Schmiding“ ausgesprochen und das geplante Becken als „Badewanne“ bezeichnet, weil die vorgesehenen 400 Kubikmeter beispielsweise nur einer Fläche von etwa 10 x 20 Meter bei 2 Meter Tiefe entsprächen und damit zu klein sei, um mit anderen bereits in Schmiding gehaltenen Schwarzspitzen Haien untergebracht zu werden.

Da eine Auswilderung nach der 12-jährigen Gefangenschaft nach Aussagen der Tierschutz-Organisationen zum sicherenTod des Tieres geführt hätte, hatten sie eine Unterbringung in einer Anlage wie beispielsweise im Meereszentrum Fehmarn mit rund 3000 Kubikmeter Wasser vorgeschlagen.

Die Transportvorbereitung des Tieres wurden nach Angaben von Maria Hauser vom Stanglwirt der Artenschutzorganisation „Sharkproject Austria“, dem Aquaristen Kurt Hofbrucker und dem Meeresbiologen Robert Hofrichter übertragen. Das Sharkproject besteht nach eigener Aussage überwiegend aus Tauchern, die sich „in der freien Natur in der Beobachtung und im Umgang mit diesen Tieren einiges an Wissen und Erfahrung aneignen konnten“, wie sie in einer Stellungnahme zum geplanten Hai-Transfer schreiben.

Sharkproject hatte darauf hingewiesen, dass die Überlebenschance beim Transfer des Hais von der Dauer des Transports abhängig sei. Daher wählte der Stanglwirt nach eigener Aussage den relativ kurzen Transferweg nach Schmiding. Warum nicht auch die zuständige Amtsbehörde über den Transport informiert wurde, konnte Frau Hauser vom Stanglwirt bisher nicht beantworten.

ProWal und WDSF bemängeln, dass sie über das Transportdatum nicht informiert worden waren und dass bei der Transportvorbereitung kein Veterinärmediziner zugegen war. Die Wetterbedingungen seien am Todestag mit knapp 30 Grad Hitze völlig ungeeignet für einen stressarmen Transfer des Tieres gewesen. Für solch einen Transport hätten außerdem Spezialisten aus den USA angefordert werden müssen, so wie es im Meereszentrum Fehmarn üblich sei, selbst wenn ein Hai nur von einem Becken in ein Nachbarbecken gebracht werde, so die beiden Organisationen. Frau Hauser, die sich über den Tod des Hais sehr betroffen zeigte, sagte gegenüber dem WDSF nun eine Autopsie des Hais zu, da auch Fragen zur Medikamentengabe nicht eindeutig beantwortet werden konnten.

Über die zukünftige Nutzung des Aquariums herrschte anfänglich in der Eigentümerfamilie des Hotel Stanglwirt Uneinigkeit. Während sich der Vater, Balthasar Hauser, für weitere Haianschaffungen ausspricht, setzt sich seine Tochter Maria dafür ein, dass das nun verwaiste Becken ohne Haie und nur noch mit Korallen und bunten Zierfischen aus einer Zucht bestückt werden soll.--

Heute erhielt das WDSF folgende E-mails des Inhabers des geplanten Hai-Aquariums. Damit wurde die Forderung unserer WDSF/ProWal/www.walschuetzer.de Kampagne erreicht - auch Dank vieler E-Mails an den Betreiber über das soziale Netzwerk facebook (http://www.facebook.com/home.php#!/event.php?eid=181006968597347).

Rhein-Zeitung, 19.01.2011


Von: Fischzucht Weller [mailto:weller@fischzucht- aubach.de]
Gesendet: Montag, 17. Januar 2011 18:47
An Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Betreff: Projekt Haifischaquarium

Sehr geehrter Herr Ortmüller,

ich habe beschlossen, das Projekt zu ändern. Ich werden keinerlei Haie in das Aquarium setzen. Das Aquarium wird nun als großes Korallenriff gebaut.
Da ich unserem Kulturamt, vormittags den Besuch von Schulklassen zugesagt habe, um auf die Problematik der Haie aufmerksam zu machen, entschließe ich mich, dieses über einen entsprechenden Film zu tätigen.

Mit freundlichen Grüßen
B. Weller

Protest gegen den Bau des ersten "Haifischaquarium mit Restaurant" in
Neuwied-Niederbieber (Rheinlandpfalz/) Eigentümer Burkhard Weller

Geplantes Hai-Aquarium mit Erlebnisgastronomie sorgt für Entsetzen bei Tierschützern! In Neuwied (Rheinlandpfalz) sollte ein Hai-Aquarium mit angeschlossenem Restaurant gebaut werden.

Fischzucht Weller: http://www.fischzucht-weller.de/html/presse.html

Foto: Markus Hein - Pixelio.de

Der Eigentümer der Anlage, Fischzüchter Burkhard Weller, hat für den Start drei Schwarzspitzen-Riffhaie gekauft (zwei weitere Haie sind vorgesehen) und gibt an, dass diese Tiere bei ihm auf dem Firmengelände in einer „natürlichen Umgebung“ gehalten werden sollen – und das „artgerecht“! Zudem gibt er an, dass er ein Haifreund sei und er Schulklassen einladen und diese über die Bedrohungen der Haiarten durch den Menschen aufmerksam machen möchte!

Bisher werden bei der Fischzucht Weller neben Forellen, Aalen und Hechten auchr Störe in den kleinen Teichbecken gehalten! Weltweit gelten fast alle Störartigen laut IUCN als "endangered" oder "critical endangered" (http://www.iucnredlist.org/apps/redlist/search - potentiell gefährdet).

Da der Schwarzspitzen-Riffhai nicht frei im Meer umher schwimmt, sondern sich die meiste Zeit im Bereich von Korallenriffen, also in unmittelbarer Küstennähe, aufhalten, können sie verhältnismässig einfach - mit Netzen, Fallen und Speeren - erlegt werden. Die spät eintretende Geschlechtsreife, die geringe Wurfgrösse und die lange Tragzeit bewirken jedoch, dass ihre Nachzuchtrate gering ist und ihre Bestände somit schnell schwinden, wenn die Sterblichkeitsrate aufgrund menschlicher Einflüsse über das natürliche Mass ansteigt.

Aus diesen Gründen wurden der Graue Riffhai und der Schwarzspitzen-Riffhai im Jahr 2000 von der Hai-Spezialistengruppe der Weltnaturschutzunion (IUCN) als «fast gefährdet» eingestuft.
Ihre negative Bestandsentwicklung gibt also inzwischen offiziell zu Besorgnis Anlass (WWF - Conservation Stamp Collection  - http://www.markuskappeler.ch/tex/texs2/riffhaie.html - )

In Österreich starben bei der Bestückung eines ähnlichen Hai-Auariums im Jahr 2007 sechs dieser Schwarzspitzen-Riffhaie (http://de.wikipedia.org/wiki/Schwarzspitzen-Riffhai).

Die Tiere stammen nach Angaben des Fischzüchters Weller von dem Tierhändler De Jong in Holland - http://www.dejongmarinelife.nl/

Wir hatten einen weitangelegten Tourismus-Boykott gegenüber der Stadt Neuwied vorbereitet. Bei Facebook gab es dazu eine Online-Protestgruppe.