Die durch mehrfache Demonstrationen des WDSF und ProWal begleiteten aufgedeckten Haltungsmängel führten im Februar 2013 zur Schließung des Delfinariums im Allwetteroo Münster.  Danach verzeichnete der Allwetterzoo im Jahr 2013 einen Besucheranstieg, wobei die Zoos in Duisburg und Nürnberg in den Jahren zuvor jeweils mehr als 100.000 Besucher verloren hatten. Der damalige Zoodirektor in Münster, Jörg Adler, gab denn auch gegenüber den Westfälischen Nachrichten zu, dass die Delfinhaltung "nicht mehr dem Zeitgeist entspricht", wie auch das WDSF immer wieder hervogehoben hatte. (Besucherzahlen Münster - dort unter "Zahlen und Daten 2015 - pdf-Datei)

Delfinarium Münster (WDSF-Foto)

Auflistung der acht verstorbenen Delfine im Delfinarium des Allwetterzoo Münster (Ceta Base)

WDSF-Beschwerde führte letztendlich zur Schließung des Delfinariums im Allwetterzoo Münster

Hier: Besprechungsprotokoll des Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) aufgrund der "Beschwerde des Herrn Ortmüller zum Delphinarium Münster" vom 24.11.2008

Im Ergebnis der Besprechung zwischen dem LANUV und dem Veterinäramt der Stadt Münster nach der Beschwerde des WDSF-Geschäftsführers, Jürgen Ortmüller, aufgrund vom WDSF festgestellter Mängel wurde im Rahmen der Verlängerung-Genehmigung nach § 11 TierSchG für das Delfinarium im Allwetterzoo die Auflage erteilt, die "nicht vollständig befriedigende Lichtsituation sowie den Luftaustausch in Halle 2" zu beheben. Dementsprechend wurde vereinbart, der "Delphinarium Münster GmbH" in der neuen Betriebserlaubnis (Seite 1, Seite 2, Seite 3) Auflagen zu erteilen, die Mängel zu beseitigen. Auf Seite 2 dieser Verlängerung heißt es: "Diese Umbaumaßnahme muss bis zum 30.11.2010 umgesetzt sein, sonst erlischt die Erlaubnis." Ab dem 01.12.2009 musste übergangsweise bereits "durch den Einsatz von Tageslichtleuchten eine Beleuchtung mit tageslichtähnlichem Spektrum erreicht werden." Die Erlaubnis war unter Erfüllung sämtlicher Auflagen bis zum 30.11.2013 befristet.

Den Auflagen war eine Verfügung des LANUV vom 04.11.2008 vorausgegangen, die dem WDSF nach seinen Mängelrügen übermittelt wurde (Seite 1, Seite 2, Seite 3). Dort heißt es auf Seite 2: "Zu bemängeln sind in der Haltungsanlage der Delphinarium Münster GmbH in der Tat die Lichtsituation und der Luftaustausch in Halle 2 ... ."  Letztendlich hätte der Umbau des Delfinariums zur Beseitigung der vom WDSF monierten Mängel nach Angaben des Betreibers etwa "20 bis 30 Millionen Euro" gekostet, die weder der Zoo noch der Delfinarienbetreiber (eine "privat" GmbH) zur Verfügung hatten. Das Delfinarium im Allwetterzoo wurde daher im Februar 2013 geschlossen und in ein Robbengehege umfunktioniert.

Rheinische Post (30.03.12): "Die Aufdeckung von Haltungsmängeln durch das WDSF im Delfinarium des Allwetterzoo-Münster führte zu einer angekündigten Schließung für dieses Jahr, weil das Geld für ein komplett neues lichtdurchlässiges Dach nicht vorhanden ist."

WDR-Fernsehen (15.03.2013): "Zuletzt wurde Anfang Februar das Delfinarium im Allwetterzoo in Münster geschlossen. Das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) hatte in den „maroden Hallen“ in Münster Mängel bei den Lichtverhältnissen und dem Luftaustausch aufgedeckt. Deren Behebung wäre mit einem Umbau von 20 Millionen Euro verbunden gewesen, die der Zoo nach eigenen Angaben nicht hatte."

Westfälische Rundschau:


Aktuell

05.06.2013 - Keine negative Auswirkung für den Zoo Münster nach Delfinarienschließung (Westf. Nachrichten)

05.02.2013 - Delfine aus Münster sind wohlbehalten in den Niederlanden eingetroffen (WR)

25.09.2012 - Kampf um die Delfinhaltung - Arme Stars oder Retter ihrer Art? (Stuttgarter Zeitung)

(WDSF - akt. 28.02.2013) - Am 05.02.2103 wurden nach der Schließung des Delfinariums im Allwetterzoo Münster die drei verbliebenen Delfine Nando, Palawas und Rocco nach Harderwijk/Holland transferiert. Das holländische Delfinarium Harderwijk hat jetzt mit den drei Münsteraner Delfinen 32 Delfine lt. Ceta-base, davon 19 männliche, wovon wiederum sich etwa 12 Delfine im geschlechtsreifen Alter befinden. Rangkämpfe sind daher vorprogrammiert Wie schmutzig das schlecht geklärte Wasser in Harderwijk ist und dass die Delfine starke Verletzungen durch Rangkämpfe aufweisen, ist in einem Film des WDSF dokumentiert.

Die Schließung des Delfinariums Münster bedeutet allerdings auch, dass es in diesem Delfinarium keine Nachfrage nach Delfinen mehr geben wird. Durch den Transfer der Delfine und die Schließung wird die Nachzucht-Nachfrage bzw. der evtl. Bedarf an Wildfängen in dem jeweiligen Ziel-Delfinarium ebenfalls reduziert. Jedes geschlossene Delfinarien bedeutet, dass das Delfin-Karussel der Delfinarienbesitzer in dem von den Zoos und Aquarien selbst gegründeten Europäischen Erhaltungszuchtprogramm (EEP) unterbrochen wird.

Delfinarium Münster - Mängelaufdeckung des WDSF  - WDR-Fernsehen 05.01.2013

31.01.2013 - Delfine vor Transport aus dem Delfinarium Münster - Reise ins Ungewisse? WDR-Fernsehen

Jürgen Ortmüller (WDSF) - Bildrechte WDR TV/Brünstrop

16.01.2013 - Delfine bringen Allwetterzoo Münster ärger ein (Osnabrücker Zeitung)

10.01.2013 - Delfinarium Münster schließt - (Mediathek ZDF)

Delfinarium Münster (WDSF-Foto)

Falsche Ankündigungen über die Schließung führten zu Irritationen

(WDSF - akt. 05.02.2013) Der Allwetterzoo Münster hatte zuerst auf seiner Internetseite angekündigt, dass die "Delfine noch bis zum Ende der Weihnachtsferien im Allwetterzoo Münster sind". Am 04. Januar 2013 korrigierte der Zoo seine Aussage auf der Homepage: "Unsere Delfine werden den Allwetterzoo Anfang 2013 verlassen. Solange sie noch in Münster sind, werden sie während der Vorführungen immer mal wieder zu sehen sein". Dann hieß es aus Zookreisen, dass der Transfer im März 2013 geplant sei - wohin sei aber ungewiss.
Das Umweltamt der Stadt Münster, als Genehmigungsbehörde für das Delfinarium, hatte dem WDSF bis zum 31.01.2013 telefonisch versichert, dass dort noch kein erforderlicher Antrag für einen Transfer der Delfine vorliegt. Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) hatte nach Aussage gegenüber dem WDSF bis Anfang Januar 2013 auch keinen Antrag für einen außereuropäischen Transport vorliegen. Nach diesen Informationen ließe sich vermuten, dass die drei Delfine innerhalb der EU bleiben würden, aber nicht in Deutschland. Am 05.02.2013 verkündeten die Medien, dass die Delfine in das holländische Delfinarium nach Harderwijk transferiert wurden.

Dem WDR sagte der neue Miteigentümer des Münsteraner Delfinariums Henk Hiddingh am 30.01.2013:

WDR: "Die Delfine sollen also verschwinden. Die Frage ist, wohin. Sie sind in Gefangenschaft geboren und aufgewachsen, sie können nicht in die Freiheit entlassen werden, sondern nur in andere Delfinarien wechseln." Henk Hiddingh dazu: "Die Entscheidung treffen nicht wir allein. Da haben die Delfinarien in Nürnberg und im niederländischen Harderwijk ein Wörtchen mitzureden. Ihnen gehören die drei Delfine, und sie wollen nicht, dass wir hier in Münster den Transporttermin und den Bestimmungsort der Tiere bekannt geben." Hiddingh selbst hält das für richtig. "Aktivisten von Tierschutzorganisationen können bei einem solchen Transport sehr störend sein. Diese Erfahrung haben andere Delfinarien schon machen müssen. Wir wollen das nicht. Wir wollen kein Risiko", sagt Hiddingh.

Bauliche Mängel Ursache der Schließung

Das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) hatte bereits im Jahr 2008 bauliche Mängel in dem in die Jahre gekommenen Delfinarium in Münster beanstandet und die Aufsichtsbehörden eingeschaltet. Daraufhin erteilte die Stadt Münster dem Delfinarium in der aktualisierten Betriebsgenehmigung am 13.11.2008 entsprechende Umbauauflagen. Nach Angaben des Zoos hätte ein erforderlicher Gesamt-Umbau des Delfinariums etwa 20 Millionen Euro gekostet, die weder der Zoo noch das Delfinarium zur Verfügung hatte. Dem WDSF war es durch die Mängelrüge und die jahrelangen Protestaktionen zusammen mit ProWal gelungen, eine endgültige Schließung der maroden Hallen für die Delfine herbeizuführen.

Verbleib der Tiere ungewiss - Delfinarium schwimmt im Geld

Über den letztendlichen Verbleib der drei letzten Delfine und das vorgesehene Transportdatum schwieg der Allwetterzoo und der Inhaber des Delfinariums, Henk Hiddingh, beharrlich. Die Zoo-Sprecherin Zühlke verwies das WDSF am 08.01.2013 an das privat geführte Delfinarium (Delphinarium Münster GmbH). Delfinbesitzer Hiddingh verweigerte dem WDSF auf telefonische Anfrage ein aufklärendes Gespräch. Mitte 2012 hatte die Geschäftsführung des "privaten" Delfinariums gewechselt. Eigentümer des Delfinariums und Besitzer der Delfine war bisher schon der Holländer Henk Hiddingh, der inzwischen auch als Geschäftsführer fungiert. In der Bilanz im Bundesanzeiger (dort >Delphinarium Münster GmbH< unter Suche eingeben) weist das Delfinarium für das Jahr 2011 einen Jahresgewinn von 258.748 Euro aus, wobei das Geschäftsführergehalt bereits abgezogen ist. Zusammen mit dem Gewinnvortrag werden per 31.12.2011 insgesamt rund 790.000 Euro ausgewiesen, wobei sich das Anlagevermögen mit den Delfinen auf über 1,2 Millionen Euro beläuft; ein lukratives Geschäft mit den drei Delfinen und den acht Kalifornischen Seelöwen in den kleinen Betonbecken. Nach der Abgabe der Delfine soll die Show mit den derzeit acht Seelöwen weitergehen, ohne dass ein kostspieliger Umbau vorgenommen werden muss. Die rechtlichen Auflagen für die Seelöwen bzw. Robbenhaltung sind erheblich geringer als für die Delfinhaltung.

Demonstrationen befürchtet - Delfinbullen will keiner haben

Nach Angaben des Zoos im Januar 2013 gab es Schwierigkeiten, die Delfine überhaupt woanders zeitnah unterzubringen, obwohl die Betreiber nach der Schließungankündigung des Delfinariums dazu über zwei Jahre Zeit hatten. Nach eigenen Angaben wurden seitens des Zoos anlässlich des anstehenden Delfin-Transports Demonstrationen oder Störungen von Tierschutzorganisationen befürchtet, die allerdings seitens des WDSF nicht geplant waren. Die Organisationen WDSF und ProWal hatten zwischen den Jahren 2008 bis 2010 mehrfach gegen die „katastrophale Delfinhaltung“ in Münster protestiert.

Im Jahr 2010 hatte der Münsteraner Zoo-Direktor Jörg Adler nach den mehrfachen Protestaktionen sichtlich genervt das Ende des Delfinariums für das Jahr 2012 angekündigt. Im Sommer 2012 hieß es dann, dass die Delfine im Herbst den Zoo verlassen sollten. Auf eine Anfrage des ZDF und vom WDR vom 04.01.2013, die dem WDSF bestätigt wurde, hieß es vom Zoo, es sei noch gar nicht geklärt, wann das Delfinarium endgültig schließen würde. Hier wurden die Besucher offenbar an der Nase herum geführt. Jede Ankündigung der beabsichtigten Schließung brachte nochmals einen letzten Zuschauerschub.

Tatsächlich scheiterte der planmäßige Delfin-Transfer ganz offensichtlich daran, dass kein anderes Delfinarium in Europa die drei männlichen Delfine aus Münster aufnehmen wollte, weil sie sich inzwischen im geschlechtsreifen Alter befanden. Delfinbullen liefern sich regelmäßig Rangkämpfe und sind daher für die Show-Delfinarien wegen der Verletzungsgefahr nicht gefragt. In den kleinen Gehegen haben die Delfine keine Möglichkeit wie in freier Wildbahn auszuweichen. Delfinarien werden in der Regel mit einem geschlechtsreifen Delfinbullen und ansonsten mit Delfinweibchen "bestückt". 

Angebot einer Tierschutzorganisation über 10.000 Euro für einen Transfer in eine betreute Meeres-Lagune

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Wir begrüßen die angekündigte Schließung des Delfinariums in Münster als großen Erfolg für den Schutz der Delfine. Das alles ist auf das intensive Zusammenwirken von Tierschützern mit Protestaktionen und auf unsere Interventionen bei den Aufsichtsbehörden zurückzuführen. Es ist nicht die Aufgabe von Tierschützern oder Tierschutz-Organisationen, die Unterbringung der Delfine an einem anderen Ort zu finanzieren, zumal sie sich im Eigentum der Delfinarien-Besitzern befinden. Im Januar 2013 bot die Tierschutz-Organisation PETA dem Delfinarium 10.000 Euro Spende an. Das Geld sollte für eine menschenbetreute Lagune bestimmt sein, zumal die drei Nachzuchten nicht ausgewildert werden können. Weltweit haben die Zoos allerdings noch nicht dafür gesorgt, eine derartige Anlage zu schaffen, in der Delfine nach einer Delfinariums-Schließung unterkommen könnten. Es ist Aufgabe von Delfinbesitzern, wie Henk Hiddingh in Münster, die Tiere artgerecht auf eigene Kosten dort unterzubringen, wo sie es besser haben als z.B. in dem 10 x 20 Meter-Becken in Münster. Der Delfinarien-Eigentümer in Münster hat pro Jahr über 750.000 Euro vom Allwetterzoo an Eintrittsgelder-Anteilen erhalten, wobei der Allwetterzoo selbst mit jährlich über 3 Millionen Euro aus Steuergeldern durch die Stadt bezuschusst werden musste. Diese Angaben ergeben sich aus den im Bundesanzeiger veröffentlichten Bilanzen des Allwetterzoos. Das WDSF hatte bei der Stadt Münster als zuständige Aufsichtsbehörde mehrfach beantragt, dass die drei Delfine in Münster bei einem geplanten Transfer zusammen bleiben und eine bessere Unterkunft als bisher bekommen sollten, zumal sie als Nachzuchten nicht ausgewildert werden können, da sie das natürliche Fress- und Jagdverhalten nie erlernt haben. Eine menschenbetreute Meeres-Lagune wäre unter den gegebenen Umständen das Optimum gewesen. In diesem Zusammenhang hatte das WDSF am 04. Januar 2013 dem zuständigen Veterinäramt Münster nochmals eine detailiierte to-do-Liste auf der Basis rechtlicher Vorschriften vorgelegt, zumal die Behörde auch die Voraussetzungen des Ziel-Delfinariums prüfen muss."

Delfinarium entspricht nicht mehr dem Zeitgeist

Selbst Zoo-Chef Jörg Adler musste zugeben, dass „Delfinarien nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen“. Ortmüller vom WDSF hätte sich gerne mehr Offenheit bei den Informationen des Zoos gewünscht, denn der Streit um die Delfine hält an. Nachdem das WDSF im Nürnberger Tiergarten Mitte 2012 nach einer Akteneinsicht aufgedeckt hatte, dass die Delfine fast täglich mit Psychopharmaka behandelt werden, wurde dies auch in Münster vermutet. Eine Anfrage nach dem Umweltinformationsgesetz an das Münsteraner Delfinarium auf Akteneinsicht blieb unbeantwortet. Das WDSF hatte daher Klage gegen den Betreiber des Delfinariums beim Verwaltungsgericht Münster eingereicht und einen Antrag auf einstweilige Anordnung gestellt, damit gewährleistet bleibt, dass die Akten nicht zusammen mit den Delfinen weggeschafft werden. Im Hinblick auf das "private Delfinarium", das keiner staatlichen Aufsicht unterliege, wurde der Eilantrag zwar abgewiesen, es wurde jedoch erreicht, dass das Delfinarium dem Gericht versichert hat, dass die Unterlagen bis zum Entscheid der Hauptklage des WDSF weiterhin zur Verfügung stehen würden. Nachdem die Delfine endgültig den Allwetterzoo verlassen hatten und in das Freiluftgehege nach Harderwijk transportiert worden waren und auch feststand, dass im Zoo auch künftig keine Delfine mehr gehalten werden, hatte das WDSF seine Klage zurückgezogen.

Von den ehemals zehn Delfinarien in Deutschland wurden nun mit Münster insgesamt acht wieder geschlossen. Nur noch der Duisburger Zoo und der Tiergarten Nürnberg bieten die Delfinshows an. Das WDSF fordert auch die Schließung dieser Delfinarien und bittet die Besucher, keine Eintrittkarten für diese Zoos zu kaufen. --

Pressekontakt:

Jürgen Ortmüller, Gründer und Geschäftsführer des WDSF

Tel.: 0151 24030 952

05.02.2013 - Delfine aus Münster sind wohlbehalten in den Niederlanden eingetroffen (WR)
31.01.2013 - Delfine vor Transport aus dem Delfinarium Münster - Reise ins Ungewisse? WDR-Fernsehen
16.01.2013 - Delfine bringen Allwetterzoo Münster ärger ein (Osnabrücker Zeitung)
12.01.2013 - Direktor Adler wehrt sich - Zoo ohne Einfluss auf den Verbleib der Tiere (Westf. Nachrichten)
Anmerkung: Der Zoo hat jahrelang Werbung für "seine" Delfine gemacht und will jetzt nichts mehr davon wissen
10.01.2013 - Delfinarium Münster schließt - (Mediathek ZDF)
10.01.2013 - Delfinfreunden platzt der Kragen - Tierschützer klagen gegen Delfinarium Münster (Hannover Ztg.)
"WDSF fordert den Transfer in eine betreute Lagune und die volle Kostenübername durch das Delfinarium"
10.01.2013 - Klage vor Verwaltungsgericht - Tierschützer fordern Einsicht in die Delfinunterlagen (Münstersche Ztg.)
10.01.2013 - Klage gegen Delfinarium (Bork. Zeitung)
10.01.2013 - Tierschützer verklagen Delfinarium-Betreiber in Münster (WDR-Nachrichten)
07.01.2013 - Delfine bleiben länger in Münster als erwartet (Die Welt)
07.01.2013 - Weil keiner weiß, wo die Flipper hin sollen: Münster Delfinarium weiter offen! (BILD-Zeitung)
07.01.2013 - Delfinarium Münster schließt (ZDF)
07.01.2013 - Trotz Tierschützer-Protesten: Delfin-Show im Allwetterzoo geht weiter (Westf. Nachrichten)
05.01.2013 - WDR-Fernsehen Aktuelle Stunde: Delfine verlassen Allwetterzoo Münster
04.01.2013 - Tierschützer feiern Aus für Delfinarium - nun Duisburg im Visier (DerWesten)
31.10.2012 - Delfine verlassen Allwetterzoo Münster (Die Welt)
25.09.2012 - Kampf um die Delfinhaltung (Stuttgarter Zeitung)
11.07.2012 - Dolphins need new home as small, old one closes (The Local)
10.07.2012 - Delfine verlassen Zoo Münster - Kritik am Duisburger Delfinarium (DerWesten)
10.07.2012 - Gehören Delfine in Zoos? (WDR 5 - Radio Lilipuz)
10.07.2012 - Schluss mit der Delfinschau (Welt online)
30.03.2012 - Delfinarium im Allwetterzoo Münster schließt nach Mängelrügen des WDSF (RP online)
04.10.2010 - Delfinarien stehen vor ungewisser Zukunft - Münster schließt (morgenweb)
15.09.2010 - "WDSF bedankt sich bei Zoo-Chef für seine Einsicht" (Westf. Nachrichten)
11.09.2010 - Delfinarium Münster schließt nach fast 3-jähriger Intervention des WDSF (westline)
26.08.2010 - Initiative kämpft weiter gegen Münsters Delfinarium (Westline)
08.06.2010 - Fäkaliendusche im Delfinarien - Gefahr für Mensch und Tier? (OpenPR)
11.03.2010 - Wie lange will sich der Allwetterzoo den Stress mit dem Delfinarium noch antun? (westline)
10.03.2010 - Zoodirektor Jörg Adler: "Auf die Delfine kann man im Zweifelsfall verzichten" (Stadtmagazin)
09.03.2010 - Allwetterzoo überdenkt Delfinhaltung (Westf. Nachrichten)
08.03.2010 - Bärbel Höhn - "Delfinarien schließen" (RP-online)
08.01.2010 - Kritik nach Delfin-Tod (Westf. Nachrichten)
18.07.2009 - Tierschützer fordern Aus für Delfinarium (MZ)
15.07.2009 - Demo auf dem Prinzipalmarkt: Delfinschützer lassen nicht locker (Stadtmagazin)
03.10.2008 - Kampf für Delfine vor laufender Kamera (Der Westen)
19.08.2008 - Unfall im Delfinarium Münster knapp verhindert - Strafanzeige gegen Zoo (MZ)


Kaum Lichteinlass in Halle 2 (WDSF-Foto)(WDSF - 22.10.2012) - Das Delfinarium im Allwetterzoo Münster, das unter privater Leitung steht, schliesst nach Aufdeckung von gravierenden baulichen Mängeln durch das WDSF nach den Weihnachtsferien, da ein Umbau des maroden Holzbaus Kosten von rund 20 Mill. Euro verursacht hätte.

Ein Delfin wurde bereits im Frühjahr in das Delfinarium in den Planète Sauvage Safari-Park in der Nähe von Nantes transferiert. über den Verbleib der übrigen drei Delfine konnte uns die Aufsichtsbehörde (Umweltamt der Stadt Münster) trotz aktueller Anfrage im Oktober 2012 keine Auskunft erteilen. Ggf. werden wir eine Antwort juristisch erzwingen müssen, da es sich um eine Frage handelt, die nach dem Umweltinformationsgesetz (UIG) abzuhandeln ist.

Eine Auswilderung der verbleibenden drei Nachwuchs-Delfine scheidet weitgehend aus, weil sie das natürliche Fressverhalten in den kleinen Betonbecken niemals gelernt haben und in freier Wildbahn verhungern würden. Jede Schließung eines Delfinariums bedeutet aber ein definitives Aus für weitere Importe und schützt mittelbar den Bestand in freier Wildbahn.

(WDSF - 2013) Im Jahr 2008 begann das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) einen heute mehr als 1.000 Seiten umfassenden Schriftverkehr wegen beanstandeter Haltungsmängel im Delfinarium des Allwetterzoo Münster (Inh. Delphinarium Münster GmbH, holländische Geschäftsführer Frank den Herder und Henk Hiddingh Geschäftsführer mit der Atlantis GmbH) mit der Unteren Aufsichtsbehörde für den Zoo (Umweltamt Münster) und der Höheren Fachaufsichtsbehörde (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz in Recklinghausen – LANUV) sowie dem Landesamt für Datenschutz Düsseldorf.

Parallel wurden durch das WDSF sämtliche politischen Parteien (CDU, SPD, FDP, Grüne, Die Linke) und der Stadtrat angeschrieben und über die vorliegenden Haltungsmängel  informiert. Es erfolgte außer durch Die Linke NRW und Münster keine Reaktion der politischen Parteien. Selbst die Grünen in Münster nahmen das Thema nicht auf, obwohl sich die Bundespartei Die Grünen/Bündnis90 mit der damaligen parl. Geschäftsführerin Undine Kurth und mit Bärbel Höhn (MdB und Ex-Umweltministerin) eindeutig gegen die Gefangenschaft von Delfinen in Gefangenschaft ausgesprochen hatte.

Im weiteren Verlauf veranstaltete das WDSF zusammen mit der Organisation ProWal von 2008 bis 2010 mehrfach Protestkundgebungen mit großem öffentlichkeitsinteresse vor dem Haupteingang des Allwetterzoos und in der Innenstadt von Münster gegen das Delfinarium.

Bereits am 12.08.2008 wurden dem Umweltamt der Stadt Münster durch das WDSF u.a. Mängel bezüglich der katastrophalen Lichtverhältnisse und des Luftaustauschs für die Delfine in den Holz-Hallen mitgeteilt und Fotobeweise geliefert. Da das Umweltamt Münster nicht reagierte, wurde durch das WDSF das LANUV (Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz) als Höhere Fachaufsichtsbehörde mit der Bitte kontaktiert, die aufgeführten Mängel abzustellen. Bei alledem stand aus Sicht des WDSF die dauerhafte Schließung des Delfinariums im Vordergrund, weil ein Betonbecken niemals eine artgerechte Haltung bieten kann.

Minimale Lichtverhältnisse in Halle 1 des Delfinariums in Münster (Wdsf-Foto)Das Umweltamt der Stadt Münster ließ aufgrund der verschiedenen WDSF-Schreiben und -Dokumentationen, die sich auch auf rechtliche und biologische Haltungsrichtlinien stützten, ein Gutachten über die Delfinhaltung in Münster erstellen. Dementsprechend teile das LANUV dem WDSF mit Schreiben vom 04.11.2008 folgendes mit: „Zu bemängeln sind in der Haltungsanlage der Delphinarium Münster GmbH in der Tat die Lichtsituation und der Luftaustausch…. Halle 2 ist sehr dunkel und sollte in angemessener Zweit durch eine entsprechende Dachkonstruktion dem Standard der Halle 1 angepasst  werden.“ Das LANUV verfügte gegenüber dem Umweltamt Münster, dass die vom WDSF beanstandete Mängelbehebung in der erforderlichen Zoo-Erlaubnis nach § 11 TierSchG berücksichtigt wird.

Dieser Auflage folgte das Umweltamt Münster in der neuen Betriebserlaubnis vom 13.11.2008 und setzte dem Delfinarium eine Jahresfrist bis zum 30.11.2009 nach der die Betriebserlaubnis erlöschen würde, wenn die Auflagen nicht erfüllt  würden. Die Dachfläche der Halle 2 umfasst immerhin mehrere hundert Quadratmeter, so dass alleine ein neues Dach mit entsprechenden automatischen Luftaustausch-öffnungen sicherlich mehrere Hunderttausend Euro Kosten verursachte. Abgesehen davon hätte die Statik des alten Holzgebäudes ein neues Dach ohne weitere bauliche Massnahmen nicht zugelassen.

Das WDSF ließ zusätzlich im Jahr 2009 ein Wirtschaftlichkeits-Gutachten erstellen, in dem im Ergebnis festgestellt wurde, dass bei Wegfall des Delfinariums aufgrund der relativ hohen Umsatzbeteiligung durch den Zoo gegenüber dem privaten Delfinarium in den Jahren 2006 ein zusätzlicher Gewinn von 40.200 Euro und für das Jahr 2007 von 79.800 Euro zu verzeichnen gewesen wäre (statt eines bisherigen Verlustes). Immerhin zahlte der Allwetterzoo im Jahr 2007 788.200 Euro (im Jahr 2006 752.600 Euro) an das private Delfinarium als Zuschuss für den Eintrittspreisanteil. Tatsachlich erzielte der Zoo nach der Schließung des Delfinariums Anfang Februar 2013 einen Besucheranstieg von fast 50.000 Besuchern im Jahr 2013 (Anm.: Auch in den Jahren 2014 und 2015 waren die Besucherzahlen höher als in den Vorjahren).

Da die vollständigen Umbauarbeiten mit weiterer Auflagenfrist des Umweltamtes nicht bis zum Jahr 2010 erfolgten, nachdem provisorisch Kunstlichtstrahler eingesetzt werden mussten, um die Gesundheit der Delfine zu gewährleisten, ließ der Allwetterzoo im Oktober 2010 verkünden, dass nach über einem Jahr intensiver Gespräche mit dem privaten Delfinarium beschlossen wurde, die Delfinhaltung in Münster zum Ende des Jahres 2012 aufzugeben.

Die Schließung des Delfinariums im Allwetterzoo Anfang 2013 ist auf die jahrelange Hartnäckigkeit des WDSF mit seinem Geschäftsführer Jürgen Ortmüller zurückzuführen, der sich nicht gescheut hat, den beschwerlichen Behördenweg zu beschreiten und Mängellisten und Gutachten zu erstellen bzw. zu veranlassen. Auch die jahrelangen Demonstrationen durch ProWal zusammen mit dem WDSF und teilnehmenden Tierschützern bewirkten eine breite öffentlichkeitsinformation über die katastrophalen Hintergründe der Delfinhaltung in Münster.

Beitrag von PD Dr. Christian Schulze - (Biologe/ Ruhr-Universität Bochum) im Auftrage des WDSF:
Mangelhafter Wissenschaftsbezug im Delfinarium Münster

Nach langen Jahren erfolgloser nachhaltiger Zucht und mehr als 100 verstorbener Delfine alleine in den Zoos in Duisburg und Nürnberg fordert das WDSF, dass die Delfinhaltung in Deutschland vollständig aufgegeben wird. Seit 40 Jahren Zuchtbemühungen gibt es in Europa keinen einzigen Delfin, der in dritter Generation überlebt hat. Weitere Wild-Importe von Delfinen sind daher zu befürchten. WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: „Die Zeichen der Zeit stehen auf Schließung aller Delfinarien – sie sind Auslaufmodelle. Wir lehnen diese Anlagen ab, weil klar geworden ist, dass Zoos keinen Beitrag zur Arterhaltung von freilebenden Delfinpopulationen leisten können. Noch nie wurde überhaupt ein Delfin aus einem Delfinarium in der EU wieder ausgewildert. Die Spezies des Großen Tümmlers (Tursiops truncatus) ist nicht gefährdet und es besteht kein Anlass einer künstlichen Populationserhaltung. Die wenigen gelungenen Nachzuchten können nicht ausgewildert werden, weil sie im Zoo das natürliche Nahrungs-Jagdverhalten nicht erlernt haben. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in Gefangenschaft deutlich niedriger als bei frei lebenden Delfinen. Trotzdem forcieren die Zoos ihre Zuchtbemühungen. Einen angeblichen Zoo-Bildungsauftrag mit über 100 verstorbenen Delfinen zu erfüllen, ist makaber. In erster Linie geht es den verbleibenden Zoos mit Delfinarien in Duisburg und Nürnberg darum, zahlende Zoo-Besucher durch das Show-Angebot zu locken. Dieses Argument ist jedoch durch die gestiegenen Besucherzahlen in Münster nach Schließung des Delfinariums widerlegt."

Aber auch bei den Zoo-Besuchern selbst entstehen inzwischen durch die jahrelange Aufklärung des WDSF mit Jürgen Ortmüller und Richard O'Barry (Oscar- und Bambi-Preisträger und Ex-TV-"Flipper"-Trainer) sowie der Organisation ProWal und vielen Helfern in der Öffentlichkeit Vorbehalte gegen die Delfin-Gefangenschaft. Mehr als 170.000 Aufklärungs-Flyer haben WDSF-Helfer seit 2010 an jedem Wochenende an die Zoo-Besucher und Passanten in Duisburg verteilt (Anm.: Stand 2015). Seit dem hatte der Zoo Duisburg einen Rückgang von rund 140.000 Besuchern zu verzeichnen; ebenso der Tiergarten Nürnberg. Ab Januar 2013 erhöhte der Zoo Duisburg seine Eintrittspreise pro Erwachsenem von 11 Euro auf 14,50 Euro incl. Delfinariumbesuch. (Anm.: Im Jahr 2015 und 2016 wurde der Eintritt nochmals auf 16,90 Euro erhöht).

Nach WDSF-Interventionen schließt nun das Delfinarium im Allwetterzoo Münster Anfang 2013. Der Münsteraner Zoo-Direktor Jörg Adler dazu gegenüber der Münsterschen Zeitung: "Die Haltung entspricht allen Anforderungen, aber wohl nicht mehr dem allgemeinen Zeitgeist. Für eine zeitgemäße Haltung der Delfine wären 20 Millionen Euro nötig und die haben wir einfach nicht."

Jürgen Ortmüller dazu: "Wir hatten allen Delfinarienbetreibern bereits 2008 mitgeteilt, dass das WDSF dafür sorgen wird, dass auch die verbleibenden drei von ursprünglich neun Delfinarien in Deutschland aus Tierschutzsicht schließen werden müssen. Heute wiederholt der Münsteraner Zoodirektor unsere damaligen Aussagen, dass Delfinarien nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen. Das Delfinarium im Heidepark Soltau hatten wir in Abstimmung mit dem neuen Eigentümer, Merlin Entertainments (London), bereits ebenfalls im Jahr 2008 schließen können, insbesondere da wir Boykottmaßnahmen angekündigt hatten. Merlin Entertainments bestätigte uns schriftlich, dass Delfine in Gefangenschaft nicht artgerecht gehalten werden können und sie daher das Delfinarium im Heidepark aufgeben. Anfang 2013 hat Merlin Entertainments auch die Delfin-Show im italienischen Delfinarium Gardaland konsequent aufgegeben. Auf der Insel Rügen wurde nach intensiven Interventionen auch durch das WDSF der Plan fallen gelassen, ein neues Delfinarium zu bauen. Das Delfinarium im Vergnügungspark Connyland in der Schweiz muss nun auch schließen, nachdem wir in jahrelanger Kooperation mit ProWal katastrophale Mängel aufgedeckt haben. In Kooperation mit dem WDSF und Schweizer Politikern wurde im Frühjar 2012 vom Schweizer Parlament ein Delfin-Importverbot gesetzlich beschlossen und damit die Schließung des Delfinariums besiegelt."

Es verbleiben jetzt in Deutschland nur noch die beiden Delfinarien im Duisburger Zoo und im Nürnberger Tiergarten. Das WDSF fordert die Schließung der Anlagen und bittet die Besucher, dort keine Eintrittskarten zu kaufen. Nach fortlaufender Proteste des WDSF und ProWal mit Tierschützern vor dem Tiergarten Nürnberg und dem Zoo Duisburg und nach intensiver Aufklärungsarbeit über die katastrophale Delfinhaltung mussten die beiden Zoos seit dem Jahr 2012 erhebliche Besucherrückgänge verzeichnen. Dementsprechend mussten die beiden Städte ihre alljährlichen Zuschüsse auf über 2,5 Mill. Euro anheben.

Kaufen Sie keine Eintrittkarten für Delfin-Shows


Zoodirektor Jörg Adler in dem nachfolgenden Zeitungsbericht zur notwendigen Umbau-Investition von rund 20 Millionen Euro: „Ein Kostenaufwand, der sich nicht tragen lässt. Es sind also sachliche Gründe und keine emotionalen, die zu der Entscheidung führten." Mit "emotionalen" Gründen sind offenbar die jahrelangen Vor-Ort-Demonstrationen in Münster durch das WDSF und ProWal gemeint. Aber auch diese haben dazu beigetragen, die Besucherzahlen des Delfinariums zu reduzieren. In einem weiteren Bericht sagt Zoo-Chef Adler: „Die Haltung bei uns war nicht schlecht. Sie entspricht allen Anforderungen, aber wohl nicht mehr dem allgemeinen Zeitgeist.“

Rheinische Post (30.03.12): "Die Aufdeckung von Haltungsmängeln durch das WDSF im Delfinarium des Allwetterzoo-Münster führte zu einer angekündigten Schließung für dieses Jahr, weil das Geld für ein komplett neues lichtdurchlässiges Dach nicht vorhanden ist."

In einer Umfrage der Münsterschen Zeitung haben sich rund 94 Prozent gegen Delfinarienbesuche ausgesprochen:

Gehen Sie noch in Delfinarien? Umfrage der Münsterschen Zeitung/Ruhr-Nachrichten: Ergebnisanzeige nach Abstimmung

Tragische Todesfälle von Waltrainern, verendete Tiere in zu kleinen Becken. Viele Tierschützer bemängeln die Zustände in Delfinarien. Gehen Sie noch - obwohl Sie vom Leid der Tiere wissen - in Delfin- und Walshows?

94,15 % Nein. Solche Einrichtungen mit meinem Eintrittsgeld zu unterstützen, kann ich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.

4,08 % Ja. Was Tierschützer erzählen, ist Quatsch. Man kann Meeressäuger artgerecht halten. Die Tiere sind glücklich, und

ich habe kein Problem, solche Shows zu besuchen.

0,34 % Ich weiß zwar vom Leid der Tiere, dennoch sind Delfinarien für mich die einzige Möglichkeit lebendige Delfine zu sehen.

Also gehe ich (mit meinen Kindern) in solche Shows

1,10 % Wale und Delfine sind mir - ehrlich gesagt - total egal.

Umfrage: über 2.000 Stimmen (Stand Januar 2013)