28.11.2017 - 
Wirbel um „dolphin aid“ Spenden-Gala im Zwielicht – wohin floss das Geld? – Quelle: https://www.express.de/28968122 ©2017
Wirbel um "dolphin aid" Spenden-Gala im Zwielicht - wohin floss das Geld?  (EXPRESS)

Delfintherapievermittler "dolphin aid" steht in der Kritik des Düsseldorfer EXPRESS

(WDSF 28.11.2017) Seit der Gründung von "dolphin aid" im Jahr 1995 ist dies u.E. der erste kritische Bericht eines Printmediums über den fragwürdigen Verein. Das WDR-Fernsehen berichtete 2005 in einem ebenfalls kritischen Beitrag, den "dolphin aid" jedoch vor Gericht stoppen ließ. Bei vielen Kritikern von "dolphin aid", wurde mit juristischen Mitteln durch den Verein versucht, sie u.E. mundtot zu machen. Dem WDSF und dem Redakteur des EXPRESS, Guenther Classen, liegen über 2.000 Seiten recherchierten Materials vor, welches ein äußerst fragwürdiges Licht auf den Verein wirft.

Eine der WDSF-Aussagen ist: „Die von »dolphin aid« vermittelte Delfintherapie ist kommerziell und ein Missbrauch sensibler Meeressäuger.“ Die alljährliche Spenden-Gala vorwiegend im InterConti-Hotel Düsseldorf bezeichnet das WDSF mit dem Titel "Alljährliche Abzocke von dolphin aid?" (s.u.), wobei diese Aussage vom Landgericht Köln nicht als unzulässige Schmähkritik eingestuft wurde, sondern als zulässige Bewertung aufgrund einer freien Meinungsäußerung.

Mit Urteil vom 25.10.2017 des Landgericht Köln verlor "dolphin aid" eine Klage gegen das WDSF aufgrund der kritischen Berichterstattung auf der WDSF-Homepage in 20 Klagepunkten:

01.11.2017 - Delphintherapievermittler dolphin aid e.V. verliert Klage gegen das WDSF (MND)

hier: Urteil des Landgericht Köln vom 25.10.2017 dolphin aid ./. WDSF (Entscheidungsgründe)
hier: Urteil des Landgericht Köln vom 25.10.2017 dolphin aid ./. WDSF  (vollständiges Urteil)

Bei dem Gerichtstermin am 20.09.2017 vor dem Landgericht Köln aufgrund einer Klage des Düsseldorfer Delfintherapievermittlers dolphin aid e.V. wegen der kritischen Veröffentlichungen des WDSF auf seiner Homepage stellte der vorsitzende Richter fest, dass die Klage von dolphin aid gegen das WDSF in 20 von 21 Klagepunkten voraussichtlich abgewiesen wird. Das Urteil vom 25.10.2017 hat dies nun bestätigt.

U.a. wies der Richter bei der mündlichen Verhandlung darauf hin, dass dolphin aid sich Kritik gefallen lassen müsse und dass Inhalte der WDSF-Homepage über den Delfintherapievermittler bewiesen zutreffend seien und einige Klageinhalte durch den Kläger nicht angegriffen worden wären.

11.09.2017 - Delfintherapievermittler "dolphin aid" verklagt Tierschützer vom WDSF

Delfintherapie (WDSF-Foto)(WDSF - 11.09./30.09.2017) - Das Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) befasst sich seit Jahren mit dem Thema Delfintherapie und in diesem Zusammenhang mit dem Missbrauch von Delfinen in Gefangenschaft. Der Düsseldorfer Delfintherapievermittler "dolphin aid e.V.“ hatte das WDSF wegen Inhalten auf der WDSF-Homepage, verklagt. Der Prozesstermin war am Mittwoch den 20. September 2017 vor dem Landgericht Köln.

Die Vorwürfe in der Klageschrift von "dolphin aid" gegen das WDSF reichen von der Veröffentlichung von angeblichen Unwahrheiten, über Verletzungen des Unternehmenspersönlichkeitsrechts bis hin zu möglichen strafbaren Handlungen. Den Streitwert vor Gericht hat "dolphin aid" mit 210.000 Euro beantragt.

Das WDSF beruft sich als gemeinnützig anerkannte Tierschutzorganisation auf das Recht auf freie Meinungsäußerung und der Darstellung von wahren Tatsachenbehauptungen. Darstellungen zu "dolphin aid" seien auf der WDSF-Internetseite durch Verlinkungen zu Medienveröffentlichungen und Aussagen von betroffenen Eltern behinderter Kinder bewiesen. Auch das WDR-Fernsehen hätte den Verein in einem Beitrag, den das WDSF aus YouTube veröffentlichte, massiv kritisiert.

In Rahmen der Klage wurde von "dolphin aid" bestätigt, dass die "dolphin aid“-Gründerin, Kirsten Kuhnert, inzwischen einen dotierten Beratervertrag bei dem Therapiezentrum CDTC auf Curacao übernommen hat, zu dem der Verein die Eltern mit ihren behinderten Kindern für recht viel Geld vermittelt. Dei "dolphin aid" sei sie daraufhin als Vorstandsvorsitzende zurückgetreten und blieb allerdings stimmberechtigtes Vollmitglied des Vereins. Auch soll ein Wuppertaler Reisebüro lt. WDSF als Vollmitglied von "dolphin aid e.V.“ (lt. Handelsregister Düsseldorf) Provisionen für vermittelte Reisen deklariert haben, was der Verein bestreitet. Der WDR hatte berichtet, dass Spenden an den Verein teilweise erst auf Anmahnung von Eltern bei betroffenen Kindern richtig verbucht worden seien. Reisekosten des Vorstands von "dolphin aid“ und von Mitarbeitern sollen aus Vereinseinnahmen finanziert worden sein.

WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller: "Der Verein dolphin aid ist bei einigen Kritikern dafür bekannt, dass er schon mal mit teuren einstweiligen Verfügungen oder Unterlassungserklärungen gegen sie vorgeht. Das WDSF ist froh, dass es nun einen öffentlichen Prozess gibt, der hoffentlich über die Hintergründe des unserer Meinung nach fragwürdigen Vereins einiges aufdeckt. Die kommerzielle Verwendung von Delfinen für die Delfintherapie ist in unseren Augen ein Missbrauch der freiheitsliebenden Meeressäuger.“

Weiterlesen: WDSF-Homepage zu "dolphin aid e.V."