Heri Joensen Buhne Ausweiden
Der Frontmann der Färöer-Metal-Band Týr, Heri Joensen, beteiligte sich an der blutigen Grindwaljagd auf den Färöer-Inseln. Tausende von Protesten auf Facebook gegenüber den Veranstaltern der Europa-Tour der Band im Jahr 2016 führten nach einem WDSF-Boykottaufruf in Deutschland und den Niederlanden zu sieben Auftrittsabsagen.

WDSF-Pressemitteilung: Tierschützer demonstrieren in Oberhausen vor Musikclub gegen Färöer-Band wegen Waltötungen

TV Sendung auf arte "Tracks" am Freitag, den 24.02.2017



Boykott gegen Týr

arte TV: "Weil ihr Sänger sich an der traditionellen Waljagd beteiligt, wird die Viking-Metalband Týr von den Färöer Inseln in Deutschland weitestgehend boykottiert. „Tracks“ hat mit beiden Seiten gesprochen."

Der TV-Sender arte hat Interviews mit dem Frontmann von Tyr, Heri Joensen, und dem WDSF-Geschäftsführer geführt. Der Beitrag wurde in der Sendung "Tracks" bei arte am 24.02.2017 gesendet. Hier der Link zur arte-Sendung über den Boykott der Färöer-Band Tyr: http://www.arte.tv/guide/de/071432-003-A/tracks (ab Min. 08:30 bis Min. 15:00)

TV-Beitrag direkt auf YouTube:

 Demo in Oberhausen von "Be a Voice for the Voiceless"


Rockmusiker begrüßt Boykott gegen Färöer-Band Tyr

Foto: Tim HusungDer bekannte deutsche Rock-Musiker Tim Husung äußerte sich in einem Statement gegenüber dem Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) zu der Färöer-Band TYR:

"Die Aufgabe und Mission eines Musikers und Künstlers ist es, eine positive Energie und Emotion zu transportieren und anderen eine gute Zeit zu bereiten. Denjenigen die anderen Lebewesen, ob Mensch oder Tier, Leid zufügen und dieses öffentlich befürworten oder ausführen, sollte mit aller Härte entgegen getreten werden. Im Falle der Band TYR und deren Sänger, Heri Joensen, der die Treibjagden auf den Färöer Inseln befürwortet, begrüße ich die Entscheidung der Clubs, die sich für einen Boykott dieser Band ausgesprochen haben."

Der Schlagzeuger Tim Husung spielte bereits bei Rock am Ring, Rock im Park und anderen großen Festivals sowie für andere Acts in der deutschen Fernseh-Landschaft bei Produktionen wie "The Dome" in der Dortmunder Westfalenhalle, "Top of the Pops" ,der "RTL Chartshow" und später bei Stefan Raabs "TV Total" und u.a. bei der Mc Fit Fight Night, Stefan Raab vs. Regina Halmich in der ausverkauften Lanxess Arena in Köln.

 

(WDSF - akt. 11.12.2016) Der WDSF-Boykott-Aufruf beruht darauf, dass der Frontmann der Färöer-Metal-Band TYR, Heri Joensen, die alljährlichen hundertfachen Tötungen von Grindwalen ("grind") propagiert und an Ausweidungen der Meeressäuger teilgenommen hat sowie die Abschlachtungen in den Songs der Band verherrlicht. Ein Foto mit ihm und einem getöteten Grindwal postete Joensen selbst auf seiner Facebook-Seite und schrieb: "Real men kill their own meat like this long-fined pilot whale.“ (Ein wahrer Mann tötet sein eigenes Fleisch wie diesen Pilotwal). 



Nach Tausenden von Protesten haben sechs Clubs mit ihren Veranstaltern in Deutschland die geplanten Auftritte von TYR wieder abgesagt. Der Logo-Club in Hamburg erhielt daraufhin alleine über 1.700 positive Likes. Einnahmen von mehreren tausend Zuschauern  entfallen damit für die Band und die Veranstalter anlässlich der geplanten Tour in Deutschland und Holland.



Ursprünglich hatte auch der Club from Hell in Erfurt dem WDSF schriftlich zugesagt, dass die Färöer-Band abgesagt sei. Auf der Homepage dieses Clubs heißt es nun: "Nach den Verwirrungen um den Auftritt der Band Tyr können wir hier an dieser Stelle sagen dass wir uns als Club nach langem überlegen und Feedbackauswertung entschlossen haben das Konzert komplett mit Tyr an Bord durchzuziehen."

 Seitdem entbrannte ein Proteststurm und der Club from Hell sackte in seinen Facebook-Bewertungen erheblich ab. „Einfach nur charakterlos“ und „Walmördern eine Bühne anbieten? So einen Klub betrete ich nicht! NEVER !!!“ heißt es neben hunderten anderer Kritiken nach dem Rückzieher des Musikclubs auf der Facebook-Clubseite.

Anfang November teilte der Helvete Club in Oberhausen einen Auftritt von TYR für den 21. November 2016 mit (s.u.).

Jürgen Ortmüller, Geschäftsführer des WDSF: „Nachdem wir durch intensive Interventionen erreichen konnten, dass Kreuzfahrtunternehmen wie Aida, Costa und HapagLloyd aus Tierschutzgründen die Färöer-Inseln nicht mehr anlaufen, ist dieser weitere erfolgreiche Boykott-Aufruf vielleicht die einzige Sprache, die auf den Färöer-Inseln verstanden wird, damit sie das alljährliche und hundertfache brutale Abschlachten von intelligenten Meeressäugern endlich stoppen und Bands wie TYR, die in der Öffentlichkeit stehen, ihre Glorifizierung des Mordens von Meeressäugern überdenken.“



In der Schweiz werden anlässlich eines geplanten Auftritts der Farör-Band TYR und zum WM-Qualifikationsspiel Schweiz ./. Färöer Inseln im November Demonstrationen vor dem Musikclub "Galvanik" in Zug und vor dem Fussballstadion in Luzern stattfinden. In den Niederlanden stoppte der Club Gebr. de Nobel in Leiden ebenfalls den Bandauftritt.



Der dänische TV-Sender TV2 Nord befasste sich am 10.11.2016 in einem Beitrag mit dem Thema.

Tyr-posting auf ihrer Facebook-Seite vom 28.10.2016 bezüglich der aktuellen Absagen in Deutschland und Holland (zusätzlich hat auch der Club "Logo" in Hamburg die Band wieder ausgeladen):

Facebook-posting des Frontmanns von Tyr, Heri Joensen, vom 13.09.2016
mit einem verzweifelten Aufruf, die gecancelten Clubs anzuschreiben:

 

AKTUELL

 

 

WDSF-Boykott-Aufruf

Bitte kommentiert auf den folgenden Facebook-Seiten der noch nicht abgesagten Clubs und bedankt Euch bitte bei den Clubs, von denen bereits eine Absage für die Färöer-Band TYR vorliegt (und ggf. auch die Sternebewertung positiv korrigieren).

Auch bei dem vermittelnden Hauptveranstalter "The Flaming Arts" können Kommenater hinterlassen werden:
https://www.facebook.com/FlamingArtsAgency/

und bei dem Frontmann der Band TYR, Heri Joensen:
https://www.facebook.com/joensen.heri/?fref=ts

Hier der Boykott-Aufruf für die Musikclubs auf Facebook

Dies sind die Clubs in denen Tyr im November 2016 auftreten soll (bisher liegen Absage-Mitteilungen für TYR der sechs von ursprünglich sieben Clubs aus Deutschland und einem Club aus Leiden/Holland vor):

 

ABGESAGT! 10. November Postbahnhof – Berlin/Germany (1.200 - 3.500 Zuschauerkapazität) https://www.facebook.com/postbahnhofclub/ - Folter Records hat dem WDSF am 04.11.2016 nochmals bestätigt, dass "TYR nicht spielen wird" und Eventim darüber informiert ist.
 
ABGESAGT! 11. November Alte Zuckerfabrik – Rostock/Germany (einige Hundert Zuschauerkap.) https://www.facebook.com/alte.zuckerfabrik/?fref=ts
 
ABGESAGT! 13. November Logo – Hamburg/Germany (450 Zuschauerkap.) https://www.facebook.com/logohh/?fref=ts 
 
ABGESAGT! (ursprünglich Ende Sept. neu aufgenommen): 13. November Vermieter Tivoli im Aladin/Bremen und Veranstalter Carlo's Konzerte (bis zu 700 Besucher)
 
Carlos Konzerte 07.1016
 
 
ERST ABGESAGT - dann wieder aktiviert! 15. November Club from Hell – Erfurt (ca. 200 Zuschauerkap.)
https://www.facebook.com/Club-From-Hell-107399386028660/?fref=ts
(Nach Stornierung der urspr. Absage hagelte es Sterneabwertungen auf der Facebbok-Seite des Club from Hell und hunderte kritischer Kommentare)
 

Ursprünglich vom Club from Hell (sämtl. E-Mails s.u.):

Von: Frank Klein <info@clubfromhell>;
Betreff: RE: Auftritt der Färöer-Band TYR - Akt.
Datum: 24. August 2016 11:18:45 MESZ
An: Jürgen Ortmüller <ortmueller@me>;

Hi, TYR für Erfurt ist abgesagt.
Ich bin nur noch nicht zu einem Statement gekommen. ...
Gegen Ende der Woche stets dann aber auch offiziell auf unserer SEite dass die Band an dem Abend gestrichen ist aus besagten Gründen.

Grüße,Frank

From Hell/Nocturnal Empire
Flughafenstraße 41
99092 Erfurt
Germany
 

ABGESAGT! 20. November Cafe Zentral – Weinheim/Germany (ca. 500 Zuschauerkap.) https://www.facebook.com/CafeCentralWeinheim/?fref=ts
 
ABGESAGT! 21. November 2016 Essigfabrik – Köln (max. 1.200 Zuscherkap.) https://www.facebook.com/Essigfabrik-146053538746656/?fref=ts
 

Demo vor dem Helvete-Club in Oberhausen am 21.11.2016 um 15:30 Uhr

Infos dazu auf der Veranstaltungsseite auf Facebook (Be A Voice Fot he Voiceless)

Anfang November neu aufgenommen im Helvete Pub-Club in Oberhausen https://www.facebook.com/helvete.metal.club/?fref=ts
21. November im Helvete - TYR
 
Pressemitteilung (Ein TV-Team des Senders arte hat sich mit dem Thema befasst und Interviews mit dem WDSF-Geschäftsführer und bei der Demo vor dem Helvete-Pub mit einem Metal-Fan-Besucher des Helvete Pub-Club und einem Tierschützer des Konzerts geführt. Der TV-Beitrag soll in der Sendung "Tracks" bei arte am 24.02.2017 gesendet werden).
 
Helvete Pub - Club - Live Stage
Geschäftsführer des Helvete:
Gregor Woitzik
Telefon: ++49 176 61145616
E-mail:
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Foto: WDSF


 
 
 
 
 
 
 
 
 






(Steffi von Peta2 und WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller bei der Demo in Oberhausen)
 
ABGESAGT! 22. November Gebr. De Nobel – Leiden/The Netherlands (Zuschauerkapazität: mehrere Hundert Besucher)

Weitere geplante Konzerte mit TYR im europäischen Ausland (bitte auch auf den Facebook-Seiten dort bewerten und protestieren):

12. November Studenterhuset – Aalborg/Denmark https://www.facebook.com/studenterhuset.aalborg/?fref=ts

Veranstalter: Aalborg Metal Festival - https://www.facebook.com/aalborgmetalfestival/?__mref=message

TV-Beitrag des dänischen Fernsehens zum Boykottaufruf ** (hier: Übersetzung des TV-Beitrags)

14. November B90 – Gdansk/Poland https://www.facebook.com/B90klub/?fref=ts

17. November Viper Room – Vienna/Austria https://www.facebook.com/ViperRoomVienna/?fref=ts
18. November Galvanik – Zug/Switzerland* https://www.facebook.com/Galvanik-Zug-103073387937/?fref=ts

Demo in Zug ab 17:00 Uhr vor dem Galvanik: https://www.facebook.com/events/176021762802756/*
WDSF-Pressemitteilung dazu:
Tierschützer demonstrieren in Zug vor dem Galvanik-Konzerthaus gegen Färöer-Band wegen Waltötungen


19. November Pont Rouge – Monthey/Switzerland https://www.facebook.com/pontrouge.monthey/?fref=ts

22. November ABGESAGT! Gebr. De Nobel – Leiden/The Netherlands - https://www.facebook.com/GebrdeNobel/?fref=ts&rf=1438564553043709
23. November P60 – Amstelveen/The Netherlands https://www.facebook.com/PoppodiumP60/?fref=ts
 
24. November Willemeen – Arnhem/The Netherlands https://www.facebook.com/Willemeen/?fref=ts
 
25. November De Verlichte Geest – Roeselare/Belgium https://www.facebook.com/deverlichtegeestroeselare/?fref=ts
 
26. November Bristol Bierkeller - Bristol/United Kingdom https://www.facebook.com/events/1629752673984549/
 
27. November O2Academy – London/United Kingdom https://www.facebook.com/o2academyislington/
Demo angekündigt: https://www.facebook.com/events/971480202957349/

* Demonstrationen in Zug und Luzern in der Schweiz gegen das Abschlachten von Grindwalen auf den Färöer-Inseln mit Unterstützung des WDSF

Fotografin Monica BenoniDie Demo in Zug (Schweiz) am 18. November 2016 vor dem Galvanic-Club gegen den Auftritt der Färöer-Band TYR findet vor dem Hintergrund statt, dass Heri Joensen, Frontmann von TYR, die alljährlichen hundertfachen Tötungen von Grindwalen ("grind") auf den Färöer-Inseln propagiert und an Ausweidungen der Meeressäuger teilgenommen hat, sowie die Abschlachtungen in den Songs der Band verherrlicht werden.

Die Demo in Luzern (Schweiz) am 13. November 2016 anlässlich des WM-Qualifikationsspiel der Schweiz gegen die Färöer-Inseln richtete sich ebenfalls gegen die alljährlichen tödlichen Delfintreibjagden auf den Färöer-Inseln und gegen die diesjährige Teilnahme von zwei Färöer-Nationalspielern daran (Páll Klettskarð und Sørmundur Kalsø).

 

1. Demo: Sonntag,13. November 2016,16:30 - 18:00  Uhr, WM-Qualifikationsspiel Schweiz ./.Färöer-Inseln
Wo: vor dem Fussballstadion SWISSPORARENA, Horwerstrasse 91, 6005 Luzern.

2. Demo: Freitag, 18. November 2016, 17.00 - 19.00 Uhr, Auftritt Färöer-Metal-Band "TYR"
Wo: vor dem Eingang der GALVANIC ZUG, Chamerstrasse 173, 6300 Zug

Die Demos werden vom Wal-und Delfinschutz-Forum (WDSF) unterstützt.

Infos zu den Demos:
- https://www.facebook.com/events/176021762802756/
- https://www.mynewsdesk.com/de/wdsf/pressreleases/tierschuetzer-demonstrieren-in-zug-vor-dem-galvanik-konzerthaus-gegen-faeroeer-band-wegen-waltoetungen-1651878

19.11.2016 - «Hoffentlich haben wir Negativwerbung gemacht» (zentralplus)


Cpt. Paul Watson (Sea Shepherd-Gründer) - E-Mail-Aufruf an die Veranstalter

Heri Joensen Paul Watson 21.9.16Auch wenn Sea Shepherd Deutschland nicht zu dem Boykott der Färöer-Band offiziell aufgerufen hat (s.u.) schreibt Cpt. Paul Watson (Sea Shepherd-Gründer) am 21.09.2016 in einem posting auf Facebook (hier: deutsche Übersetzung), dass "eine kleine E-Mail und ein tweet storm" die verbliebenen Clubs, die TYR bisher in den anderen europäischen Ländern noch nicht ausgeladen haben, überzeugen könnten. Etliche Sea Shepherd-Sympathisanten hatten sich allerdings an dem Boykott-Aufruf durch Statements auf den Veranstalterseiten beteiligt.

 

WDSF-Boykott-Aufruf gegenüber der Färöer-Band TYR

Das Hagener Wal- und Delfinschutz-Forum (WDSF) hatte nach Bekanntgabe der Europatour der international bekannten Färöer-Metal-Band TYR mehrfach auf seiner Facebook-Seite (z.B. am 18.08.2016 und am 24.08.2016) aufgerufen, die entsprechenden Musikclubs zu bitten, aus Tierschutzgründen den Auftritt der Band von der nordatlantischen Inselgruppe abzusagen. Der WDSF-Boykott-Aufruf beruht u.a. darauf, dass der Frontmann von TYR, Heri Joensen, die alljährlichen hundertfachen Tötungen von Grindwalen ("grind") propagiert und an Ausweidungen der Meeressäuger teilgenommen hat sowie die Abschlachtungen in den Songs der Band verherrlicht ("Rase drenge grind at dræbe der er vor lyst - Healthy lads grind to kill that's what we like" - lyrics by TYR in dem Musiktitel "Grindavísan") und in dem Song "Rainbow Warrior" heißt es: "'Unsere Tradition, unverändert seit Jahrhunderten, erschreckt verhärtete Herzen." In einem eigenen Facebook-Beitrag schreibt Heri Joensen am 27. Juli 2016: "Real men kill their own meat like this long-fined pilot whale" (Ein wahrer Mann tötet sein eigenes Fleisch wie diesen Pilotwal). Nach internationalen Protesten und dem WDSF-Boykottaufruf der TYR-Tour relativierte Joensen seine Aussage mit einer Ergänzung seines postings vom 20. Aug. 2016: "this is not about who is and is not a real man. That was a bad and poorly phrased joke. This is about harvesting wildlife" (Es geht nicht darum, wer ein richtiger Mann ist und wer nicht. Das war ein schlechter und schlecht formulierter Witz. Es geht darum, Wildtiere zu ernten). Tatsächlich war es allerdings nicht ein "schlecht formulierter Witz" wie Heri Joensen versucht zu relativieren, sondern die traditionelle Wahrheit auf den Färöer-Inseln. Denn erst wer einen Grindwal getötet hat sei ein wahrer Mann, so wurde es auch dem WDSF-Geschäftsführer Jürgen Ortmüller bei seinen Besuchen auf der Inselgruppe von Einwohnern persönlich bestätigt.

In einem Interview von The Spectator mit Heri Joensen bestätigt er: "Wenn die Jagd vorbei ist, bekommen alle Teilnehmer einen Anteil an dem Fleisch und wenn genug übrig ist, bekommen die Einheimischen auch einen Anteil. Das ist es, was ich auf dem Foto gemacht habe - meinen Anteil abgeschnitten. Ich wurde belohnt mit rund 150 £ (Anm: etwa 68 KG) von erstklassigem Walfisch für meine Arbeit. Das Kaufen der gleichen Menge Rindfleisch hätte mich mehr als £ 800 (Anm.: etwa 933 Euro) gekostet."

Tausende von postings und "gefällt mir"-Angaben" nach den ersten Auftrittsabsagen auf den o.a. Facebook-Veranstalterseiten führten letztendlich dazu, dass sechs deutsche Veranstalter und ein Club aus den Niederlanden bisher mitteilten, dass sie die Färöer-Band TYR für die Tour im November 2016 wieder ausgeladen hätten. Lediglich der Club from Hell in Erfurt machte seinen ursprünglichen TYR-Boykott Ende September 2016 wieder rückgängig (s.a. E-Mails mit dem Club from Hell und dem WDSF ganz unten auf dieser Seite).

Inzwischen kritisieren auch bekannte Musiker die Färöer-Band TYR (s.u. Statements). Tim Husung, ein bekannter Musiker/Schlagzeuger, der mit vielen wletweit bekannten Bands zusammen gespielt hat: "Die Aufgabe und Mission eines Musikers und Künstlers ist es, eine positive Energie und Emotion zu transportieren und anderen eine gute Zeit zu bereiten. Denjenigen die anderen Lebewesen, ob Mensch oder Tier, Leid zufügen und dieses öffentlich befürworten oder ausführen, sollte mit aller Härte entgegen getreten werden. Im Falle der Band TYR und deren Sänger, Heri Joensen, der die Treibjagden auf den Färöer Inseln befürwortet, begrüße ich die Entscheidung der Clubs, die sich für einen Boykott dieser Band ausgesprochen haben."


Tyr steht in der Öffentlichkeit und glorifiziert die alljährlichen tödlichen Treibjagden, die u.a. mit Schnellbooten und Jet-Skis durchgeführt werden. Der Walfang ist weltweit verboten bzw. wird in der heutigen Zeit kaum noch praktiziert, außer in den Ländern der Färöer-Inseln, Grönland (Inuit), Island, Norwegen und Japan - teilweise für angeblich wissenschaftliche Zwecke.

Im Gegensatz zu domestizierten Tieren in den Schlachthäusern der Welt (wobei dieses Massenschlachtungen und -Produktionen durchaus mehr als fraglich sind) lassen sich Grindwale und andere Delfinarten nicht nachhaltig nachzüchten und sind durch die Tötung unwiderbringlich verloren. Ganze Familien und damit Teile der Population der Meeressäuger werden ausgelöscht, vordringlich weil das mit Umweltgiften kontaminierte Fleisch auf den Färöer-Inseln kostenlos an Teile der Bevölkerung verteilt wird, obwohl die Färinger aufgrund ihrer Fischexporte (rund 95% des Bruttosozialprodukts) in Europa mit über das höchste Einkommen pro Kopf verfügen. Keiner leidet dort Not, wenn keine Grindwale und andere Delfinarten abgeschlachtet würden.

Immer wird auf den teilautonomen Färöer-Inseln auf die Tradtion der Jagden verwiesen. Es geht nicht mehr um die Notwendigkeit, Fleisch zu beschaffen, wie in den Jahrhunderten zuvor, es geht um Gier und Spaß.

Weltweit werden die Praktiken des Walfangs (auch der Kleinwale) kritisiert und gehören heute nicht mehr zu einem zivilisierten Lebensstandard.

Wer also als in der öffentlichkeit stehend als Person/Band diese Frevel heutzutage noch propagiert oder praktiziert muss sich einer intensiven öffentlichen Kritik stellen, so wie Tyr und mit Konsequenzen (hier von Boykotten der Auftritte) rechnen.

Es geht bei den Boykotten (auch bei den Kreuzfahrtanlandungen auf den Färöer-Inseln) auch darum, dass die Bevölkerung der Färöer-Inseln spürbar merkt, dass sie mit ihrem grausamen Abschlachten von Meeressäugern heute nicht mehr dem Zeitgeist entsprechen und dass sie dafür weltweit kritisiert werden und durchaus auch finanzielle Nachteile in Kauf nehmen müssen.

Wenn wir uns nicht für den Erhalt der natürlichen Ressourcen einsetzen, stirbt der Planet langsam aber sicher und damit ist auch die Lebensgrundlage der Menschen intensiv bedroht.

Wir konnten für den Boykott-Aufruf der Färöer-Band TYR fast 36.000 Personen mit einem Beitrag vom 24.08.2016 über Facebook erreichen (ein weiterer Beitrag findet sich auf der Facebook-Seite des WDSF vom 04.09.2016):

TYR WDSF Fb 24.08.2016 35.597 err. Pers.jpg

 

 

  • In einer Umfrage eines schweizer Mediums (20minuten) ergab sich bei über 3.500 Teilnehmern wegen des Auftritts von TYR in dem Schweizer Club Galvanik am 14.09.2016 folgendes Ergebnis:

    TYR Galvanik CH 20min Umfrage 14.9.16

 

Sänger Heri Joensen von der Färöer-Band TYR in seinem Facebook-posting am 27.07.2016
beim Ausweiden eines Grindwals und er schreibt dort: "Real men kill their own meat, like this long-finned pilot whale."

(sein Interview-Statement mit der Befürwortung der tödlichen Treibjagden auf YouTube s.u.)

TYR Heri Joensen

 

  Filmbeitrag über eine grausame Grindwaljagd auf den Färöer-Inseln