Delfintherapievermittler "dolphin aid" steht in der Kritik des Düsseldorfer EXPRESS - "dolphin aid"-Gründerin Kirsten Kuhnert ist bezahlte Programmdirektorin im Management des Therapiezentrums auf Curacao

Delfintherapie(WDSF 28.11.2017/akt. 17.06.2018) Am 28.11.2017 veröffentlichte der Düseldorfer EXPRESS einen kritischen Beitrag über den Delfintherapievernittler "dolphin aid". Das WDR-Fernsehen (hier: Transkription des WDR-Berichts) berichtete bereits 2005 in einem ebenfalls kritischen Beitrag. Bei vielen Kritikern von "dolphin aid" wurde mit juristischen Mitteln durch den Verein versucht, sie u.E. mundtot zu machen. Dem WDSF liegen etwa über 2.000 Seiten recherchierten Materials vor, welches ein äußerst fragwürdiges Licht auf den Verein wirft, wie nachfolgend berichtet wird.

In dem EXPRESS-Bericht heißt es zu den Spenden aus der alljährlichen Spenden-Gala im Interconti-Hotel in Düsseldorf bei der Veranstaltung in 2017: "146.000 Euro kamen zusammen. Aber inzwischen häufen sich auch die kritische Töne - die Gala und ihre Arbeit geraten immer mehr ins Zwielicht." Im EXPRESS-Bericht heißt es weiter, dass auch die entgeltlichen Bezüge der "dolphin aid"-Gründerin Kirsten Kuhnert im Management des Therapiezentrums CDTC auf Curacao, das von "dolphin aid" bevorzugt angeboten wird, bisher nie veröffentlicht wurden. Kuhnert war als Vorstandsmitglied des Vereins zurückgetreten, aber gleichwohl stimmberechtigtes Vollmitglied geblieben. Ihre Begründung zum Vorstandsrücktritt lt. Vereinsakte im Jahr 2008: "...um mögliche Missinterpretationen vorzubeugen und den Verein vor Schaden zu bewahren ... ."

EXPRESS: "Die Mutter eines betroffenen Kindes sagt zur Delfintherapie: "Sie war teuer und erfolglos, kostete uns fast 10.000 Euro. Und von den Spenden bekamen wir nichts." Jürgen Ortmüller vom "Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) kritisiert: „Die von »dolphin aid« vermittelte Delfintherapie ist kommerziell und ein Missbrauch sensibler Meeressäuger. "dolphin aid" hat am 25. Oktober 2017 eine Klage am Landgericht Köln gegen das WDSF verloren, muss 20 von 21 Behauptungen des WDSF weiter ertragen. Auch die Formulierung: "Alljährliche Abzocke von dolphin aid?" mit der der WDSF die Spendenaktionen kritisiert hatte."

Die "Abzocke"-Aussage des WDSF wurde weder vom Landgericht Köln (Az.: 28 O 368/16) in einem Gerichtsverfahren durch "dolphin aid" gegen das WDSF, noch vom Landgericht Berlin (Az.: 27 O 707/17) im Rahmen einer Einstweilige Verfügung durch "dolphin aid" gegen den Düsseldorfer Express als unzulässige Schmähkritik eingestuft, sondern als zulässige Bewertung aufgrund einer freien Meinungsäußerung.

Der EXPRESS weiter: "Unterstützer sprangen ab - Ex-"dolphin aid"-Botschafter Hugo Egon Balder hatte sich in einer RTL-Sendung für die "Freihheit für Flipper" ausgesprochen. Ex-Botschafter Howard Carpendale legte sein Ehrenamt ebenfalls nieder." Inzwischen hat sich auch der Schauspieler Ralf Möller als Botschafter von "dolphin aid" verabschiedet.

"dolphin aid e.V." kassiert 2 Prozent als Bearbeitungskosten der Teilnahmegebühr und einen "freiwilligen" Mitgliedsbeitrag von den betroffenen Eltern. Eine Verzinsung der langjährig auflaufenden Spendenbeträge zugunsten betroffenener Eltern gab es auch in Zeiten der Hochzinsphase nicht. Bei einer Spendenaktion kamen rund 26.000 Euro zusammen. Ein Vollmitglied des Vereins "dolphin aid e.V." deklarierte als Reisebüro 3% der gebuchten Reisekosten. Das alljährliche Spendenvolumen bei "dolphin aid" liegt im Durchschnitt bei mehreren Millionen Euro, berichtete der WDR (s.u.).

Kirsten Kuhnert ist seit 2009 als bezahlte Programmdirektorin im Management des von "dolphin aid" bevorzugt angebotenen CDTC-Delfintherapiezentrums auf Curacao tätig nachdem sie 1995 "dolphin aid" gegründet hat und ist gleichzeitig als Vorstandsmitglied bei dolphin aid e.V. ausgestiegen. Gleichwohl war sie weiterhin stimmberechtigtes Vollmitglied des Vereins, wie sich aus den Registerunterlagen beim Amtsgericht Düsseldorf ergibt. "dolphin aid" hat über die Jahre Millionen Euro an Spenden an das CDTC überwiesen und somit auch die Bezüge der "dolphin aid"-Gründerin Kirsten Kuhnert in dem Therapiezentrum CDTC mitfinanziert.

 

Mit Urteil vom 25.10.2017 des Landgericht Köln verlor "dolphin aid" eine Klage gegen das WDSF in erster Instanz aufgrund der kritischen Berichterstattung auf dieser Homepage in 20 Klagepunkten

 

28.06.2018 - Anbieter zocken ab – Warnung vor Delfintherapie
(Rollingplanet - Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde)

 

Lebenslänglich für Delphine - oder Rettung durch Zoohaltung?

Ein Interview mit Jürgen Ortmüller vom Wal- und Delfinschutz-Forum

 

Keine andere Tierart bewegt die Menschen so sehr wie Delphine. Seien es die Fernsehserie Flipper aus den 60er-Jahren, Begegnungen in Delphinarien oder beim Dolphin-Watching oder aber Berichte von Delphinen als Beifang riesiger Fischfänger. Doch wo sind die ethischen Grenzen im Umgang mit diesen faszinierenden Tieren? Die Ansichten darüber gehen zum Teil weit auseinander. Nachfolgend lesen Sie das vollständige Interview mit Jürgen Ortmüller vom Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF).
 

Herr Ortmüller, welche Rolle spielen Delphinarien beim Schutz von Delphinen?
Der in den meisten Delfinarien gehaltene Delfin ist der Große Tümmler, der laut der IUCN (International Union for Conservation of Nature and Natural Resources) noch nicht vom Aussterben bedroht ist. Zum Schutz der Delfine tragen Delfinarien aufgrund der katastrophalen Haltungsbedingungen in den kleinen Betonbecken und Gehegen definitiv nichts bei. Lediglich durch den fragwürdigen Bildungsauftrag der Zoos, der in der Europäischen Zoorichtlinie für die EU vorgegeben ist, gibt es noch die beiden Delfinarien in Deutschland im Nürnberger Tiergarten und im Duisburger Zoo. Alternativ sieht die Zoorichtlinie das Auswildern von Exemplaren vor, welches bisher in der Europäischen Union noch bei keinem Tier realisiert wurde.

Delphine in freier Wildbahn - haben wir Menschen das Recht, diese faszinierenden Tiere in Gefangenschaft zu halten? © tpsdave, pixabayDelphine in freier Wildbahn - haben wir Menschen das Recht, diese faszinierenden Tiere in Gefangenschaft zu halten? © tpsdave, pixabay

Delfine verlernen in Gefangenschaft das natürliche Jagdverhalten, weil sie mit totem Fisch gefüttert werden. Delfinnachzuchten haben die Beutejagd von Geburt an nicht erlernt. Durch das tägliche mehrfache Füttern der Delfine in Delfinarien durch die Tierpfleger halten sich die Delfine überwiegend an der Wasseroberfläche auf. Dies praktizieren die Delfinarienbetreiber ganz bewusst, um die Delfine den Besuchern zu präsentieren. Im offenen Meer verbringen Delfine mehr als 80 Prozent der Zeit unter der Wasseroberfläche. In Delfinarien ist es genau umgekehrt.

Als ich im Duisburger Delfinarium einen Delfintrainer fragte, warum er während der halbstündigen Show jeweils nur einen geringen Teil mit Erläuterungen über das natürliche Verhalten der Delfine in freier Wildbahn verwenden würde, sagte er mir lapidar, dass die Besucher das nicht hören wollten. In allen Delfinarien werden den Besuchern antrainierte Showkunststücke der Delfine gezeigt. In Freiheit würden Delfine zum Beispiel nicht über Hindernisse wie gespannte Seile und auch nicht über Fangnetze springen. Nur das Meer ist barrierefrei aber nicht die beengte Haltung in Delfinarien mit unnatürlichem antrainiertem Artverhalten. Dass in Duisburg bei fast jeder Show ein kleines Kind in einem Boot bei hoher Geschwindigkeit von einem Delfin durch das Becken gezogen wird, hat mit einem Bildungsauftrag nichts zu tun. Das gilt auch für das Nürnberger Delfinarien, wo sich Tierpfleger an den Flossen der Delfine durch das Becken ziehen lassen. Dies alles erinnert stark an die Shows in ausländischen Vergnügungsparks mit Delfinen. ...

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12.07.2018 - Tierschutz-Drama in Island - Fischer töten und schlachten Blauwal trotz Verbot
(Bildzeitung
)

Getöteter Blauwal in Island Juli 2018 (Foto: Sea Shepherd Conservation Society SSCS)
Getöteter Blauwal in Island (Foto: Sea Shepherd Conservation Society SSCS)

(WDSF - 13.07.2018) Nachdem durch das isländische Walfangunternehmen "Hvalur hf" des Isländers Kristján Loftson offenbar ein weltweit geschützter Blauwal getötet wurde, bereitet das WDSF einen internationalen Tourismus-Boykottaufruf gegenüber Island vor. Wir haben nachfolgendes Schreiben der isländischen Regierung übermittelt (E-Mail-Adressen s. unten):

Sehr geehrter Herr Minister Kristján Þór Júlíusson,

wie Sie den weltweiten Medien sicherlich entnommen haben, wurde durch die Fischereifangfirma Hvalur hf des Isländers Kristján Loftson der Walfang in Island wieder aufgenommen und jetzt offenbar ein weltweit geschützter Blauwal getötet (https://edition.cnn.com/2018/07/12/europe/iceland-blue-whale-intl/index.html). Wir wissen nicht, ob Loftson die Genehmigung der isländischen Regierung für seinen fortlaufenden Walfang hat. Wir als internationale Wal- und Delfinschutzorganisation sind äußerst bestürzt und geschockt über diese Vorgänge. Insbesondere der Blauwal gilt weltweit als weitgehend ausgerottet. Die Firman Hvalur hf bejagt überwiegend Finnwale, obwohl die IWC mit ihren Mitgliedern den kommerziellen Walfang durch ein Moratorium seit 1986 untersagt hat.

Island hat sich bei der jetzigen Fussballweltmeisterschaft viele Sympatien weltweit erworben. Ihr Einwohner sind sehr sympatisch und gastfreundlich. Gestört wird dieser Eindruck durch das frevelhafte Morden von weltweit geschützten Walen einer einzelnen isländischen Firma des Herrn Kristján Loftson.

Wir haben daher beschlossen, für Island zu einen weltweiten Tourismusboykott aufzurufen, solange der Walfang seitens Ihrer Regierung weiterhin zugelassen wird.

Wir möchten darauf aufmerksam machen, dass wir (Wal- und Delfinschutz-Forum WDSF) die fünf großen deutschen Kreuzfahrtunternehmen durch intensive Interventionen dazu gebracht haben, dass die Färöer-Inseln, wo alljährlich teilweise über tausend Grindwale und andere Delfinarten getötet werden, nicht mehr angelaufen werden. Die Kreuzfahrtunternehmen Aida, Costa Crociere, HapagLloyd, TransOcean und TUI Cruises verzichten nach Verhandlungen mit dem WDSF aufgrund der Walmassaker seit 2015 bzw. 2016 auf Färöer-Anlandungen (TransOcean ab 2018 und TUI Cruises ab 2019). Aida hat dazu geschrieben: "Aus Verantwortung gegenüber unserer Crew und unseren Gästen, sowie aus Gründen des Tierschutzes, hat sich AIDA Cruises dazu entschieden, die Färöer-Inseln bis auf weiteres nicht mehr anzulaufen." Im Jahr 2017 hat sich auch TUI Cruises nach jahrelangen Protestaktionen des WDSF und Tierschützerkritiken entschlossen, die Färöer-Inseln ab 2019 nicht mehr anzulanden. Unterstützt wurde das WDSF gegenüber TUI Cruises durch den deutschen Rockstar Udo Lindenberg. Das Ausbleiben von mehr als 20.000 Gästen auf der Inselgruppe, auf denen ca. 48.000 Menschen leben, hat durchaus das Potenzial, ein Umdenken in Sachen Walfang zu erreichen. Das Argument, dass der Walfang zum Überleben notwendig sei, gibt es heute nicht mehr (http://cphpost.dk/news/international/faroese-tourism-industry-losing-out-on-tourism-revenue-due-to-whaling.html).

Das WDSF übermittelte den Färöer-Bewohner im März 2018 einen offenen Brief, der von Medien auf den Färöer-Inseln veröffentlicht wurde: http://www.vp.fo/news-detail/news/news/detail/umhvoervisfelagsskapur-tit-eiga-hvoerki-makrelin-sildina-ella-hvalin/?L=1&cHash=a7712b6de1318fda914a6af762015d61.

Das deutsche Außenministerium (Auswärtiges Amt) hat inzwischen Warnhinweise für die Färöer-Inseln ausgesprochen und auf seiner Internetseite veröffentlicht (https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/daenemark-node/daenemarksicherheit/211724).

Wir möchten Sie, sehr geehrter Herr Minister Júlíusson, daher höflich und dringend bitten, den Walfang von isländischen Unternehmen durch politische Maßnahmen zu stoppen.

Bevor wir zu einem internationalen Tourismus-Boykott von Island aufrufen, erbitten wir höflich Ihre kurzfristige Stellungnahme bis zum 20.07.2018.

Kind regards
Jürgen Ortmüller
WDSF-Geschäftsführer (CEO)

E-Mail-Adressen der isländischen Regierung:
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27.06.2018 - WDSF warnt vor Delfintherapie - "Abzocke" von Anbietern

Das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) hat nach jahrelangen Recherchen seine Ergebnisse über Delfintherapieanbieter und -vermittler auf seiner Homepage veröffentlicht. Es wird über Betrüger aus der Branche, die Gefahren einer Delfintherapie und über Tierquälerei der Delfine berichtet.

Pseudo-Delfintherapie mit "dolphin aid"Jürgen Ortmüller, Geschäftsführer des WDSF: "Eine Delfintherapie birgt große gesundheitliche Risiken für Mensch und Tier. Inzwischen hat sich diese medizinisch und wissenschaftlich nicht anerkannte Pseudotherapie zu einem Millionengeschäft für Anbieter und Vermittler entwickelt. Die kommerzielle Delfintherapie ist in Deutschland verboten, sodass dubiose Anbieter wie in der Türkei, in Ägypten und in Übersee Eltern betroffener Kinder das Geld aus der Tasche ziehen."

Der Bundesverband "autismus Deutschland e.V." und Eltern von behinderten Kindern berichteten dem WDSF, dass durch Spendenaktionen oft nur ein Teil der Kosten von bis zu 15.000 Euro für eine Delfintherapie zusammen kommen würde und der Rest dann teilweise durch Darlehn von den Eltern finanziert werden müsse. Für Spendengelder die in Deutschland bei gemeinnützigen Vereinen für personenbezogene Delfintherapien eingehen, dürfen Spendenbescheinigungen für das Finanzamt ausgestellt werden.

Ortmüller: "Die Vereine kassieren die Spenden, erheben eigene Kostenerstattungen, haben manchmal gut bezahltes Personal und leiten den Rest an kommerzielle Delfintherapieanbieter im Ausland weiter. Dort sitzen dann oft Verbindungsleute, die an den Spendenaktionen partizipieren."

Der Düsseldorfer Delfintherapievermittler "dolphin aid e.V." verklagte das WDSF aufgrund seiner kritischen Berichterstattung über den "fragwürdigen Verein" vor dem Landgericht Köln. Dort wurden jedoch 20 Klagepunkte mit Urteil vom 25.10.2017 (AZ 28 O 368/16) abgewiesen. Der vorsitzende Richter des LG Köln wies darauf hin, dass "dolphin aid" sich Kritik gefallen lassen müsse und dass Inhalte der WDSF-Homepage über den Delfintherapievermittler bewiesen zutreffend seien. Über die Berufung von "dolphin aid" entscheidet das Oberlandesgericht Köln am 5. Juli 2018 (AZ 15 U 170/17). In der mündlichen Berufungsverhandlung wies der Senat des OLG Köln bereits darauf hin, dass er voraussichtlich dem erstinstanzlichen Urteil des LG Köln im Wesentlichen folgen wird. Das WDSF veröffentlichte eine Chronologie der bisher vergeblichen Rechtsverfahren von "dolphin aid" gegen das WDSF.

Während des Gerichtsverfahrens hatte sich herausgestellt, dass die "dolphin aid"-Gründerin Kirsten Kuhnert ihren Vorstandsposten bei dem Verein aufgegeben hatte und als bezahlte Managerin in das Delfintherapiezentrum CDTC auf Curacao gewechselt war.

Ortmüller: "Vereine wie "dolphin aid" betreiben bei Spendensammelaktionen ihre Abzocke. Gründer von solch fragwürdigen Vereinen wechseln dann, nachdem Millionen Euro Spendengelder alljährlich in die Vereinskasse gespült werden, zum Beispiel als bezahlte Mitarbeiter wie bei "dolphin aid" in das selbst ernannte Delfintherapiezentrum. Das Leid der Delfine in Gefangenschaft ist offenbar allen Beteiligten egal."

Im Jahr 2016 waren die Gründer des Delfintherapieanbieters "Dolphin Kids" wegen Veruntreuung von Spendengeldern zu einer Zahlung von fast 190.000 Euro verurteilt worden, weil sie sich "hemmungslos an den Spendengeldern bedient hatten", wie das Gericht formulierte, berichtet das WDSF.

Das WDSF warnt vor einer Teilnahme an einer Delfintherapie und beschreibt Alternativmöglichkeiten. "Ein Sonnenurlaub ohne Delfintherapie bringt in entspannter Atmospähre den betroffenen Kindern mit ihren Eltern meist mehr, als der Stress einer langen Anreise und der Angst der Kinder vor den Delfinen in Gefangenschaft", meint WDSF-Geschäftsführer Ortmüller.

28.06.2018 - Anbieter zocken ab – Warnung vor Delfintherapie
(Rollingplanet - Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde)

Weiterlesen: Delfintherapie

Veröffentlichungen des offenen WDSF-Briefes in Färöer-Medien:
14.03.2018 - Umhvørvisfelagsskapur: Tit eiga hvørki makrelin, sildina ella hvalin (VP.fo)
13.03.2018 - Opinion: Open letter to Faroese about slaughter of marine mammal (Local.fo)

Hier: Englische Übersetzung des WDSF-Briefes (English Translation of the WDSF-Letter)

 

(WDSF akt. 09. März 2018)

Wakfang auf den Fäöer

Sehr geehrte Färinger,

weder die Makrelen, die Heringe noch die Wale gehören Ihnen und die EU hat bereits im Jahr 2013 einen Boykott über die Färöer-Inseln verhängt, um Ihre unerträgliche Ausrottung von Fischbeständen zu verhindern. (http://www.neues-deutschland.de/artikel/918386.weiter-streit-um-fischfangquoten.html). Die Färinger können fast alles essen was sie wollen, sie können ihre persönilche Religion ausüben und ihre eigene Partei wählen, weil das ihr Privatleben betrifft und für jeden freien Menschen gilt. Aber Sie, sehr geehrte Färinger, dürfen im Gegensatz zu Ihren Wikinger-Vorfahren keine Menschenschädel verwenden und hoffentlich alsbald auch keine Wale mehr jagen und verzehren, weil gerade diese Lebewesen in besonderer Weise schützenswert sind.

Faroer Kinder WalfangDass Ihre Regierung Ihnen den Verzehr von Walfleisch noch erlaubt, heißt nicht, dass es richtig ist, dies zu tun. Ja, Sie dürfen sich und Ihre Kinder tatsächlich auch mit dem Schwermetall-verseuchten Walfleisch vergiften, weil Ihre Regierung Ihnen dies noch nicht verboten hat.

Jeder autonome Staat hat meist die Regierung, die er sich erwählt hat. Eine Regierung und ein Volk, das einer barbarischen Tradition folgt, darf von der Weltengemeinschaft kritisiert werden. Die Polizei in Tórshavn hatte uns (Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) und ProWal) im Jahr 2014 nach einer Demonstrations-Anmeldung herzlich eingeladen und ausdrücklich eine Berechtigung für unsere Demonstration bestätigt: "You are fully entitled to demonstrate and you are welcome to do so", heißt es in einem Schreiben der Polizei in Tórshavn vom 04. Juli 2014 an das Wal- und Delfinschutz-Forum (https://www.wdsf.eu/aktionen/faeroeer-walfang/wdsf-prowal-demo-aktionen-2014).

Ja, es ist sogar unser demokratisches juristisch abgesichertes Recht, Unternehmen zu boykottieren, die Produkte von den Färöer-Inseln importieren und zum Boykott dieser Produkte aufzurufen. Ja, wir dürfen Firmen wie z.B. AIDA-Cruises auffordern, die Färöer-Inseln nicht mehr mit Tausenden von Gästen zu besuchen. AIDA war unserer Aufforderung im Jahr 2013 gefolgt und hatte dem damaligen Ministerpräsidenten der Färöer-Inseln, Kaj Leo Johannesen, einen leider vergeblichen Brief geschrieben und zum Stopp des Walfangs aufgerufen (s. Link: https://www.wdsf.eu/aktionen/faeroeer-walfang/aida-faeroeer-kreuzfahrten). Mehr als Tausend Gäste durften darauf hin auf einen Besuch in Klaksvik (Färöer-Inseln) im Jahr 2013 und auch in den Folgejahren verzichten, weil es barbarisch ist, dass auch Kinder sich eine Schlachtung von Walen anschauen müssten, wenn sie zum Zeit des Besuchs stattfindet. Mehrere Tausend AIDA-Touristen haben ihr Geld nicht auf den Färöer-Inseln ausgegeben. Inzwischen stoppen AIDA, Costa Crociere, HapagLloyd, TUI Cruises und TransOcean nach WDSF-Interventionen und Tierschützerprotesten Anlandungen auf den Färöer-Inseln aus Tierschutzgründen und zum Schutz ihrer Gäste und Crews (https://www.wdsf.eu/aktionen/faeroeer-walfang/aida-faeroeer-kreuzfahrten). Die Anzahl der fehlenden Gäste dieser großen Kreuzfahrtunternehmen hat sich inzwischen auf einen jährlichen fünstelligen Bereich erhöht.

Das deutsche Fischunternehmen Gottfried Friedrichs in Hamburg war unserer Aufforderung gefolgt, keinen Lachs mehr von den Färöer-Inseln zu importieren (https://www.focus.de/finanzen/diverses/verbraucher-fisch-unternehmen-gottfried-friedrichs-stoppt-lachs-import-von-den-faeroeer-inseln-tierschuetzerproteste-erfolgreich_aid_851699.html).

Kein deutsches Unternehmen bietet Besuche in deutschen Schlachthäusern an. Färinger laden sogar Touristen ein, sich an der Waljagd zu beteiligen. In Geschäften auf den Färöer-Inseln liegen Listen für Touristen aus, die sich am Walfang beteiligen können (z.B. in Klaksvik im Buchladen "Leikalund").

Die Färinger und die Inuit in anderen Ländern mögen vor Hunderten von Jahren die Berechtigung gehabt haben, Wale zu jagen und zu verzehren, um zu überleben. Heute gibt es auf den Färöer-Inseln mehr Schafe als Einwohner. Die Lebensmittelläden auf den Färöer-Inseln (z.B. SMS in Tórshaven) verfügen über ein umfangreiches Angebot an Lebensmitteln. Kein Wal und Delfin müsste mehr getötet werden, um den Hunger der Färinger zu stillen. Heute weiß man um die beachtliche Intelligenz dieser Meeressäuger und man weiß, dass man sie nicht nachhaltig nachzüchten (domestizieren) kann. Man weiß aber auch über die Gier von Menschen die, wie auf den Färöer-Inseln, meinen, etwas umsonst zu bekommen, selbst wenn es hochgradig vergiftet ist und einer alten Tradition entspricht.

Von mehr als 190 anerkannten Ländern der Welt jagen nur noch die Färöer-Inseln, Japan, Norwegen, Island und Grönland Wale und Delfine zu angeblichen Nahrungszwecken bzw. der Forschung. In der gesamten Europäischen Union (EU) ist der Import von Wal- und Delfinfleisch verboten. Rund 50.000 Einwohnern der Färöer-Inseln stehen mehrere Milliarden (!) Menschen gegenüber, die den Fang und den Verzehr von Walfleisch ablehnen. In keinem anerkannten Land gibt es noch straffrei Sklaverei. Kinderarbeit ist in der EU verboten. Auf den Färöer-Inseln beteiligen sich nachweislich minderjährige Kinder an dem Abschlachten der Grindwale (einer Delfinart).

Ja, wir dürfen als Europäer auch Strafanzeigen gegen Verantwortliche auf den Färöer-Inseln stellen, wenn das Völkerrecht verletzt wird oder gegen nationale Gesetze verstoßen wird. Durch eine WDSF-Strafanzeige wurde im Jahr 2013 die Jagd auf eine Delfinschule von etwa 50 Tieren aufgrund polizeilicher Anordnung gestoppt, weil das Verfahren noch nicht abgeschlossen war und der zuständige Polizeichef Finnbogi Midjord sich für befangen erklärt hatte (https://www.wdsf.eu/aktionen/faeroeer-walfang/faeroeer-strafanzeige).

Die Kompetenzen des Løgtings (Parlament der Färöer) werden nach einem A-Sektor und einem B-Sektor unterschieden. Zum A-Sektor gehören alle Zuständigkeitsbereiche, die vom Løgting übernommen werden können, wenn entweder das Løgting oder das dänische Folketing es beschließen. In den B-Sektor fallen alle Fragen, die von färöischer und dänischer Regierung gemeinsam an das Løgting delegiert werden.

Grundsätzlich nicht zuständig ist das Løgting für die Landesverteidigung, Justiz und Außenpolitik. Diese sind Angelegenheit des Königreichs Dänemark. 2005 wurde allerdings mit dem Vertrag von Fámjin ein bilaterales Abkommen unterzeichnet, das die diesbezüglichen Kompetenzen des Løgtings entscheidend erweiterte.

Unsere Strafanzeigen wegen illegaler Waljagden in den Jahren seit 2010 haben dazu geführt, dass die Färöer-Regierung ein Gesetz erlassen hat, welches seit 2015 vorsieht, dass nur noch Walfänger mit einer entsprechenden Ausbildung und einer daraus folgenden Lizenz an den Jagden teilnehmen dürfen (https://www.wdsf.eu/aktionen/faeroeer-walfang/faeroeer-strafanzeige).

Weiterhin haben unsere Eingaben dazu geführt, dass Restaurants und öffentliche Abgabestellen von Walfleisch inzwischen eine behördliche Genehmigung benötigen (z.B. Hotel Hafnia und Restaurant Marco Polo in Tórshavn). Dies wurde uns schriftlich von der Staatsanwaltschaft in Kopenhagen bestätigt (https://www.wdsf.eu/aktionen/faeroeer-walfang/faeroeer-walfleisch-verseuchung).

Ja, wir durften die deutsche Fussball-Nationalmannschaft über den Deutschen Fussball--Bund (DFB) anlässlich der EM-Qualifikation im September 2013 davor warnen, Walfleisch auf den Färöer-Inseln zu konsumieren. Nationaltrainer Jochim Löw äußerte daraufhin, dass er kein Walfleisch essen würde (http://www.rp-online.de/sport/fussball/wm/joachim-loew-walfleisch-wuerde-ich-nicht-essen-aid-1.3664580). Der DFB sagte dem WDSF zu, einen eigenen Koch anlässlich des Aufenthaltes auf den Färöer-Inseln mitzubringen, wie auch Färöer-Medien berichteten (https://www.wdsf.eu/aktionen/faeroeer-walfang/431-walmord-auf-den-faeroeer-inseln-stoppen-aktionsbericht-2010-2013).

Ja, wir dürfen gegen den Walfang auch direkt auf den Färöer-Inseln demonstrieren. Die Färöer-Regierung ist möglicherweise für einen Anlass dankbar, eine Legitimation von außen zu haben, den Walfang einzuschränken und hoffentlich bald gänzlich zu stoppen, ohne ihre eigenen Wähler selbst zu vergraulen und ohne ihr Gesicht zu verlieren.

Ja, wir werden weiterhin alles unternehmen, damit der Walfang weltweit gestoppt wird, so auch auf den Färöer-Inseln. Jeder getötete Wal und Delfin ist für den Planeten und damit für den Konsenz der Natur und des Tierreichs in Koexistenz mit dem Menschen endgültig verloren.

Nein, wir müssen uns nicht dafür rechtfertigen, Teilbereiche des Planeten vor Ausrottung und Frevel zu schützen. Nein, wir müssen nicht mit unseren Hintern auf unseren Händen sitzen und teilnahmslos zusehen, wie eine autonome Nation wie die Färöer-Inseln alljährlich und historisch tausende von Grindwalen und Delfinen unwiederbringlich abschlachtet.

Nein, wir erwarten keinen Dank, wenn wir zusammen mit vielen anderen Tierschützern die Färinger Walfänger und mit ihnen eine ganze Nation auf den Weg einer weltweiten Anerkennung bringen, wenn der Walfang endgültig gestoppt ist.

Jürgen Ortmüller
Geschäftsführer und Gründer
des Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF)

 

S.a.: WDSF-Homepage:

Faroer Grindwalmassaker

 

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Axel Linke - Inh. Onmega Dolphin & Therapy Center Marmaris - WDSF-Foto

Der deutschen Inhaber des Onmega-Delfin-Therapie-Zentrums in Marmaris (Türkei), Axel Linke, scheiterte bei dem Versuch, das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) zu verklagen. Durch zwei Instanzen boxte er seine Klage und verlor letztendlich weitgehend vor dem Oberlandesgericht Hamm gegen die Delfinschutz-Organisation. Die eigenen Rechtsanwalt- und Gerichtskosten von über 5.000 Euro (lt. RVG) musste Onmega mit Axel Linke selbst übernehmen.

Das Landgericht Hagen und das Oberlandesgericht Hamm erlaubte dem WDSF folgende Aussagen:

- Der Onmega Dolphin Park in Marmaris (Inh. Axel Linke) ist einer der "Mörder von Tierschutzrechten"

- Die Delfine leben unter katastrophalen Bedingungen in viel zu kleinen Meeres-Käfigen (Onmega/Marmaris sowie Bodrum/Mumcular und Kas) und verbrennen bei über 40 Grad in der prallen Sonne, da ein erforderlicher Sonnenschutz fehlt

- Die Delfine werden für Therapien missbraucht und leiden unter der kommerziellen
Ausbeutung und dem Stress

- Die Delfine leiden unter Stress

- Das WDSF darf unter Angabe von Tatsachenbehauptungen zum Boykott aufrufen

WDSF-Tierschutzorganisation darf Türkei-Delfinarium Onmega als „Mörder von Tierschutzrechten“ bezeichnen

Einstweilige Verfügung gegen WDSF durch Marmaris -"Onmega-Delfinarium" bereits in erster Instanz weitgehend abgewiesen

(WDSF) Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) ist weltweit die einzige Organisation, die sich seit Jahren intensiv mit den Delfinarien-Angeboten der Reiseveranstalter in der Türkei befasst und die mit allen großen deutschen Anbietern in umfangreicher Korrespondenz und persönlichen langwierigen Verhandlungen erreicht hat, dass die Delfinarien-Angebote komplett aus den Verkaufsprogrammen genommen wurden. Durch die beträchtlichen Einnahmeverluste der türkischen Delfinarienbetreiber ist es diesen fast unmöglich geworden, weitere Delfine aus Wildfängen zu importieren.

Im April 2011 führte das WDSF zusammen mit der Organisation ProWal und Aktivisten eine Demonstrations-Tour zu sämtlichen Delfinarien in der Türkei durch und sprach mit fast allen Bürgermeistern der Delfniarienstädte.

Nach Vorlage der Beweismittel über die teilweise beengten oder unhygienischen Zustände (Delfinarien in Alanya, Belek, Antalya, Bodrum & Mumcular, Kas, Kusadasi, Istanbul) sowie die Haltung von verletzen Meeressäugern (hier: in Antalya DolphinLand) versprachen einige Bürgermeister Abhilfe, der sie jedoch bis heute nicht nachgekommen sind. Auch im Onmega-Delfinarium in Marmaris (Icemeler) leben Delfine in viel zu kleinen Käfigen unter katastrophalen Bedingungen und verbrennen bei über 40 Grad C in der prallen Sonne, da ein erforderlicher Sonnenschutz fehlt. Das Angebot der Delfintherapie ist eine finanzielle Ausbeutung der intelligenten Meeressäuger.

Die Delfine werden für Therapien missbraucht und leiden unter Stress. Eine Delfin-Therapie mit Kindern kann sehr gefährlich sein. Die meisten Delfine in der Türkei sind Wildfänge. Wir konnten dokumentieren, dass z.B. in dem Meereskäfig-Delfinarium in Bodrum die Tiere minutenlang frustiert mit ihrer Fluke kräftig auf das Meer schlugen (s. Video unten). Dort wird das Schwimmen mit Delfinen und die sog. Delfin-Therapie angeboten - für Menschen in den kleinen Gehegen eine große Gefahr für Leib und Leben! Im Delfinarium in Antalya und in Belek werden nachweislich verletzte Tiere eingesetzt. In manchen Delfinarien wie z.B. im "Sealanya" in Alanya herrschen absolut unhygienische Zustände, wie auch der Reiseveranstalter TUI nach WDSF-Hinweisen selbst recherchierte.

Wir konnten weiterhin nachweisen, dass für das "Sealanya"-Delfinarium in Alanya im Jahr 2008 insgesamt zehn Delfine aus der grausamen und blutigen Delfintreibjagd in Taji/Japan importiert wurden (Kaufvertrag: PDF Download). Von diesen zehn Delfinen aus Japan verstarben im Februar 2010 innerhalb weniger Tage vier Delfine, da die Betonbecken ganz offensichtlich nicht regelmäßig gereinigt wurden und die Delfine bei über 40 Grad ohne Sonnenschutz regelrecht verbrennen (Autopsiebericht s. ganz unten und http://www.focus.de/wissen/wissenschaft/natur/umwelt-sonnenverbrannte-wale_aid_570307.html).

Das Onmega-Delfinarium in Marmaris (Inhaber Axel Linke - Manager Turgay Uykusuz) versuchte, das WDSF mit einer Einstweiligen Verfügung im Jahr 2011 vor dem Landgericht Hagen-Westf. erfolglos mundtot zu machen. Unter Androhung einer Geldstrafe von 250.000 Euro, ersatzweise 6 Monate Ordnungshaft, sollte dem WDSF untersagt werden (hier: auszugsweise), nachfolgendes zu behaupten bzw. zu fordern:

- die Delfine leben in viel zu kleinen Käfigen;

- die Delfine werden in abgeschotteten Gehegen unter katastrophalen Bedingungen gehalten;

- die Delfine verbrennen bei über 40 Grad C in der prallen Sonne, da ein erforderlicher Sonnenschutz fehle;

- Aufruf zum Boykott: "BOYKOTT TOURISM TO MARMARIS/TURKEY" (mit nachfolgender Grafikbeschriftung "Delfinqual im Therapiezentrum Onmega")

Inzwischen wurde nach Berufung vor dem OLG Hamm (s.o.) letztinstanzlich entschieden, dass das WDSF diese Aussagen verwenden darf, wobei ein Boykott-Aufruf mit Tatsachenbehauptungen unterlegt sein muss.

Es gibt etliche Erfahrungsberichte von Eltern über die Delfintherapie im Delfinzentrum Onmega in Marmaris. Hier ein Auszug aus dem Eltern-Blog der Onmega-Internetseite:

"Nach der ersten Woche hatte Annika zwei Tage Heimweh, sie hat zwischen den Therapien immer mal wieder geweint und wir haben dann viel mit der Oma, mit Papa und der Schwester Tanja telefoniert und sind abends auch ganz früh (21 uhr) im Bett gewesen – haben gekuschelt und früh geschlafen. Annika hat noch nie Heimweh gezeigt, darum war ich ganz erstaunt. Das ist auch ein Fortschritt, wenn auch kein schöner!"

Wir wollen dabei nicht verschweigen, dass aus nachvollziehbaren Gründen in dem Blog überwiegend positive Erfahrungswerte dargestellt werden. In wissenschaftlichen Studien wurde festgestellt, dass es meist das Urlaubserlebnis ist, was behinderte Kinder etwa fröhlicher erscheinen lässt. Lediglich in der Wahrnehmung der Eltern war im Rahmen der sog. "Breitenbach-Studie" ein positiver Effekt feststellbar.

Es muss daher davon ausgegangen werden, dass die Delfin-Therapie medizinisch unsinnig ist, die Delfine für die Therapieform missbraucht werden und die Kosten in keiner Relation zur Wirkung stehen. Alternative Therapieformen wie die Hippotherapie (mit Therapie-Pferden) und eine Therapie mit ausgebildeten Rettungshunden sind weitaus günstiger und werden auch in Deutschland angeboten.

Onmega-Eingang zu den Delfinkäfigen

Meldung auf türkisch:

27. Nisan 2012: Report Turkish: Timurca – Ana Sayfa (Kültür-Sanat-Politika)

WDSF’in Marmaris’teki Onmega Yunus Parkına ve Diğerlerine Karşı Adalet Zaferi

WDSF’in Marmaris’teki Onmega Yunus Parkına ve tüm diğer Yunus Parklarına karşı Hamm Eyalet Yüksek Mahkemesi önündeki Zaferi
Yunus Korumacıların Eyalet Yüksek Mahkemesindeki Zaferi

Hagen (ots) – Almanya Hamm Eyalet Yüksek Mahkemesi, Hagen’da yerleşik “Wal- und Delfinschutz-Forum” (WDSF) yani Balina ve Yunus Koruma Forumu adlı Siivil Toplum Kuruluşunun, yunusların tutsak edilmesini ticari sömürü olarak nitelendirmesini ve eleştirmesini haklı bularak adı geçen STK’nın bu işletmeleri kamu önünde ifşa ve kınamasının yerinde olduğuna karar verdi.



Eyalet Yüksek Mahkemesinin Kararına göre, WDSF’nin kullandığı „yunuslar çok ufak kafeslerde yaşamak zorunda bırakılıyorlar“, „terapi seansları için istismar ediliyorlar“, „tutsaklıkları nedeniyle stres yaşıyorlar“, „durumları felaket arzediyor“ şeklindeki açıklamalar ve eleştiriler yasal olup, fikir özgürlüğünün korunması prensibine dahildir.



Eyalet Yüksek Mahkemesi, WDSF’in Iserlohn ilçesinde yerleşik avukatı Gerd Schönfelder’e fikir belirtmenin amacının, bu yüzden bir ticari işletme madur olacak dahi olsa “bir konudaki fikrin açıklanması, çevreyle paylaşılması, fikir oluşturulması ve inandırıcı olunması“ özgürlüğü demektir şeklindeki mütalaasını iletmiştir.



Yüksek Eyalet Mahkemesinin 13. No lu Sulh Kurulu, WDSF’in açıklamalarının kamuyu ilgirendiren Hayvan Hakları ve Hayvanların Cinslerine Uygun Yaşam Hakları konusuna ilişkin olduğunun altını çizmiştir. Mahkeme kararında (AZ OLG HAMM I-13 U 174/11), Hayvan Hakları STK’sının, yasal fikir özgürlüğü hakkı çerçevesinde olmak ve belirtilen beyanlara uygun olmak şartıyla boykot çağrısında dahi bulunmasının yasal olduğuna karar vermiştir.



WDSF-Başkanı Jürgen Ortmüller (58): “Dünya çapındaki yunus parklarına karşı olan kampanyamızı Hollywood yıldızı ve Oscar ve Bambi ödülleri sahibi Richard’O Barry (WDSF Kuratoryumu) nin desteğiyle ve şiddeti arttırılarak sürdüreceğiz. Kamuoyu, yunusların mezaliminin ne denli korkunç olduğunu görmesi, idrak etmesi gerekiyor” demektedir.



WDSF bu konuda ayrıca bilimsel destei de, “tutsaklığı süren yunusların bir dakika boyunca düz olarak yüzebilmeleri için en az 850 m. lik bir kulvara gereksinim olduğunu” bilimsel olarak tespit eden Bochum Ruhr üniversitesinden Dr.Christian Schulze’den almaktadır. Bilıi adamı ayrıca, tutsak ortamda üretilen yunusların, doğal avlanma yetileri körelmiş olduğundan bunların direkt olarak doğal ortama bırakılabilmelerinin mümkün olmadığını da bildirmektedir (www.wdsf.eu) .
WDSF kalan son iki yunus parkı olan Duisburg ve Nürnberg yunus parklarında üretimin yasaklanmasını ve yunusların tutsaklığının sona erdirilmesini talep etmektedir.



Basın ve Medya ile ilşkiler:

Jürgen Ortmüller
WDSF-Başkan

Dolphin Defenders Win in Higher Regional Court

(Hagen/Westf. - April 2012) The Higher Court (OLG) in Hamm/Germany granted the „Wal- und Delfinschutz-Forum“ (WDSF, Whale and Dolphin Protection Forum) from Hagen the right to keep criticizing dolphin captivity as commercial exploitation as well as publicly denouncing the owners of dolphinaria.

Statements of the WDSF such as “dolphins live in far too small cages”, “are abused for therapies”, “suffer stress in captivity” and “in catastrophic conditions” are permissible according to the judgement of the Higher Court and enjoy the protection of freedom of expression. The OLG confirmed to the WDSF with its Iserlohn lawyer Gerd Schönfelder that the purpose of expression of opinion is “to exert an intellectual effect on the public, to promote opinions and act convincingly” even if it may adversely affect the economic position of a business. The statement of the WDSF is an issue of public interest pertaining to animal protection and welfare, according to the 13th civil division of the OLG. Even a boycott call is permissible as long as it is in the scope of allowable expression of opinion and the animal protection organization limits itself to the conceded statements (AZ OLG Hamm 13 U 174/11).

The head of WDSF, Jürgen Ortmüller (58): “We will continue our worldwide anti-dolphinaria campaign reinforced now with support of Hollywood-Star, Oscar and Bambi award winner Richard O’Barry (WDSF Board of trustees). The public must learn how catastrophic dolphin captivity really is.”

The WDSF also receives words of encouragement through the scientific declaration by Dr Christian Schulze (Ruhr University Bochu/Germany), who has in mind a minimum pool length of 850 meters for the remaining captive dolphins, “so they can swim straight forward for at least a minute.” A reintroduction of progeny into the wild is largely ruled out as those marine mammals lost their own predatory behavior in captivity.

The WDSF demands stopping births for the remaining dolphinaria in Duisburg and Nuremberg as well as a phasing out of dolphin captivity.--

Jürgen Ortmüller
Executive Director, WDSF