Delfintherapievermittler "dolphin aid" steht in der Kritik des Düsseldorfer EXPRESS - "dolphin aid"-Gründerin Kirsten Kuhnert ist bezahlte Programmdirektorin im Management des Therapiezentrums auf Curacao

Delfintherapie(WDSF 28.11.2017/akt. 17.06.2018) Am 28.11.2017 veröffentlichte der Düseldorfer EXPRESS einen kritischen Beitrag über den Delfintherapievernittler "dolphin aid". Das WDR-Fernsehen (hier: Transkription des WDR-Berichts) berichtete bereits 2005 in einem ebenfalls kritischen Beitrag. Bei vielen Kritikern von "dolphin aid" wurde mit juristischen Mitteln durch den Verein versucht, sie u.E. mundtot zu machen. Dem WDSF liegen etwa über 2.000 Seiten recherchierten Materials vor, welches ein äußerst fragwürdiges Licht auf den Verein wirft, wie nachfolgend berichtet wird.

In dem EXPRESS-Bericht heißt es zu den Spenden aus der alljährlichen Spenden-Gala im Interconti-Hotel in Düsseldorf bei der Veranstaltung in 2017: "146.000 Euro kamen zusammen. Aber inzwischen häufen sich auch die kritische Töne - die Gala und ihre Arbeit geraten immer mehr ins Zwielicht." Im EXPRESS-Bericht heißt es weiter, dass auch die entgeltlichen Bezüge der "dolphin aid"-Gründerin Kirsten Kuhnert im Management des Therapiezentrums CDTC auf Curacao, das von "dolphin aid" bevorzugt angeboten wird, bisher nie veröffentlicht wurden. Kuhnert war als Vorstandsmitglied des Vereins zurückgetreten, aber gleichwohl stimmberechtigtes Vollmitglied geblieben. Ihre Begründung zum Vorstandsrücktritt lt. Vereinsakte im Jahr 2008: "...um mögliche Missinterpretationen vorzubeugen und den Verein vor Schaden zu bewahren ... ."

EXPRESS: "Die Mutter eines betroffenen Kindes sagt zur Delfintherapie: "Sie war teuer und erfolglos, kostete uns fast 10.000 Euro. Und von den Spenden bekamen wir nichts." Jürgen Ortmüller vom "Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) kritisiert: „Die von »dolphin aid« vermittelte Delfintherapie ist kommerziell und ein Missbrauch sensibler Meeressäuger. "dolphin aid" hat am 25. Oktober 2017 eine Klage am Landgericht Köln gegen das WDSF verloren, muss 20 von 21 Behauptungen des WDSF weiter ertragen. Auch die Formulierung: "Alljährliche Abzocke von dolphin aid?" mit der der WDSF die Spendenaktionen kritisiert hatte."

Die "Abzocke"-Aussage des WDSF wurde weder vom Landgericht Köln (Az.: 28 O 368/16) in einem Gerichtsverfahren durch "dolphin aid" gegen das WDSF, noch vom Landgericht Berlin (Az.: 27 O 707/17) im Rahmen einer Einstweilige Verfügung durch "dolphin aid" gegen den Düsseldorfer Express als unzulässige Schmähkritik eingestuft, sondern als zulässige Bewertung aufgrund einer freien Meinungsäußerung.

Der EXPRESS weiter: "Unterstützer sprangen ab - Ex-"dolphin aid"-Botschafter Hugo Egon Balder hatte sich in einer RTL-Sendung für die "Freihheit für Flipper" ausgesprochen. Ex-Botschafter Howard Carpendale legte sein Ehrenamt ebenfalls nieder." Inzwischen hat sich auch der Schauspieler Ralf Möller als Botschafter von "dolphin aid" verabschiedet.

"dolphin aid e.V." kassiert 2 Prozent als Bearbeitungskosten der Teilnahmegebühr und einen "freiwilligen" Mitgliedsbeitrag von den betroffenen Eltern. Eine Verzinsung der langjährig auflaufenden Spendenbeträge zugunsten betroffenener Eltern gab es auch in Zeiten der Hochzinsphase nicht. Bei einer Spendenaktion kamen rund 26.000 Euro zusammen. Ein Vollmitglied des Vereins "dolphin aid e.V." deklarierte als Reisebüro 3% der gebuchten Reisekosten. Das alljährliche Spendenvolumen bei "dolphin aid" liegt im Durchschnitt bei mehreren Millionen Euro, berichtete der WDR (s.u.).

Kirsten Kuhnert ist seit 2009 als bezahlte Programmdirektorin im Management des von "dolphin aid" bevorzugt angebotenen CDTC-Delfintherapiezentrums auf Curacao tätig nachdem sie 1995 "dolphin aid" gegründet hat und ist gleichzeitig als Vorstandsmitglied bei dolphin aid e.V. ausgestiegen. Gleichwohl war sie weiterhin stimmberechtigtes Vollmitglied des Vereins, wie sich aus den Registerunterlagen beim Amtsgericht Düsseldorf ergibt. "dolphin aid" hat über die Jahre Millionen Euro an Spenden an das CDTC überwiesen und somit auch die Bezüge der "dolphin aid"-Gründerin Kirsten Kuhnert in dem Therapiezentrum CDTC mitfinanziert.

 

Mit Urteil vom 25.10.2017 des Landgericht Köln verlor "dolphin aid" eine Klage gegen das WDSF in erster Instanz aufgrund der kritischen Berichterstattung auf dieser Homepage in 20 Klagepunkten

  • 01.11.2017 - Delphintherapievermittler dolphin aid e.V. verliert Klage gegen das WDSF (MND)

    hier: Urteil des Landgericht Köln (28 O 368/16) vom 25.10.2017 dolphin aid ./. WDSF (Entscheidungsgründe)
    hier: Urteil des Landgericht Köln (28 O 368/16) vom 25.10.2017 dolphin aid ./. WDSF  (vollständiges Urteil)

    Anm.: Der Klageantrag von dolphin aid e.V. gegen das WDSF wurde in 20 Klageanträgen vom Landgericht Köln abgewiesen. Das WDSF darf dementsprechend seine auf dieser Homepage dargestellte kritische Berichterstattung über den fragwürdigen Delfintherapievermittler aus Düsseldorf weiterhin veröffentlichen. U.a. wies der Richter in der mündlichen Verhandlung darauf hin, dass dolphin aid sich Kritik gefallen lassen müsse und dass Inhalte der WDSF-Homepage über den Delfintherapievermittler bewiesen zutreffend seien und einige Klagepunkte vom Kläger nicht angegriffen worden wären.

    Herr Adriaan Schrier hatte lt. LG Köln mit Frau Kuhnert (Gründerin des Klägers "dolphin aid e.V.") zusammen das Therapiezentrum CDTC auf Curacao errichtet (s. S. 4 oben des Urteils), wo Kuhnert seit 2009 als dotierte Programmdirektorin im Management tätig ist.

  • 11.09.2017 - Delfintherapievermittler "dolphin aid" verklagt Tierschützer vom WDSF (WDSF)
  • 01.11.2017 - "dolphin aid" verliert Klage gegen Hagener Tierschützer (direkt dran.TV)
  • 04.06.2018 - Delfintherapievermittler „dolphin aid“ geht in die Berufung gegen das Wal- und Delfinschutz-Forum (MND)
    In der mündlichen Verhandlung der Berufung durch "dolphin aid" vor dem Oberlandesgericht Köln am 07.06.2018 (AZ 15 U 170/17) hat die Gerichtskammer bereits darauf hingwiesen, dass sie dem Urteil des Landgericht Köln im Wesentlichen folgen wird. Das Urteil soll am 05.07.2018 verkündet werden. Das WDSF wird nach Vorlage des Berufungsurteils Stellung nehmen und das Urteil veröffentlichen. Dass Kirsten Kuhnert zuerst den Verein "dolphin aid" im Jahr 1995 gegründet hat und dann 2009 als bezahlte Programmdirektorin in das von ihr mit errichtete Delfintherapiezentrum "CDTC" auf Curacao gewechselt ist, bezeichnete einer der Richter des OLG Köln als "Honi soit qui mal y pense" (ein Schelm, wer Böses dabei denkt).

    Nachtrag: In einer Verfügung vom 04.09.2018 hat das OLG Köln nach einem Nachtrag von "dolphin aid" einen weiteren Beweistermin auf den 06.12.2018 gelegt, um festzustellen, ob Frau Kuhnert und Herr Evers, benannt von Klägerseite, tatsächlich im März 2016 erstmals Kenntnis davon erlangten, dass Herr Balder nicht mehr als sog. Botschafter für den Kläger fungieren möchte.

 

28.06.2018 - Anbieter zocken ab – Warnung vor Delfintherapie
(Rollingplanet - Deutschlands führendes Online-Magazin für Behinderte, Senioren und Freunde)